Auf einen Blick
  • Der Abschluss eines Bausparvertrags kann sinnvoll sein, wenn man in ein paar Jahren den Kauf oder Bau einer eigenen Immobilie plant.

  • Aber macht es Sinn, einen Bausparvertrag einfach nur zum Sparen zu nutzen?

  • Als reine Geldanlage lohnt sich ein Bausparvertrag selten und auch dann nur unter bestimmten Voraussetzungen.
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Bei den beliebtesten Geldanlageformen liegt der Bausparvertrag hierzulande auf Platz fünf – vor Investmentfonds oder Aktien. Das Girokonto hält nach wie vor die Spitzenposition, gefolgt von SparbuchImmobilien und Renten-/Kapitallebensversicherungen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage zum Spar- und Anlageverhalten der Deutschen, durchgeführt vom Marktforschungsunternehmen Kantar im Auftrag des Verbands der Privaten Bausparkassen im April 2023.

Quelle: Bausparen als Geldanlage, Kantar, Homepage Verband der Privaten Bausparkassen e.V.

Ein Bausparvertrag macht Sinn, wenn man in einigen Jahren den Kauf oder Bau einer eigenen Immobilie plant. Denn damit lassen sich niedrige Darlehenszinsen für die Zukunft sichern, Geld für den Traum vom Eigenheim ansparen und dabei oftmals noch staatliche Fördermittel einstreichen. Man kann einen Bausparvertrag aber auch nur zum Sparen nutzen. Ob das allerdings sinnvoll ist, sollte vorher gut überlegt sein. Denn schließlich ist die Guthabenverzinsung in der Sparphase eher dürftig und in der Regel wesentlich geringer als marktüblich.

  • Biallo-Tipp: Mit anderen Anlageformen lassen sich zum Teil weit bessere Renditen erzielen, wie zum Beispiel mit ETF-Sparplänen. Aber auch Tagesgeld oder Festgeld sollte man nicht außer Acht lassen – denn beides ist genauso sicher wie Bausparen.

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Für wen lohnt sich ein Bausparvertrag als Geldanlage?

Trotz der geringen Guthabenzinsen kann ein Bausparvertrag dennoch eine sinnvolle Geldanlage sein – und zwar dann, wenn man die staatliche Förderung beim Bausparen nutzt, besonders auf Sicherheit bei der Geldanlage bedacht ist und man für Investitionen wie den Kauf, Bau oder die Sanierung einer Immobilie vorsorgen möchte. Voraussetzung ist, dass eine möglichst niedrige Bausparsumme gewählt wird. Denn dann fällt die Förderung mehr ins Gewicht.

Sowohl die Arbeitnehmersparzulage als auch die Wohnungsbauprämie sind an Einkommensgrenzen gebunden. Deshalb kommt ein Bausparvertrag als Geldanlage vor allem für Geringverdiener wie Auszubildende, Studierende und Berufsanfänger in Frage. Ab 2024 kommen wieder mehr Menschen in den Genuss der Förderung, denn die Einkommensgrenzen der Arbeitnehmersparzulage wurden deutlich angehoben. Die Grenzen liegen jetzt bei 40.000 Euro zu versteuerndes Jahreseinkommen für Alleinstehende und 80.000 Euro für Verheiratete. Auch als Geldanlage für Kinder zwischen 16 und 25 Jahren kann ein Bausparvertrag aufgrund der staatlichen Förderung gut genutzt werden. Möglicherweise ist ein Bausparvertrag auch eine Alternative zum Geldgeschenk zur Konfirmation oder Firmung.

  • Biallo-Tipp: Einige Bausparkassen bieten spezielle Jugendtarife mit beispielsweise höherer Guthabenverzinsung, schreiben bei einem Bausparvertrag für Kinder und junge Leute Gebühren gut oder vergeben Shopping-Gutscheine. Einen solchen Jugendbonus findet man zum Beispiel bei BHW oder Schwäbisch Hall.

Am meisten Förderung gibt es für das Riester-Bausparen (Wohn Riester). Die Riester-Zulagen erhalten alle, die in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen. Auch Beamte und Berufssoldaten dürfen “riestern”. Förderberechtigte Bausparer erhalten die Zulagen sowohl in der Ansparphase als auch in der Darlehensphase.

Dividende von 4,00 Prozent: Genossenschaftsanteile als Geldanlage

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Rechenbeispiel Bausparen Geldanlage: Zinsen und Rendite

Angenommen, ein 16-Jähriger schließt zum Beginn seiner Ausbildung einen Bausparvertrag mit einer Bausparsumme von 25.000 Euro ab, den er monatlich mit 122,50 Euro eigenem Geld bespart. 40 Euro monatlich kommen vom Arbeitgeber als Vermögenswirksame Leistung (VL) hinzu. Weil er in der Ausbildung noch wenig verdient, liegt er unter den Einkommensgrenzen für Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbauprämie, ist damit also förderberechtigt:

Guthaben Betrag
Eigener Sparbeitrag 10.168 €
VL (40 Euro monatlich) 3.320 €
Guthabenzinsen 111 €
Bonus für junge Leute 200 €
Arbeitnehmersparzulage 298 €
Wohnungsbauprämie 490 €
Bausparguthaben am Ende der rund siebenjährigen Sparphase 14.076 €

Quelle: schwaebisch-hall.de, Schwäbisch Hall Tarif FuchsStart für Junge Leute, Stand: Dezember 2023.

