Produktcheck Festgeld Credit Agricole

Thomas Brummer
von Thomas Brummer
10.05.2017
Auf einen Blick
Die französische Großbank Credit Agricole bietet deutschen Sparern ein Festgeld, das deutlich über dem Durchschnitt liegt. Was ist von diesem Angebot zu halten?
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Merkmale

Credit Agricole kommt - wie der Name vermuten lässt - aus Frankreich. Das Bankhaus mit Sitz in Paris gehört zudem dem sogenannten Financial Stability Board (FSB) an, zählt also zu den "systemrelevanten Banken" in Europa. In puncto Eigenkapital ist Credit Agricole damit strengen Vorschriften unterworfen. Auch deutsche Sparer können ein Festgeld-Konto bei Credit Agricole unterhalten. Wer das tut, kann sich der staatlichen französischen Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro sicher sein. Für eine Anlage schreiben die Franzosen mindestens 5.000 Euro vor, maximal nehmen sie 500.000 Euro an. Ebenso groß ist der Spielraum bei den Bindungsfristen. Die geringste Laufzeit beträgt ein Jahr, Sparer mit langfristigem Anlagehorizont können ihr Geld bis maximal sieben Jahre anlegen. Für Ein- und Auszahlungen auf das Festgeld-Konto benötigen Kunden ein Girokonto. Auf dieses Referenzkonto fließen auch die Zinsgutschriften. Die Zinserträge meldet das Geldhaus an die französische Steuerbehörde. Diese wiederum informiert das deutsche Bundeszentralamt für Steuern. Einleger haben die Pflicht, dem Finanzamt die Zinsgewinne offen zulegen und entsprechend zu versteuern.

Sparer, die ihr Geld über den vereinbarten Zeitraum hinaus anlegen möchten, müssen nichts weiter tun. Ihr Festgeld verlängert sich am Laufzeitende automatisch um zwölf Monate, allerdings zu dem dann gültigen Zinssatz. Wer das nicht wünscht, muss mindestens drei Werktage vor Ablauf der Laufzeit kündigen.

Stärken

Die Festgeld-Zinsen von Credit Agricole sind attraktiv. Im Biallo-Festgeld-Vergleich landet das französische Geldhaus regelmäßig auf einem der vorderen Plätze. Kaum ein deutscher Konkurrent kann hier mithalten. Gerade für wohlhabende Kunden ist das Festgeld-Konto interessant, da die Höchstgrenze mit 500.000 Euro sehr hoch ausfällt. Ebenso stellt die Größe des Bankhauses eine gewisse Sicherheit für Kunden dar. Auch positiv ist die Auswahlmöglichkeit bei der Laufzeit.

Schwächen

Ein Manko für langfristig ausgerichtete Sparer ist die jährliche Zinsgutschrift. Somit entfällt der Zinseszinseffekt. Darüber hinaus können Sparer nicht auf einen Online-Zugang zurückgreifen, stattdessen bietet die Bank eine Telefon-Hotline an. Änderungen zur Festgeldanlage oder die Abfrage des Kontostands müssen telefonisch erfolgen.

Wettbewerber

Die attraktivsten deutschen Banken sind zum Betrachtungszeitpunkt etwa bei zweijähriger Bindungsfrist Fidor Bank und AKF Bank. An den Zins von Credit Agricole kommen sie aber nicht heran.

Fazit: Credit Agricole bietet sehr attraktive Zinssätze für alle angebotenen Laufzeiten. Dazu kommt die Sicherheit einer Großbank. Das Angebot ist insgesamt sehr gut.

Bewertung
Festgeld Credit Agricole
Zinsen (60 Prozent) Zinshöhe (50%) 5 Zinsstabilität Rückschau (50%) 5 5.0
Sicherheit (15 Prozent) Sicherheit (100%) 4 4.0
Nebenbedingungen (15 Prozent) Rahmenbedingungen (50%) 5 Mindest-/Höchstanlage (35%) 2 Aktionszeitraum (15%) 5 4.0
Service (10 Prozent) Kommunikationswege (30%) 2 Kontoeröffnung (70%) 4 3.4
Gesamtbewertung (Bestnote: 5 Sterne) 4.5
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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de