Auf einen Blick
  • Die Norisbank und die DKB bieten beide ein Girokonto an.

  • Wie unterscheiden sich beide Konten und welche Gebühren werden erhoben?

  • Wir haben untersucht, welches Girokonto für Sie am besten ist.
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Immer mehr Kundinnen und Kunden wechseln von einem Girokonto bei den traditionellen Kreditinstituten zu anderen Anbietern. Somit ist die Attraktivität von Banken wie der Norisbank oder DKB in den vergangenen Jahren gestiegen. Beide Anbieter bieten Ihnen eine digitale Kontoeröffnung mit einigen Zusatzfunktionen. Allerdings führt die Norisbank aktuell eine Kontogebühr für Bestandskunden ein. Das führt dazu, dass viele Kundinnen und Kunden derzeit nach einem Girokonto ohne monatliche Gebühren suchen. Ein solches kostenloses Girokonto bietet die Direktbank DKB an, allerdings muss seit dem 14. September ein monatlicher Mindestgeldeingang von 700 Euro vorgewiesen werden, damit das Girokonto weiterhin kostenlos bleibt.. In diesem Artikel vergleichen wir für Sie das Angebot beider Banken.

 

Kontoführungsgebühr bei Norisbank und DKB im Vergleich

Bis zum 27. Januar 2022 war das Girokonto der Norisbank für Kundinnen und Kunden noch uneingeschränkt kostenlos. Nun ist das Norisbank-Girokonto mit 3,90 Euro pro Monat bepreist; außer Sie sind unter 21 Jahren oder haben einen monatlichen Geldeingang von 500 Euro. Im Vergleich dazu ist das Girokonto bei der DKB ab einem Geldeingang von 700 Euro monatlich entgeltfrei. Eine Besonderheit ist das DKB Konto mit Aktivstatus. Sofern Sie jeden Monat mindestens einen Geldeingang in Höhe von 700 Euro haben, profitieren Sie von einigen Vorteilen, die wir Ihnen im Laufe des Artikels vorstellen.

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Verwahrentgelt

Durch die Niedrigzinspolitik sind Negativzinsen keine Seltenheit mehr. Dieses ist auch bei der Norisbank und bei der DKB spürbar. Beide Banken erheben ein Verwahrentgelt in Höhe von 0,50 Prozent pro Jahr. Jedoch bietet die Norisbank Ihren Kundinnen und Kunden einen Freibetrag von 50.000 Euro, während die DKB bereits ab 25.000 Euro zugreift. Damit ist das Konto für Sie nur dann interessant, wenn Ihre Ersparnisse deutlich unter 25.000 Euro liegen.

 

Kreditkarten und Girocard

Unabdingbar für ein solides Girokonto sind die bereitgestellten Karten, um im stationären Handel oder beim Onlinekauf zahlen zu können. Während Sie bei der Norisbank eine kostenlose Maestro-Card und auf Wunsch eine kostenfreie Mastercard-Kreditkarte erhalten, stellt Ihnen die DKB eine Visa-Debitkarte entgeltfrei zur Verfügung. Sofern Sie bei der DKB eine Visa-Kreditkarte haben möchten, zahlen Sie 2,49 Euro pro Monat. Für eine klassische Girocard fallen 0,99 Euro pro Monat an.

Einen Unterschied gibt es bei den modernen Zahlungsmitteln per Apple Pay und Google Pay, die Sie bei der DKB beide nutzen können. Die Norisbank bietet Ihnen nur die Nutzung von Apple Pay an. Garmin Pay wird von keinem der beiden Anbieter angeboten.

 

Bargeldversorgung bei Norisbank und DKB

Die Norisbank bietet Ihnen mit der inkludierten Maestro-Card eine kostenlose Bargeldverfügung an rund 7.000 Geldautomaten der Cash-Group. Zu der Cash-Group zählen die Postbank, die Deutsche Bank, die Commerzbank und die Hypovereinsbank. Außerdem können Sie an 1.300 teilnehmenden Shell-Tankstellen und an über 22.000 Supermarktkassen ab einem Mindesteinkaufswert von zehn Euro oder 20 Euro über Bargeld verfügen. Zusätzlich können Sie für die Abhebung von Bargeld auch die inkludiere Mastercard-Kreditkarte nutzen. Im Inland ist die Bargeldverfügung jedoch mit 2,5 Prozent, mindestens sechs Euro, bepreist. Sofern Sie Ihre Mastercard-Kreditkarte im Ausland nutzen, fällt kein Entgelt seitens der Norisbank an. Sollten Sie im Ausland die Maestro-Card nutzen, zahlen Sie ein Prozent, mindestens sechs Euro, und bei der Abhebung von Fremdwährungen zusätzlich ein Währungsumrechnungsentgelt.

