Auf einen Blick
  • Ein Bausparvertrag kann sich lohnen, wenn man in ein paar Jahren den Kauf oder Bau einer eigenen Immobilie plant.

  • Aber macht es Sinn, einen Bausparvertrag einfach nur zum Sparen zu nutzen?

  • In welchen Fällen sich Bausparen als Geldanlage lohnen kann – trotz der vergleichsweise geringen Guthabenverzinsung.
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Bei den beliebtesten Geldanlageformen liegt der Bausparvertrag hierzulande auf Platz vier – vor Investmentfonds oder Aktien, und gleichauf mit Immobilien. Das Girokonto hält die Spitzenposition, gefolgt von Sparbuch und Renten-/Lebensversicherung. Das zeigt eine repräsentative Umfrage zum Spar- und Anlageverhalten der Deutschen, durchgeführt vom Marktforschungsunternehmen Kantar im Auftrag des Verbands der Privaten Bausparkassen im April 2022.

Top-Geldanlagen 2022 / Bausparen als Geldanlage

Quelle: Bausparen als Geldanlage, Kantar, Homepage Verband der Privaten Bausparkassen e.V.

Ein Bausparvertrag macht Sinn, wenn man in einigen Jahren den Kauf oder Bau einer eigenen Immobilie plant. Denn damit lassen sich niedrige Darlehenszinsen für die Zukunft sichern, Geld für den Traum vom Eigenheim ansparen und dabei oftmals noch staatliche Fördermittel einstreichen. Man kann einen Bausparvertrag aber auch nur zum Sparen nutzen. Ob das allerdings sinnvoll ist, sollte vorher gut überlegt sein. Denn schließlich ist die Guthabenverzinsung in der Sparphase eher dürftig und meist geringer als marktüblich.

  • Biallo-Tipp: Mit anderen Anlageformen lassen sich zum Teil weit bessere Renditen erzielen, wie zum Beispiel mit ETF-Sparplänen. Aber auch Tagesgeld oder Festgeld sollte man nicht außer Acht lassen – denn beides ist genauso sicher wie Bausparen.

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Für wen lohnt sich ein Bausparvertrag als Geldanlage?

Trotz der geringen Guthabenzinsen kann ein Bausparvertrag dennoch eine sinnvolle Geldanlage sein – und zwar dann, wenn man die staatliche Förderung beim Bausparen nutzt. Voraussetzung ist, dass eine möglichst niedrige Bausparsumme gewählt wird. Denn dann fällt die Förderung mehr ins Gewicht.

Sowohl die Arbeitnehmersparzulage als auch die Wohnungsbauprämie sind an Einkommensgrenzen gebunden. Deshalb lohnt sich die Geldanlage mit einem Bausparvertrag vor allem für Geringverdiener wie Auszubildende, Studierende und Berufsanfänger. Auch als Geldanlage für Kinder zwischen 16 und 25 Jahren kann ein Bausparvertrag aufgrund der staatlichen Förderung gut genutzt werden. Möglicherweise ist ein Bausparvertrag auch eine Alternative zum Geldgeschenk zur Konfirmation oder Firmung.

  • Biallo-Tipp: Einige Bausparkassen bieten spezielle Jugendtarife mit beispielsweise höherer Guthabenverzinsung oder schreiben bei einem Bausparvertrag für Kinder und junge Leute die Abschlussgebühr gut und überweisen diese auf das Konto als Startkapital zurück. Einen solchen Jugendbonus findet man zum Beispiel bei BHWSignal Iduna oder Schwäbisch Hall.

Am meisten Förderung gibt es für das Riester-Bausparen (Wohn Riester). Die Riester-Zulagen erhalten alle, die in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen. Auch Beamte und Berufssoldaten dürfen “riestern”. Förderberechtigte Bausparer erhalten die Zulagen sowohl in der Ansparphase als auch in der Darlehensphase.

