Inflation & Geld

Inflation zieht wieder an: So schützen Sie Ihr Vermögen jetzt

Claudia Lindenberg
Autorin
Veröffentlicht am: 30.03.2026

Auf einen Blick

  • Die Inflation kann jederzeit wieder steigen – Ihr Geld verliert dann real an Wert.
  • Tagesgeld und Festgeld bieten Sicherheit, reichen aber oft nicht aus.
  • Sachwerte wie Aktien, ETFs oder Immobilien können langfristig schützen.
100 % unabhängig dank Ihres Klicks
Kaufen Sie ein Produkt über einen mit (*) oder (a) gekennzeichneten Werbelink, erhalten wir eine kleine Provision. Für Sie ergeben sich keine Mehrkosten und Sie unterstützen unsere Arbeit. Vielen Dank!
Mehr erfahren
Steigende Inflation und ihre Auswirkungen auf die Geldanlage – Verbraucher müssen ihr Vermögen neu ausrichten.
Das erwartet Sie in diesem Artikel

Die Inflation war zuletzt gesunken – doch steigende Energiepreise drehen den Trend wieder. Was das jetzt für Ihre Geldanlage bedeutet und wie Sie Ihr Vermögen schützen können.

Inflation steigt wieder – was das für Ihr Geld bedeutet

Die Preisentwicklung bleibt unsicher. Aktuelle Zahlen und Prognosen zeigen: Der Inflationsdruck kann jederzeit zurückkehren.

Inflation und Geldanlage – ist das denn so wichtig bei der niedrigen Preissteigerung? Das mögen so manche Verbraucherinnen und Verbraucher noch Anfang 2026 gedacht haben, nachdem die Inflation in den Jahren 2022 und 2023 mit 6,9 beziehungsweise 5,9 Prozent deutlich über den Werten der Vorjahre lag und nach Angaben des Statistischen Bundesamts für 2025 auf durchschnittlich 2,2 Prozent zurückgegangen war. Doch der jüngste starke Anstieg der Energiepreise aufgrund des Iran-Kriegs zeigt, wie schnell sich das Blatt auch wieder wenden kann. So rechnet die Europäische Zentralbank angesichts der Energiepreise mit einem Anstieg der Inflationsrate auf 2,6 Prozent. Insofern ist es ratsam, das Thema Inflation dauerhaft im Blick zu haben.

Biallo-Hintergrund: Warum sich die Zinsen aktuell trotz Zinspause der EZB nach oben bewegen und was das für Sparer bedeutet, lesen Sie in unserem Überblick zum aktuellen EZB-Zinsentscheid.

So können Sie Ihr Vermögen jetzt schützen

Auch bei moderater Inflation verlieren klassische Geldanlagen real an Wert. Entscheidend ist eine kluge Mischung verschiedener Anlageformen.

Damit Anleger unabhängig von der Inflationsentwicklung möglichst kein Geld verlieren, empfiehlt der Verbraucherzentrale Bundesverband eine breit gestreute Investition. Dazu gehören neben Tages- und Festgeld auch Sachwerte wie Aktien, Aktienfonds und Immobilien. Wie das Ersparte im Einzelfall aufgeteilt werde, hängt von der Risikobereitschaft, dem Anlagevolumen und dem Sparziel ab.

Wie Sie Ihr Geld zum Vermögensaufbau optimal auf verschiedene Anlageformen verteilen, zeigen wir ausführlich in unserem Ratgeber zur Geldanlage.

Jetzt kostenfreien Experten-Ratgeber herunterladen

Kostenfreier Experten-Ratgeber zur Geldanlage

Sichern Sie sich jetzt unseren exklusiven Experten-Ratgeber zur Geldanlage bei Inflation – kostenlos als PDF und mit vielen zusätzlichen Tipps.

Tagesgeld und Festgeld: Sicherheit mit Einschränkungen

Zinskonten bleiben wichtig – vor allem für kurzfristige Rücklagen. Aber sie stoßen schnell an Grenzen.

Tagesgeld

Als flexible Finanzreserve eignen sich Tagesgeldkonten mit überdurchschnittlichen Zinsen. So bietet etwa die Consorsbank Neukunden 3,40 Prozent für die ersten drei Monate garantiert. Die Bank of Scotland offeriert 3,25 Prozent in den ersten drei Monaten garantiert. ING, Hamburg Direct, Umweltbank und Suresse Direkt Bank zahlen jeweils 3,00 Prozent. Außerdem lohnt aktuell ein Blick auf das Angebot von Meine Bank, die mit 2,85 Prozent in den ersten vier Monaten für eine Genossenschaftsbank vergleichsweise hohe Zinsen aufruft (Stand: 30. März 2026).

