Flexibles Festgeld

  • Teils festangelegt, teils flexibel
  • Bis 20 Prozent sofort kündbar
  • Mehr als reines Tagesgeld
  • Ab 500 Euro Anlagebetrag
Horst Biallo
Horst Biallo
Wenn Sie sich nicht entscheiden können - feste Zinsen plus Flexibilität.

Was ist flexibles Festgeld?

Flexibles Festgeld ist eine Kombination aus Tagesgeld und Festgeld. Bei diesem Sparmix legen Sie Geld für eine bestimmte Laufzeit zu festen Zinsen an. Anders als beim klassischen Festgeld bleibt jedoch ein Teil des Geldes vorzeitig abrufbar. Das heißt: Sie genießen einerseits eine feste Zinsgarantie, andererseits können Sie flexibel über einen gewissen Betrag verfügen.

Weiterer Vorteil: Die Verzinsung des Kombiprodukts ist häufig besser, als wenn Sie ihr Erspartes getrennt in Tagesgeld und Festgeld anlegen.

Welche Laufzeiten sind wählbar?

Bevor die Bank ein flexibles Festgeldkonto eröffnet, auf das Ihr Erspartes fließt, müssen Sie sich für eine bestimmte Laufzeit entscheiden. Zur Wahl stehen Laufzeiten von einem bis zu zehn Jahren. Laufzeiten von wenigen Monaten, wie sie für klassisches Festgeld ebenfalls üblich sind, gibt es bei flexiblem Festgeld nicht. Lange Laufzeiten von acht oder zehn Jahren sind allerdings die Ausnahme. Die meisten Banken offerieren flexibles Festgeld für ein bis drei Jahre.

Wie hoch ist der flexible Kapitalanteil?

Je nach Geldhaus können Sie über einen unterschiedlich hohen Teil Ihres Anlagebetrags vor Laufzeitende verfügen. Bei fast allen Banken sind zwischen 20 und 50 Prozent der Geldanlage vorzeitig abrufbar.

  • Flexibler Anteil entscheidend: Der flexible Kapitalanteil beeinflusst ganz entscheidend die Höhe der abrufbaren Gesamtsumme. Gestattet die Bank beispielsweise nur 20 Prozent frei abzurufen, dann benötigen Sie einen Anlagebetrag von 25.000 Euro, um über 5.000 Euro frei verfügen zu können. Bei einer Bank, die 50 Prozent des Ersparten flexibel hält, genügt hingegen bereits ein Anlagebetrag von 10.000 Euro, um jederzeit über 5.000 Euro frei verfügen zu können.

Woran orientieren sich die Zinsen?

Analog zum klassischen Festgeld gilt auch beim flexiblen Festgeld die Faustregel: Je länger die Laufzeit, desto höher die Zinsen. Die Verzinsung selbst ist ein Kompromiss zwischen variabel verzinstem Tagesgeld und fix verzinstem Festgeld. In der Regel bewegen sich die Gutschriften zwischen beiden Geldanlagen. Das heißt: Teilflexible Festgelder verzinsen sich zwar höher als Tagesgeld aber niedriger als reines Festgeld. Sie sollten Ihre Anlagepräferenzen daher genau abwägen. Bedenken Sie dabei: Reines Tagesgeld hat zwar den Vorteil, dass es jederzeit abrufbar ist, doch die Zinsen sind oft niedriger als bei Festgeld, außerdem können die Zinsen jederzeit fallen.

Wie erfolgt die Zinszahlung?

Zinszahlungen erfolgen in der Regel jährlich. Die Gutschrift erfolgt auf das angegebene Tagesgeldkonto. Es gibt aber auch Ausnahmen. Manche Banken sammeln die Guthabenzinsen bis zum Laufzeitende, um sie dann auf einen Schlag auszuschütten. In diesem Fall profitieren Anleger aber nicht vom Zinseszinseffekt, da die jährlich ausgeschütteten Zinsen nicht mitverzinst werden.

Gibt es eine Mindestanlage?

Ja, fast alle Banken schreiben eine gewisse Mindestanlage vor. Die meisten Geldhäuser fordern Minimum 500 Euro.

Was kostet flexibles Festgeld?

Der Sparmix ist gebührenfrei. Es fallen weder Einrichtungs- noch Kontoführungsgebühren an. Positiv: Wird Geld vorzeitig entnommen, verzinst sich das verbleibende Kapital zum festgelegten Zins weiter, es entsteht weder eine Stornogebühr noch Strafzinsen.

Wie hoch ist die Einlagensicherung?

Es gilt die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Sparer und Bank. Paare mit Gemeinschaftskonto genießen den doppelten Betrag. Gehört die Bank dem freiwilligen Einlagensicherungsfonds deutscher Banken an, geht die Kapitalabsicherung zumeist in die Millionen.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de