Wenn Sie als Kunde oder Kundin der DKB mit der kostenfreien Visa-Debitkarte über Bargeld verfügen möchten, müssen Sie mindestens 50 Euro abheben. Dafür bekommen Sie an allen Geldautomaten mit dem Visa-Logo Bargeld. Hierbei wird seitens der DKB keine Gebühr erhoben. Zusätzlich können Sie beim dm-drogerie Markt bereits ab dem Einkauf eines Produktes oder bei Shell-Tankstellen ohne einen Einkauf und bei Aldi Süd ab einem Einkaufswert von fünf Euro kostenfrei Bargeld abheben. Bei Bargeldabhebungen im Ausland fällt seitens der DKB ebenfalls kein Entgelt an, sofern Sie eine Abhebung in Euro durchführen. Für alle anderen Währungen müssen Sie 2,20 Prozent vom Umsatz zahlen. Diese Gebühr für die Abhebung in Fremdwährungen entfällt jedoch, wenn Ihr Konto den Aktivstatus hat.

 

Karteneinsatz beim Shopping

Mit der kostenlosen Maestro-Card und der Mastercard-Kreditkarte der Norisbank fallen bei der Kartenzahlung innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums für Zahlungen in Euro keine Gebühren an. Außerhalb der EU zahlen Sie bei Zahlungen mit der Maestro-Card ein Prozent, mindestens jedoch einen Euro pro Transaktion, und mit der Mastercard-Kreditkarte 1,75 Prozent. Zusätzlich fällt ein Entgelt für die Währungsumrechnung an.

Mit der Visa-Debitkarte der DKB ist das Shoppen in Euro weltweit kostenlos. Lediglich bei Zahlungen in anderen Währungen fällt ein Entgelt in Höhe von 2,2 Prozent vom Umsatz an. Bei dem Konto mit Aktivstatus entfällt dieses Entgelt.

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Einzahlung von Bargeld

Bei der Bargeldeinzahlung punktet die Norisbank. Hier können Sie kostenfrei die Einzahlautomaten der Deutschen Bank nutzen.

Im Gegensatz dazu bietet die kostenfreie Visa-Debitkarte der DKB keine Bargeldeinzahlung. Alternativ können Sie sich die Girokarte für 0,99 Euro im Monat bestellen, mit der Sie an allen DKB-Geldautomaten kostenpflichtig (1,5 Prozent vom Betrag) eine Einzahlung vornehmen können. Zusätzlich bietet Ihnen die DKB unabhängig von einer Karte die Einzahlungsmöglichkeit Cash im Shop an, mit der Sie in über 12.000 Partnershops des Einzelhandels einzahlen können. Dabei fallen ebenfalls 1,5 Prozent vom Einzahlungsbetrag an

 

Dispokredit

Beide Anbieter ermöglichen Ihnen durch das Dispo-Angebot einen finanziellen Spielraum. Für die eingeräumte Kontoüberziehung fallen bei der Norisbank 10,85 Prozent pro Jahr und bei der DKB 7,18 Prozent pro Jahr auf den in Anspruch genommenen Betrag an. Sofern Ihr Konto den Aktivstatus aufweist, reduziert sich der Dispozinssatz bei der DKB auf 6,58 Prozent. Die Höhe des Dispos richtet sich bei beiden Banken nach Ihrer Bonität und dem monatlichen Gehaltseingang. Sofern Sie eine gute Bonität haben, räumen Ihnen beide Banken einen Sofort-Dispo ein.

Eine günstigere Alternative zum Dispokredit im Rahmen des Girokontos ist der Rahmenkredit der Volkswagen Bank, den Sie zusätzlich zu Ihrem Girokonto nutzen können. Aktuell profitieren Sie von günstigen Zinsen in Höhe von 2,99 Prozent pro Jahr in den ersten zwölf Monaten. Danach zahlen Sie günstige 6,65 Prozent effektiv pro Jahr.

