• Sie möchten fürs Alter vorsorgen?
  • Nachhaltig investieren?
  • Steuern sparen?
  • Für Ihre Finanzen und Geldanlage einfach nichts mehr verpassen?
Wir versorgen Sie mit den interessantesten Beiträgen und Produkttests aus der Finanzwelt.
Versand zweimal pro Woche
Auf einen Blick
  • Wollen Eltern Startkapital für den Nachwuchs aufbauen, bieten sich günstige Junior-Depots von Direktbanken an, um Kosten- und Steuervorteile zu nutzen.

  • Kinderdepots unterliegen zahlreichen Regeln. So dürfen Eltern das aufgebaute Kapital nur für die Bedürfnisse des Kindes verwenden, nicht aber für eigene Zwecke.

  • Bei der Wahl des Junior-Depots gilt es, nicht nur die Depotkosten und das Wertpapierangebot gut zu vergleichen, sondern auch nach Neueröffnungsprämien Ausschau zu halten.
12

Die Einrichtung der ersten eigenen Wohnung oder ein längerer Auslandsaufenthalt während des Studiums – es gibt viele Gelegenheiten, in denen junge Menschen größeren Finanzbedarf haben. Wohl dem, der dann auf ein finanzielles Polster zurückgreifen kann. Damit bei Bedarf Ersparnisse vorhanden sind, legen viele Familien regelmäßig Geld zurück.

Dabei ist es wichtig, auf geeignete Sparformen zu setzen. Zumal in Zeiten der Zinsflaute, Produkte wie das traditionelle Sparbuch völlig unattraktiv sind. Die früher beliebten Bausparverträge bringen aufgrund der niedrigen Hypothekenzinsen ebenfalls kaum noch Vorteile.

Deutlich aussichtsreicher ist das Sparen mit Wertpapieren, besonders mit einem ETF-Sparplan. Die börsengehandelten Indexfonds sind äußerst kostengünstig, bieten attraktive Renditechancen und breite Kapitalstreuung. Da bis zur Volljährigkeit des Kindes oder bis zum Studienstart 18 Jahre oder mehr ins Land gehen, besteht ein ausreichend langer Sparhorizont, um Kursschwankungen oder Marktschwächen erfolgreich zu überstehen und in späteren Börsen-Boomphasen Gewinne zu realisieren.

Exklusivität, die sich auszahlt!

Profitieren Sie als ADAC Mitglied von den exklusiven Leistungen der ADAC Kreditkarte. Ganz nach Ihrem Bedarf und zubuchbaren Paketen mit beispielsweise Reiseversicherungen, zehn Prozent Mietwagen-Rabatt, zwei Prozent Tankrabatt weltweit etc.  Jetzt beantragen!
Anzeige

Achtung: Zu hohe Ersparnisse bergen Tücken. Erhält das Kind zum Beispiel staatliche Förderung in Form vonBafög, darf das Vermögen des Studierenden nicht höher als 8.200 Euro sein, andernfalls erlischt die Förderung.

Biallo-Tipp

Eine interessante Alternative zu Wertpapier-Dividenden sind die Ausschüttungen von Genossenschaftsbanken.  Es winken Dividenden von bis zu zehn Prozent – ganz ohne Kursrisiko.

Geringe Kosten und Steuern begünstigen Rendite

Eine Voraussetzung für erfolgreichen Kapitalaufbau sind geringe Kosten, denn die Gebühren beeinflussen unmittelbar den Anlageerfolg. Wenn man, wie bei zahlreichen Filialbanken, ein halbes oder ganzes Prozent Depotgebühren an seine Bank zahlen muss, verliert man schnell etliche hundert Euro pro Jahr.

Bis zum Sparplanende können dadurch mehrere Tausend Euro an Ertrag verloren gehen. Deutlich preiswerter kommen Eltern bei Direktbanken und Onlinebrokern weg. Vor allem wenn regelmäßig gespart wird – zum Beispiel mit Fonds- oder ETF-Sparplänen – verzichten die Internetanbieter in der Regel gänzlich auf Depotgebühren. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber "Kostenloser ETF-Sparplan".