Einen Überblick über die aktuell besten Angebote finden Sie im Tagesgeld-Vergleich von biallo.de.

Aktuelle Top-Zinsen beim Tagesgeld im Überblick

Diese aktuellen Tagesgeldangebote zeigen, wie unterschiedlich die Zinsen derzeit ausfallen.

Bank  
(Land der Einlagensicherung)

Aktionszins / Garantie

Standardzins

Consorsbank (Frankreich)

3,40 % / 3 Monate

0,80 %

Bank of Scotland (Deutschland)

3,25 % / 3 Monate

1,25 %

Suresse Direkt Bank (Spanien)

3,00 % / 4 Monate

1,90 %

Umweltbank (Deutschland)

3,00 % / 3 Monate

1,50 %

Hamburg Direct (Deutschland)

3,00 % / 4 Monate

1,25 %

ING (Deutschland)

3,00 % / 4 Monate

0,75 %

Meine Bank (Deutschland)

2,85 % / 4 Monate

1,30 %

Garanti Bank (Niederlande)

 2,75 % / 6 Monate

1,25 %

Volkswagen Bank (Deutschland)

2,75 % / 6 Monate

1,00 %

1822direkt (Deutschland)

2,55 % / 6 Monate

0,60 %

1sortiert nach Aktionszins, nur überregionale Anbieter ohne Zinsportale, Anlagebetrag 10.000 Euro, Anbieter mit mindestens guter Sicherheit
Quelle: www.biallo.de, Angaben der Anbieter; Stand: 30.3.2026.

Festgeld

Wer Geld länger nicht benötigt, kann sich höhere Zinsen sichern – verzichtet aber auf Flexibilität. Wer seine Ersparnisse längere Zeit nicht benötigt, kann zum Beispiel Festgeld mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren wählen. Die Umweltbank und willbe bieten bei zehn Jahren Laufzeit jeweils 3,00 beziehungsweise 3,44 Prozent. Üblicherweise fällt die Verzinsung umso höher aus, je länger die Laufzeit ist. Die Mindestanlagesumme ist je nach Bank unterschiedlich hoch. Bei Rediem Capital und der Grenke Bank sind es 5.000 Euro, bei der Fürstlich Castell'schen Bank sind es 1.000 Euro. Wer mehr Flexibilität sucht, kann Angebote wie etwa das Festgeld der BBVA mit Kündigungsoption nutzen.

Gut zu wissen: Wer länger auf seine Ersparnisse verzichten kann, hat auch die Möglichkeit, beispielsweise Genossenschaftsanteile bei Instituten wie etwa der Münchener Hypothekenbank zu zeichnen. Anstelle der Verzinsung wird eine jährlich neu festgelegte Dividende gezahlt. Die Genossenschaftsbank zahlte im vergangenen Jahr eine Dividende von 4,00 Prozent pro Anteil aus.

Sachwerte: Schutz vor Inflation langfristig möglich

Sachwerte gelten als klassische Absicherung gegen Inflation – bringen aber unterschiedliche Chancen und Risiken mit sich.

Sachwerte sind besonders in Krisenzeiten gefragt. Substanzwerte wie Gold oder Immobilien sind reale Werte, die man anfassen kann und die nicht beliebig vermehrbar sind. Während diese Sachwerte vor allem als Krisenschutz und zur Absicherung des Vermögens dienen, gilt der weitere Sachwert Aktie als Renditebaustein im Portfolio.

Immobilien

Als besonders wertstabil gelten Eigenheime und Mietimmobilien, denn sie gleichen Inflationsverluste regelmäßig durch Wertzuwächse oder höhere Mieten aus. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben sich Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen zwischen 2010 und 2022 bundesweit um rund 64 Prozent verteuert. Die Inflationsrate stieg im selben Zeitraum aber nur um 25 Prozent.

Gold

Mit Goldmünzen und Minibarren lässt sich bereits für wenig Geld ein kleiner Goldschatz aufbauen, der in Krisenzeiten oft an Wert gewinnt. Sogar ein Sparplan ist beispielsweise über den Anbieter willbe möglich. Dass der Goldpreis jedoch auch hohen Schwankungen unterliegen kann, zeigte die Marktentwicklung seit Oktober 2025 bis Ende Januar 2026.

