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Tschechische RepublikAuch im neuen Jahr bleiben die Anlegerinnen und Anleger in Kauflaune: Der Deutsche Aktienindex (Dax) hat am Mittwoch (7. Januar 2026) erstmals die Marke von 25.000 Punkten übersprungen. Ein Grund dafür ist laut Experten die Hoffnung auf sinkende Ölpreise als Folge des US-Angriffs auf Venezuela: Günstiges Öl kurbelt die Wirtschaft an und dämpft die Inflation. Beides ist gut für die Börsen.
Mit dem neuen Rekordhoch setzt der deutsche Leitindex seinen langanhaltenden Anstieg fort: 2025 hat der Dax schon das dritte Jahr in Folge ein Plus von rund 20 Prozent eingefahren. Er hängte sogar die großen US-Börsenindizes ab – und den Weltindex MSCI World. Auch bei den Einzelwerten kann sich die Bilanz sehen lassen: Die besten Dax-Aktien legten mehr als dreistellig zu. Wir sagen Ihnen, welche Dax-Werte am besten abschneiden, wie es 2026 mit dem Leitindex weitergehen dürfte – und was das für Anlegerinnen und Anleger heißt.
Gut 23 Prozent hat der Dax 2025 dazu gewonnen. Er legte damit erneut ein starkes Jahr hin. Hinter sich gelassen hat er dabei die großen US-Indizes wie den Dow Jones oder den marktbreiten S&P 500. Auch der Weltindex MSCI World kommt nicht an die Dax-Performance heran (siehe Grafik).

Immerhin: Der MSCI World erzielte 2025 ein Plus von fast 20 Prozent – allerdings in Dollar gerechnet. Betrachtet man seine Performance in Euro, kam der Weltindex lediglich auf ein Plus von rund sechs Prozent. Grund dafür ist die anhaltende Dollarschwäche: Sie lässt die Kurse von in Dollar notierten Aktien in Euro gerechnet fallen. Das gilt insbesondere für US-Aktien. Dennoch kann sich das Abschneiden der US-Indizes sehen lassen – vor allem angesichts eines schwierigen Jahres mit Zoll-Konflikt, Ukraine-Krieg und der Angst vor dem Platzen der KI-Blase.
Spitzenreiter im Dax war 2025 erneut die Aktie des Rüstungskonzerns Rheinmetall. Das war auch schon 2024 so. Diesmal legte das Papier um mehr als 150 Prozent zu (siehe Grafik). Der Konzern profitiert nach wie vor von hohen Verteidigungsausgaben. Dahinter folgt Siemens Energy mit einem Kurszuwachs von fast 140 Prozent. Das Unternehmen hat seine starke Position im Bereich Energienetze und Energiewende weiter ausgebaut.

Insgesamt finden sich unter den Top-10 im Dax gleich sieben Unternehmen, deren Aktien 2025 um mehr als die Hälfte zulegten. Zum Vergleich: Im US-Leitindex Dow Jones schaffen das nur zwei Werte: der Maschinenbauer Caterpillar (plus 59 Prozent) und die Investmentbank Goldman Sachs (plus 54 Prozent). Bei den großen US-Technologiewerten – den „Magnificent Seven“ – kommt nur die Google-Mutter Alphabet (plus 64 Prozent) an die besten Dax-Werte heran. Der Chip-Überflieger Nvidia schaffte 2025 plus 36 Prozent.
Wie geht es nun an den Börsen weiter: Hält der Höhenflug des Dax auch 2025 an? Experten sind da unterschiedlicher Meinung. Das zeigen die Prognosen einiger Banken und Fondsgesellschaften für Ende 2026 (siehe Tabelle).
| Bank bzw. Fondsgesellschaft | Dax-Prognose für Ende 2026 |
| DZ Bank | 27.500 |
| DekaBank | 27.000 |
| Unicredit | 27.000 |
| Deutsche Bank/DWS | 26.100 |
| Bayern LB | 25.500 |
| Helaba | 25.000 |
| LBBW | 25.000 |
Am optimistischsten ist die DZ Bank: Das Zentralinstitut der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken rechnet damit, dass der Dax bis Ende 2026 auf 27.500 Punkte steigt. Gemessen am Jahresschluss-Kurs 2025 von 24.490 Punkten wäre das ein Plus von 12,3 Prozent. Die DZ-Experten halten die Weltwirtschaft auch im neuen Jahr für robust. Ein Grund dafür seien die höheren Staatsausgaben in vielen Ländern. Auch in Deutschland plant die Regierung ein großes Infrastrukturprogramm – mit Hilfe eines Milliarden-Schuldenpakets.
Andere Finanzmarktexperten sind skeptischer. Sie halten das Potenzial des deutschen Leitindex für weitgehend ausgereizt. Die untere Grenze der Prognosen liegt daher mit 25.000 Punkten nur auf dem aktuellen Niveau. Ein Grund für die Vorsicht sind die starken Kurs-Gewinne des Dax in den vergangenen Jahren. Einige Analysten halten den Index für überbewertet. Die Unternehmen müssten daher beim Gewinn erst einmal aufholen.
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Trotz vieler Widrigkeiten haben die Börsen 2025 weltweit gut performt. 2026 dürften die Unsicherheiten nicht kleiner werden. Wer am Aktienmarkt aktiv ist, sollte daher auch im neuen Jahr mit Rückschlägen rechnen. Dennoch spricht derzeit nichts dagegen, an der Börse investiert zu sein – am besten mit einem ETF auf einen Weltindex wie den MSCI World, den MSCI All Country World oder den FTSE All World.
Wer dabei der Entwicklung in den USA skeptisch gegenübersteht, kann seinem Portfolio einen guten Anteil an deutschen oder europäischen Aktien beimischen – etwa mit einem Dax-ETF oder einem Europa-ETF auf den Stoxx Europe 600.
Hinzu kommt: Derzeit deutet vieles daraufhin, dass die Zinsen im kommenden Jahr kaum weiter fallen dürften. Für sicherheitsorientierte Anlegerinnen und Anleger liegt daher eine Kombination aus Zinsanlagen wie Festgeld oder Tagesgeld und einem oder mehreren Aktien-ETFs nahe. Wie groß dabei der Aktienanteil ausfällt, hängt von der Risikoneigung ab. Beispiele finden Sie in unserem Ratgeber zu den Biallo ETF-Portfolios.

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