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Auf einen Blick
  • Betrüger versenden auf Facebook, Instagram, Signal, Telegram und Co. Direktnachrichten.

  • In den Nachrichten geht es darum, dass der Absender unheilbar krank ist und Ihnen sein Vermögen spenden möchte.

  • Meist wird ein Kontakt zu einem Anwalt hergestellt, der mit Ihnen das Geschäft abwickeln soll. Allerdings zahlen am Ende Sie und erhalten dafür nichts.
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Soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram, aber auch Messenger-Dienste wie WhatsApp, Signal und Telegram werden mittlerweile von Kriminellen für ihre betrügerischen Machenschaften genutzt. Beispielsweise haben wir Sie schon vor dem Kreditbetrug auf Instagram und Facebook gewarnt.

Ganz ähnlich läuft eine andere Masche ab, die mittlerweile neben den sozialen Netzwerken bereits Messengerdienste erreicht hat. Auch bei dieser Masche versuchen die Betrüger an Ihr Geld zu kommen. Dafür locken die Kriminellen Sie mit dem Versprechen, dass Sie eine große Summe Geld gespendet bekommen. Die Nachricht kommt direkt von einer Person, die Ihnen auch gleich den Grund für diese Großzügigkeit mitliefert: Die Person ist unheilbar krank und möchte, dass das Geld in gute Hände gelangt.


 

Spende von Marvis Wanczyk ist seit Jahren im Umlauf

Auch die Fake-Mails im Namen von Marvis Wanczyk sind Betrug. In der Vergangenheit wurde der Name Marvis Wanczyk besonders häufig missbräuchlich verwendet. Eine Person mit dem Namen Marvis Wanczyck gibt es tatsächlich und sie hat 2017 den höchsten Einzelgewinn in Höhe von 758,7 Millionen Dollar in der US-Lotteriegeschichte abgeräumt. Dadurch wurde sie praktisch über Nacht 336 Millionen Dollar reicher. 

Kriminelle nutzen die Bekanntheit von Marvis Wanczyck und erstellen massenweise Fake-Profile. Anschließend nehmen die Betrüger Kontakt mit Menschen auf und erklären, dass Marvis Wanczyk angeblich einen Teil seines Gewinns verschenken möchte. Doch das ist nicht der Fall. Wenn Sie Post im Namen von Marvis Wanczyk bekommen, in der es um eine Spende geht, handelt es sich um Betrug. Der Name wird missbräuchlich verwendet. Auffällig ist, dass die Schreibweise des Namens häufig abweicht. Kontakt nehmen die Betrüger per E-Mail, Facebook oder Instagram auf.

Folgende Fake-Daten mit dem Namen Marvis Wanczyck sind uns bekannt:

Haben Sie auch Post von Mavis Wanczyk mit einer Spende bekommen? Bitte leiten Sie uns die E-Mail an [email protected] weiter, damit wir vor der Fake-Adresse warnen können.

 

Neu 31.05.2021: Spende von Thomas Yi

Neuerdings sind E-Mails von einem gewissen Thomas Yi im Umlauf. Dieser stammt angeblich aus Florida und hat 235 Millionen US-Dollar aus der Power-Ball-Lotterie. In der Nachricht werden Sie aufgefordert, sich auf seiner E-Mail.Adresse zu melden, damit Sie seine Spende in Höhe von 1.500.000 Euro erhalten. Das ist natürlich genauso ein Quatsch, wie die Nachricht von Marvis Wanczyk. So sieht die E-Mail aus:

"Hallo


Ich bin Thomas Yi aus Florida, der Gewinner eines Jackpots in Höhe von 235 Millionen US-Dollar aus der Power-Ball-Lotterie, die am 27. März 2021 stattfand. Mein Jackpot war ein Geschenk Gottes an mich, daher hat meine ganze Familie zugestimmt, dies zu tun.

Wir spenden € 1.500.000,00 (eine Million fünfhunderttausend Euro), um 10 Einzelpersonen und kleinen Unternehmen zu helfen.

Kontaktieren Sie mich per E-Mail: [email protected]

Für weitere / vollständige Details und bitte nehmen Sie dieses Zeichen als Geschenk von mir und meiner Familie an.

Freundliche Grüße,
Thomas Yi
[email protected]"

Weitere E-Mail-Adressen im Zusammenhang mit dieser E-Mail sind:

Sollten Sie die Nachricht mit anderem Textinhalt bekommen, leiten Sie diese gern an [email protected] weiter.

 

Wie sieht die Nachricht des Spenders aus?

Immer öfter stoßen wir auf Nachrichten, bei denen die Absender Ihnen vermitteln, dass sie deutscher Herkunft sind. Wahrscheinlich soll dadurch ein Gefühl der Nähe und Vertrautheit aufgebaut werden. In der Message selber erfahren Sie, dass der Schreiber meist unheilbar an Krebs, meist Kehlkopfkrebs, erkrankt ist. Aber auch andere Krankheiten sind nicht ausgeschlossen. Am Ende möchte der Absender sein Geld gern in guten Händen wissen. Die Empfänger derartiger Nachrichten sollen in der Regel bestätigen, dass sie das Geld für gute Zwecke einsetzen. Häufig sind neben der E-Mail-Adresse des Absenders auch die Kontaktdaten des vermeintlichen Rechtsanwalts der schreibenden Person angegeben. Dieser soll das Geschäft mit Ihnen abwickeln.