Aktien und ETFs

Aktien gelten ebenfalls als realer Sachwert. Für Laien ist es jedoch schwierig, aus weltweit tausenden Aktien ein Depot zusammenzustellen. Laut Verbraucherzentrale Bundesverband empfiehlt es sich daher auf Fonds zu setzen, da sie schon mit kleineren Beträgen eine breite Streuung ermöglichen. Zudem gelten sie nach Angaben der Stiftung Warentest wegen ihrer hohen Renditechancen als eines der besten Mittel gegen Inflation. Zwar besteht ein relativ hohes Anlagerisiko, doch bei einer Anlagedauer von mindestens zehn Jahren ist dies überschaubar. Als kostengünstige Alternative zu Aktienfonds gelten Aktien-ETFs, die die Wertentwicklung eines bestimmten Index nachbilden.

Was Sie bei der Auswahl eines Depots beachten sollten, lesen Sie in einem weiteren Ratgeber auf biallo.de. Der Depot-Vergleich hilft Ihnen, das passende Depot zu finden.

Wichtig: Depot vergleichen und Kosten beachten

Gerade bei Investments in Wertpapiere entscheidet die Kostenstruktur über die Rendite.

Ob Aktien, Fonds oder ETFs: Für diese Investments wird ein Depot benötigt. Hier lohnt es sich, die Konditionen von Anbietern wie etwa Scalable Capital, Smartbroker+, ING oder auch Traders Place zu prüfen.

Robo-Advisor: Geldanlage automatisch steuern

Digitale Vermögensverwalter nehmen Anlegern viele Entscheidungen ab – gegen Gebühr.

Wer die Geldanlage Profis zu überschaubaren Kosten überlassen will, kann sogenannte Robo-Advisor nutzen. Diese setzen Anlagestrategie und Titelauswahl je nach Anlegerpräferenzen entweder mithilfe von Algorithmen, mithilfe einer Kombination aus Expertenwissen und Algorithmen oder ausschließlich durch Börsenexperten um. Anbieter sind unter anderem die ING, Whitebox, Bevestor und Zeedin.

So schützen Sie Ihr Vermögen jetzt richtig

Diese Punkte sollten Sie jetzt unbedingt beachten, um Ihr Geld vor Inflation zu schützen:

  • Streuen Sie Ihr Geld über mehrere Anlageklassen
  • Nutzen Sie Tagesgeld nur für kurzfristige Rücklagen
  • Prüfen Sie regelmäßig Zinsen und Konditionen
  • Setzen Sie langfristig auf Sachwerte wie ETFs oder Immobilien
  • Vermeiden Sie hohe Gebühren bei Depots und Investments
Ratgeber jetzt gratis sichern

Ihr nächster Schritt: Vermögen gezielt schützen

Vertiefen Sie Ihr Wissen: In unserem ausführlichen PDF-Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihr Vermögen strategisch aufbauen und langfristig vor Inflation schützen – mit konkreten Beispielen und klaren Handlungsempfehlungen.

Über die Autorin Claudia Lindenberg

Alle Artikel der Autorin Claudia Lindenberg ansehen
Sie hat Volkswirtschaftslehre in Kiel und Hamburg studiert und 1998 bis 1999 ein Volontariat bei einem Wirtschaftsmagazin absolviert. Es folgten rund 15 Jahre als fest angestellte Redakteurin. Mittlerweile ist sie als freie Finanzjournalistin für verschiedene Auftraggeber tätig. Wie funktionieren Investmentfonds? Nachhaltigkeit und Geldanlage – was ist dabei zu beachten? Was zeichnet eine gut durchdachte Baufinanzierung aus? Solche Fragestellungen sowie weitere Verbraucherthemen wie zum Beispiel „Erben und Immobilien“ bearbeitet sie seit mehr als 20 Jahren anschaulich und auch für Laien gut verständlich auf – nachzulesen unter anderem beim Magazin „Verbraucherblick“ und seit Anfang 2019 auch bei Biallo.

So verdient Ihr Geld mehr

Der Newsletter von biallo.de ist eine exzellente Entscheidung, wenn es um Ihre Finanzen geht.

Wir freuen uns darauf, Ihnen mit Ihrer Zustimmung interessante Inhalte, Empfehlungen und Werbung von uns und unseren Partnern zu schicken, die genau auf Ihre Interessen zugeschnitten sind. Um dies zu ermöglichen, analysieren wir, wie Sie unsere Website nutzen (z.B. Seitenaufrufe, Verweildauer) und wie Sie mit unseren E-Mails interagieren (z. B. Öffnungs- und Klickraten). So erstellen wir ein Nutzungsprofil, das Ihnen die relevantesten Inhalte liefert, und ordnen Sie in passende Werbezielgruppen ein. Ihre Zustimmung können Sie jederzeit widerrufen, z. B. über den Abmeldelink im Newsletter. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.