Produkttest Festgeld Crédit Agricole

Kevin Schwarzinger
von Kevin Schwarzinger
26.04.2019
Auf einen Blick
  • Die französische Großbank Crédit Agricole bietet deutschen Sparern ein Festgeld, das deutlich über dem Durchschnitt liegt. Was ist von diesem Angebot zu halten?    
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Merkmale

Die Crédit Agricole kommt – wie der Name vermuten lässt – aus Frankreich. Das Bankhaus mit Sitz in Paris gehört dem sogenannten Financial Stability Board (FSB) an, zählt also zu den "systemrelevanten Banken" in Europa. In puncto Eigenkapital ist die Crédit Agricole damit strengen Vorschriften unterworfen. Auch deutsche Sparer können ein Festgeldkonto bei den Franzosen unterhalten. Wer das tut, kann sich der staatlichen französischen Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro sicher sein. Für eine Anlage schreiben die Franzosen mindestens 5.000 Euro vor, maximal nehmen sie 500.000 Euro an. Ebenso groß ist der Spielraum bei den Bindungsfristen.

Die geringste Laufzeit beträgt drei Monate, Sparer mit langfristigem Anlagehorizont können ihr Geld bis maximal sieben Jahre anlegen. Zum Betrachtungszeitpunkt offerieren die Pariser unter anderem für ein Jahr 1,01 Prozent und für zwei Jahre 1,21 Prozent Zinsen pro Jahr.

Für Ein- und Auszahlungen auf das Festgeldkonto benötigen Kunden ein Girokonto. Auf dieses Referenzkonto fließen auch die Zinsgutschriften. Die Zinserträge meldet das Geldhaus an die französische Steuerbehörde. Diese wiederum informiert das deutsche Bundeszentralamt für Steuern. Einleger haben die Pflicht, dem Finanzamt die Zinsgewinne offenzulegen und entsprechend zu versteuern.

Sparer, die ihr Geld über den vereinbarten Zeitraum hinaus anlegen möchten, müssen nichts weiter tun. Ihr Festgeld verlängert sich am Laufzeitende automatisch um zwölf Monate, allerdings zu dem dann gültigen Zinssatz. Wer das nicht wünscht, muss mindestens drei Werktage vor Ablauf der Laufzeit kündigen.

Stärken

Die Festgeldzinsen von Crédit Agricole sind attraktiv und um ein vielfaches höher als der aktuelle Branchenschnitt. Gerade für wohlhabende Kunden ist das Festgeldkonto interessant, da die Höchstgrenze mit 500.000 Euro sehr hoch ausfällt. Ebenso stellt die Größe des Bankhauses eine gewisse Sicherheit für Kunden dar. 

Schwächen

Ein Manko für langfristig ausgerichtete Sparer ist die jährliche Zinsgutschrift. Somit entfällt der Zinseszinseffekt. Darüber hinaus können Sparer nicht auf einen Online-Zugang zurückgreifen, stattdessen bietet die Bank nur eine Telefon-Hotline an. Änderungen zur Festgeldanlage oder die Abfrage des Kontostands müssen telefonisch erfolgen.

Fazit: Das Festgeld der Crédit Agricole bietet sehr attraktive Zinssätze für alle angebotenen Laufzeiten. Dazu kommt die Sicherheit einer Großbank und die solide französische Einlagensicherung.

Bewertung
Festgeld Crédit Agricole
Zinsen (60 Prozent) Zinsen (100%) 5.0 5.0
Sicherheit (35 Prozent) Sicherheit (100%) 4.0 4.0
Anlagehöhe (5 Prozent) Anlagehöhe (100%) 3.0 3.0
Gesamtbewertung (Bestnote: 5 Sterne) 4.6
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Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit 2016 ist er Mitglied der Redaktion und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de