 

Zusatzfunktionen

Die Norisbank und die DKB bieten nahezu alle Bankdienstleistungen an, die Sie auch bei einem traditionellen Kreditinstitut in Anspruch nehmen können. Neben dem klassischen Konto- und Kartenangebot ist ebenfalls die Geldanlage, das Versicherungsgeschäft und das Kreditgeschäft vertreten. Hier schneidet die Norisbank durch ein etwas größeres Versicherungsangebot besser ab.

Die DKB kann dagegen mit einem nachhaltigen Konzept trumpfen. Sie denkt an zukünftige Generationen und investiert das Geld etwa in erneuerbare Energien, bezahlbaren Wohnraum und Kitas. Zudem können Sie als Kunde mit einem DKB Girokonto von exklusiven Deals profitieren und dabei noch einmal sparen.

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Onlinebanking

Das Herzstück beider Banken ist das Onlinebanking. Nicht nur die Kontoeröffnung funktioniert online, sondern auch die vollständige Verwaltung und Nutzung des Girokontos ist digital möglich. Hier steht Ihnen neben der Webversion auch jeweils eine Banking-App für Android und iOS zur Verfügung.

 

Vor- und Nachteile der DKB und Norisbank im Überblick

Norisbank

  • Maestro-Card und Mastercard-Kreditkarte inklusive
  • Apple Pay möglich
  • Kostenlose Bargeldverfügungen weltweit
  • kostenlose Einzahlungen in der Filiale möglich
  • Konto nur bedingt kostenfrei, sonst 3,90 Euro pro Monat
  • Verwahrentgelt ab 50.000 Euro
  • kein Google Pay möglich
  • umfassendes Preis- und Leistungsverzeichnis


DKB

  • kostenfreies Girokonto (ab 700 Euro Mindestgeldeingang pro Monat)
  • Vorteile beim Konto mit Aktivstatus bei mehr als 700 Euro Geldeingang pro Monat
  • Apple Pay und Google Pay möglich
  • kostenlose Bargeldversorgung im Inland
  • Günstiger Dipso-Zinssatz
  • nachhaltiges Girokonto
  • Verwahrentgelt ab 25.000 Euro
  • Girocard und Kreditkarte nur mit Aufpreis erhältlich
  • Mindestabhebungsbetrag von 50 Euro
  • keine kostenlose Bargeldeinzahlung

 

Fazit: DKB Girokonto ist bei niedrigem Geldeingang deutlich günstiger

Zusammenfassend zahlen Sie bei der Norisbank, sofern Sie nicht die genannten Anforderungen erfüllen, für das Konto monatliche Gebühren. Dafür erhalten Sie aber neben der Maestro-Card auf Wunsch noch eine kostenfreie Mastercard-Kreditkarte. Dadurch fällt das kostenlose Kartenangebot der Norisbank besser aus. Zudem sind kostenlose Bargeldeinzahlungen und Bargeldauszahlungen ohne Mindestbeträge möglich. Wichtig ist, dass Sie bei der Norisbank das Preis- und Leistungsverzeichnis im Blick haben, da dieses viele weitere kostenpflichtige Leistungen enthält.

Wenn Sie jedoch ein kostenloses Girokonto (ab 700 Euro Geldeingang pro Monat) möchten, keinen Wert auf Bargeldabhebungen unter 50 Euro legen und Ihre Zahlungen größtenteils Online oder im Einzelhandel mit der Karte tätigen, ist die DKB genau das Richtige für Sie. Besonders dann, wenn Sie einen monatlichen Geldeingang von 700 Euro auf Ihrem DKB-Konto haben, überzeugt das Angebot durch die Vergünstigungen im Rahmen des Aktivstatus.

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Über den Autor Mike Belschner

Mike, Jahrgang 1971, ist Online-Redakteur und bringt seine Expertise bei biallo.de im Bereich Verbraucherthemen sowie in Ratgeber und Anleitungen ein. Er ist erst dann zufrieden, wenn der Leser die Lösung für sein Problem gefunden hat. Als Verkäufer, freier Autor, Unternehmer und erfolgreicher Gründer bringt er viel Erfahrung und “Internet-Geist” mit. 2016 gründete Mike das Verbraucherschutzportal onlinewarnungen.de, später verbraucherschutz.com, welches bereits 3 Jahre später zu den führenden Webseiten im Bereich Verbraucherschutz gehörte. Nach dem Verkauf des Projektes verstärkt Mike das Biallo-Team seit 2020. 

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