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Rechenbeispiel Bausparen Geldanlage: Zinsen und Rendite

Angenommen, ein 16-Jähriger schließt zum Beginn seiner Ausbildung einen Bausparvertrag mit einer Bausparsumme von 25.000 Euro ab, den er monatlich mit 122,50 Euro eigenem Geld bespart. 40 Euro monatlich kommen vom Arbeitgeber als Vermögenswirksame Leistung (VL) hinzu. Weil er in der Ausbildung noch wenig verdient, liegt er unter den Einkommensgrenzen für Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbauprämie, ist damit also förderberechtigt:

Guthaben Betrag
Eigener Sparbeitrag 10.168 €
VL (40 Euro monatlich) 3.320 €
Guthabenzins 111 €
Bonus für junge Leute 200 €
Arbeitnehmersparzulage 298 €
Wohnungsbauprämie 490 €
Bausparguthaben am Ende der siebenjährigen Sparphase 14.076 €

Quelle: schwaebisch-hall.de, Schwäbisch Hall Tarif FuchsStart für Junge Leute, Stand: September 2022

Nach rund sieben Jahren steht ihm ein Bausparguthaben von 14.076,00 Euro zur Verfügung und er hat Anspruch auf ein Bauspardarlehen über 10.924 Euro. Ohne die Förderung läge sein Guthaben lediglich bei 10.279 Euro.

Biallo-Tipp: Auf die Steuer achten

Bausparerinnen und Bausparer sollten auch an den  Freistellungsauftrag für Zinseinkünfte denken. Denn auf diese  Kapitalerträge fällt Abgeltungssteur an. Mit einem Freistellungsauftrag können sie sich von der Abgeltungssteuer befreien lassen.

Zum Vermögensaufbau, zum Einstieg, zum Bauen, zum Sanieren: Für jede Finanzierungsart haben die Bausparkassen spezielle Tarife im Portfolio. Nutzen Sie unseren Bausparvertrag Vergleich und erfahren Sie, wie Sie die Angebote von Bausparverträgen richtig miteinander vergleichen und so den besten Tarif für sich finden.

 

Bausparvertrag zum Sparen: Vorteile und Nachteile

Die Ansparphase des Bausparvertrags entspricht einem Sparplan, Bausparerinnen und Bausparer zahlen einen Teil der vereinbarten Bausparsumme in monatlichen Raten auf das Bausparkonto ein. Die auf diese Weise angesparte Summe wird mit einem vertraglich festgelegten Zinssatz verzinst. Vermögenswirksame Leistungen, staatliche Zuschüsse und Sonderzahlungen oder auch Jugendbonus können das Guthaben zusätzlich erhöhen, wie unser Rechenbeispiel zeigt.

Für junge Bausparer und Geringverdiener bietet ein Bausparvertrag zum Sparen einige Vorteile. Aber es gibt für sie dabei auch Nachteile, die nicht außer Acht gelassen werden sollten.

Vorteile

Die Vorteile eines Bausparvertrags als Geldanlage liegen auf der Hand. Die Anlage ist:

  • sicher
  • kann für junge Bausparer unter 25 Jahren flexibel eingesetzt werden
  • bietet eine Option auf ein zinsgünstiges Bauspardarlehen.

Nachteile

Die Nachteile sind hingegen:

  • Erst nach einer Sparphase von sieben Jahren darf der Bausparer unter 25, der die Wohnungsbauprämie einbringt, über das Geld frei verfügen.
  • Mit der Wohnungsbauprämie geförderte Bausparverträge dürfen ansonsten nur zu wohnungswirtschaftlichen Zwecken eingesetzt werden.
  • Relativ niedrige Renditen. Es gibt Geldanlagen für Kinder und Jugendliche, die deutlich bessere Renditen versprechen, zum Beispiel ETF-Sparpläne, ein Aktiendepot oder auch die Investition in Gold.

Biallo-Tipp: Gut verzinste Altverträge nicht auflösen!

Bei  gutverzinsten alten Bausparverträgen kann es sich lohnen, diese nach der Zuteilung einfach weiter zu besparen. Denn so verzinst sich das Guthaben auch weiterhin zu teils sehr attraktiven Zinssätzen. Daher sollten Sie derartige Altverträge nach Möglichkeit nicht auflösen. Die Bausparkasse kann derartige Verträge jedoch zehn Jahre nach Zuteilung kündigen.
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Über die Autorin Stefanie Hutschenreuter

Sie ist studierte Diplom-Journalistin. Während des Studiums und danach arbeitete sie als freie Mitarbeiterin und Redakteurin für mehrere Ratgeberredaktionen in Berlin und München. Es folgten rund 14 Jahre als Chefredakteurin von Bau- und Wohnmagazinen wie „Der Bauherr“ und „casamia“. Seit 2014 ist sie selbstständig als freie Journalistin tätig. Sie schreibt für unterschiedliche Print- und Onlinepublikationen.

Ihre Themenschwerpunkte: Bauen, Architektur, Energie, Wohnen, Bildung, Nachhaltigkeit und insbesondere alles rund um die Immobilienfinanzierung. 

Co-Autoren:
  Stefanie Engelmann
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