Nach rund sieben Jahren steht ihm ein Bausparguthaben von 14.076,00 Euro zur Verfügung und er hat Anspruch auf ein Bauspardarlehen über 10.924 Euro. Ohne die Förderung läge sein Guthaben lediglich bei 10.279 Euro.

Würde der Beispielsparer die monatliche Rate inklusive der VL von insgesamt 162,50 Euro in einen VL-Banksparplan mit Festzins investieren, müsste der Zins bei 0,87 Prozent liegen, um in etwa das gleiche Endguthaben nach sieben Jahren zu erzielen. In der aktuellen Zinssituation, in der Banken wie zum Beispiel ING fürs VL-Sparen pro Sparjahr 1,5 Prozent anbieten, lohnt sich ein Banksparplan somit mehr als ein Bausparvertrag. Hier hätte der Sparer nach sieben Jahren 14.395,86 Euro Guthaben. Allerdings erhält man mit einem Bausparvertrag gleichzeitig auch noch die Option auf ein zinsgünstiges Bauspardarlehen nach der Ansparphase, bei einem Banksparplan nicht.

Biallo-Tipp: Auf die Steuer achten

Bausparerinnen und Bausparer sollten auch an den  Freistellungsauftrag für Zinseinkünfte denken. Denn  auf diese Kapitalerträge fällt Abgeltungsteuer an. Mit einem Freistellungsauftrag können sie sich von der Abgeltungsteuer befreien lassen.

Zum Vermögensaufbau, zum Einstieg, zum Bauen, zum Sanieren: Für jede Finanzierungsart haben die Bausparkassen spezielle Tarife im Portfolio. Nutzen Sie unseren Bausparvertrag Vergleich und erfahren Sie, wie Sie die Angebote von Bausparverträgen richtig miteinander vergleichen und so den besten Tarif für sich finden.

Genossenschaftsanteile mit attraktiver Dividende!

Die Sparzinsen könnten bald wieder deutlich sinken. Ein triftiger Grund also, nach einer Alternative zum Fest- und Tagesgeld Ausschau zu halten. Bei der Raiffeisenbank im Hochtaunus (Meine Bank) profitieren Mitglieder von einer attraktiven Dividende bis zu einer Anlagesumme von 50.000 Euro. Für das Jahr 2023 liegt die zu erwartende Dividende bei hohen 3,50 Prozent - mehr als bei den meisten Festgeld-Angeboten. Zusätzlich winken Mitgliedern noch weitere Leistungsvorteile.  Erfahren Sie mehr!
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Bausparvertrag zum Sparen: Vorteile und Nachteile

Die Ansparphase des Bausparvertrags entspricht einem Sparplan, Bausparerinnen und Bausparer zahlen einen Teil der vereinbarten Bausparsumme in monatlichen Raten auf das Bausparkonto ein. Die auf diese Weise angesparte Summe wird mit einem vertraglich festgelegten Zinssatz verzinst. Vermögenswirksame Leistungen, staatliche Zuschüsse und Sonderzahlungen oder auch Jugendbonus können das Guthaben zusätzlich erhöhen, wie unser Rechenbeispiel zeigt.

Für junge Bausparer und Geringverdiener bietet ein Bausparvertrag zum Sparen einige Vorteile. Aber es gibt für sie dabei auch Nachteile, die nicht außer Acht gelassen werden sollten.

Vorteile

Die Vorteile eines Bausparvertrags als Geldanlage liegen auf der Hand. Die Anlage ist:

  • sicher
  • kann für junge Bausparer unter 25 Jahren flexibel eingesetzt werden
  • bietet eine Option auf ein zinsgünstiges Bauspardarlehen.

Nachteile

Die Nachteile sind hingegen:

  • Erst nach einer Sparphase von sieben Jahren darf der Bausparer unter 25, der die Wohnungsbauprämie einbringt, über das Geld frei verfügen.
  • Mit der Wohnungsbauprämie geförderte Bausparverträge dürfen ansonsten nur zu wohnungswirtschaftlichen Zwecken eingesetzt werden.
  • Relativ niedrige Renditen. Es gibt Geldanlagen für Kinder und Jugendliche, die deutlich bessere Renditen versprechen, zum Beispiel ETF-Sparpläne, ein Aktiendepot oder auch die Investition in Gold.


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Über die Autorin Stefanie Hutschenreuter

Sie ist studierte Diplom-Journalistin. Während des Studiums und danach arbeitete sie als freie Mitarbeiterin und Redakteurin für mehrere Ratgeberredaktionen in Berlin und München. Es folgten rund 14 Jahre als Chefredakteurin von Bau- und Wohnmagazinen wie „Der Bauherr“ und „casamia“. Seit 2014 ist sie selbstständig als freie Journalistin tätig. Sie schreibt für unterschiedliche Print- und Onlinepublikationen.

Ihre Themenschwerpunkte: Bauen, Architektur, Energie, Wohnen, Bildung, Nachhaltigkeit und insbesondere alles rund um die Immobilienfinanzierung. 

Co-Autoren:
  Stefanie Engelmann
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