Damit Sie vor dieser fiesen Masche gewarnt sind, sammeln wir an dieser Stelle die angegebenen E-Mail-Adressen und Kontaktdaten. Sollten Sie eine Nachricht mit einem anderen Namen und anderen Daten erhalten haben, leiten Sie uns diese bitte an [email protected] weiter. Wir ergänzen unsere Liste dann, damit wir unsere Leser warnen können.

Folgende Namen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern sind uns bereits bekannt und werden von Betrügern missbraucht:

Verwendete Anwaltsnamen und Kontaktdaten:

Manchmal wird Ihnen auch vorgegaukelt, dass Sie im Rahmen eines Wohltätigkeitsprojekts als Spender gezogen wurden. Diese Schreiben wirken noch echter, da sich auf Personen berufen wird, die tatsächlich existieren. Allerdings haben diese in der Regel mit der Nachricht nichts zu tun.

Um die vermeintliche Seriosität der Sache zu unterstreichen, werden in der Regel Bilder aus dem Krankenhaus oder Krankenbett gesendet. Diese Bilder sind gestohlen. Die Personen auf den Bildern existieren tatsächlich, wissen aber nicht, dass die Bilder missbraucht werden und im Umlauf sind. Teilweise werden auch Personalausweiskopien und Führerscheine als “Beweise” für die Echtheit der Angelegenheit gesendet.

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Was sollen Sie mit den Nachrichten machen?

Wir möchten Ihnen eine Frage stellen: Warum sollte eine Ihnen völlig fremde Person ihr Vermögen an Sie spenden wollen? Genau: Es gibt keinen Grund. Und genau deshalb sollten Sie diese Nachrichten nicht beachten. Am besten löschen Sie die Messages gleich. Unter keinen Umständen sollten Sie sich in ein Gespräch verwickeln lassen oder persönliche Daten zusenden. Sie geraten sonst in eine Zwickmühle. Entweder müssen Sie zahlen und werden ausgenommen oder die Kriminellen können Ihre persönlichen Daten missbrauchen.

Denn die Betrüger haben es gelernt, Sie um den Finger zu wickeln. Am Ende haben es die Kriminellen auf Ihr Geld abgesehen und werden nicht locker lassen, bis sie dieses auch bekommen. Wie die Täter dabei vorgehen? Ganz einfach.

Der vermeintliche Anwalt wird Ihnen mitteilen, dass Sie Zollgebühren, Notargebühren, Bankgebühren und Ähnliches bezahlen müssen, damit es eine zügige Abwicklung der ganzen Angelegenheit gibt. In der Regel sollen Sie eine Überweisung auf ein ausländisches Konto vornehmen. Tun Sie dies, ist Ihr Geld weg. Deswegen noch einmal unsere Warnung: Antworten Sie auf derartige Nachrichten nicht!

Biallo-Tipp: Auch mit Ihren Geldanlagen können Sie Gutes tun. Mit dem Impact Investing zeigen Sie Ihr soziales Engagement. 

 

Sie haben bereits Geld überwiesen?

Dann sollten Sie auf keinen Fall weiter überweisen. In den meisten Fällen hören die Täter nämlich nicht nach der ersten Zahlung auf, sondern versuchen Sie so lange zu “melken”, bis Sie feststellen, dass etwas nicht stimmt.

Wenn Sie bereits Geld überwiesen haben, sollten Sie auf alle Fälle Anzeige bei der Polizei erstatten. Außerdem empfehlen wir Ihnen, sich mit Ihrer Bank in Verbindung zu setzen. Eventuell können Sie doch noch etwas Geld retten. Zusätzlich zu den genannten Schritten sollten Sie den Kontakt noch blockieren. So kann er Sie nicht mehr belästigen oder unter Druck setzen.

Falsch überwiesen? Überweisung zurückholen! Wie Sie sich Ihr Geld zurückholen, erfahren Sie in einem weiteren Artikel von uns.

Sie möchten selbst Geld spenden und wissen nicht, woran Sie eine seriöse Organisation erkennen? Wir erklären, auf was Sie beim Spenden achten müssen und wo Sie eine Liste seriöser Spendenorganisationen finden. Außerdem erklären wir in einem weiteren Ratgeber, woran Sie seriöse Banken und Finanzdienstleister erkennen.

Über die Autorin Franziska Baum

Bereits in ihrer Schulzeit war sie für die Jugendredaktion der Sächsischen Zeitung tätig. Nach ihrem Germanistik-Studium in Dresden sammelte sie weitere Erfahrungen als Online-Redakteurin bei führenden Technik-Magazinen und später im Verbraucherschutz. Seit 2016 war sie als Redakteurin am Aufbau des Onlineportals verbraucherschutz.com (früher onlinewarnungen.de) beteiligt. Dort betreute sie unter anderem den Social Media Bereich, plante und verfasste eigene Tipps, News und Anleitungen zu aktuellen Themen. Durch diese Arbeit hat sie ein ausgeprägtes Wissen im Bereich Verbraucherschutz angeeignet, welches sie bei biallo.de ebenso einbringt wie ihr Wissen im Social Media Bereich.

  Franziska Baum
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