Neben geringen Gebühren sollten auch Steuervorteile genutzt werden. Da der Sparerpauschbetrag von 801 Euro für Ledige und 1.602 Euro für Verheiratete häufig schon durch Sparanlagen und Investments der Eltern aufgebraucht ist, empfiehlt es sich, ein separates Depot auf den Namen des Kindes einzurichten.

In diesem Fall können Steuerfreibeträge, zum Beispiel der Sparerpauschbetrag oder der Grundfreibetrag (9.744 Euro im Jahr 2021), eigens für das Kind genutzt werden. Durch Übertragung größerer Teile des Kapitalvermögens auf die Kinder können Eltern zudem die Gesamtsteuerlast der Familie senken. Steuerfrei geht dies bis zu einem Höchstbetrag von 400.000 Euro je Kind.

  • Biallo-Tipp: Lassen Sie sich vom Finanzamt eine Nichtveranlagungsbescheinigung ausstellen.


Kinderdepots unterliegen strengen Regeln

Ein Kinderdepot eröffnet Eltern oder Großeltern die Möglichkeit, stellvertretend für den Nachwuchs Wertpapiere wie Aktien, Fonds oder ETFs zu kaufen. Da das Depot auf den Namen des Kindes läuft, gehören die Papiere und Fondsanteile rechtlich gesehen dem Kind.

Die Eltern handeln und verwalten das Depot quasi treuhänderisch. Sie dürfen die Erträge und Ersparnisse nur zum Wohle beziehungsweise für die Bedürfnisse des Kindes einsetzen – eine Rückübertragung in das elterliche Vermögen ist nur in Ausnahmefällen möglich.

Mit Vollendung des 18. Lebensjahres ist der bis dato minderjährige Depotinhaber selbst verfügungsberechtigt. Dann besteht die Möglichkeit, das Zugriffsrecht der Eltern auszuschließen, ohne deren Zustimmung einzuholen.

Damit der langfristige Vermögensaufbau für den Nachwuchs nicht durch komplexe und risikoreiche Anlagen gefährdet wird, schließen etliche Banken – beispielsweise die ING oder Consorsbank – Investments in risikoreiche Produkte aus. Häufig sind davon Discount-, Bonus- und Expresszertifikate oder Knock-Out-Produkte, Optionsscheine und Hedgefonds betroffen.

Diese Unterlagen benötigen Sie zur Eröffnung eines Kinderdepots

Die Eröffnung per Internet ist bei Kinderdepots nur in begrenztem Umfang möglich. Anträge lassen sich zwar online ausfüllen, doch viele Papiere, auf die nur Eltern Zugriff haben, müssen postalisch eingereicht werden. Für die Antragstellung halten Direktbanken und Onlinebroker entsprechende PDFs zum Ausdrucken auf ihren Webseiten bereit.

Um Wertpapieraufträge abwickeln zu können, muss man zusätzlich zum Depot ein Verrechnungskonto eröffnen. In manchen Fällen können Eltern auch ein bestehendes, eigenes Konto nutzen. Ferner wird die Bank die Wertpapiererfahrung der Eltern abfragen.

Welche Dokumente die Bank im Einzelnen anfordert, ist von Geldhaus zu Geldhaus unterschiedlich. In der Regel gehören dazu:

  • Kopie der Geburtsurkunde des Kindes

  • Depotvertrag, jeweils von allen gesetzlichen Vertretern unterschrieben

  • Identitätsfeststellung der Eltern/Großeltern durch Personalausweis und Postident-Verfahren

  • Sorgerechtsbeschluss oder vergleichbare Dokumente bei Alleinerziehenden

  • Sorgeerklärung von unverheirateten Eltern mit gemeinsamem Sorgerecht

Kinderdepots vergleichen und preiswertes Angebot finden

Neben den Depotgebühren, die für Kinderdepots fast immer null betragen, spielen die Breite der Produktangebote und die Transaktionskosten eine entscheidende Rolle. Eltern oder Großeltern sollten diesbezüglich die Angebote verschiedener Banken vergleichen, um ein preisgünstiges Junior-Depot zu finden. Nachfolgend einige Beispiele mit attraktiven Konditionen für Kinderdepots.

DKB: Broker U18

  • Depotführung: kostenlos.
  • Reguläre Kosten pro Sparplankauf: 1,50 Euro.
  • Mindestsparrate: 50 Euro.
  • Kosten für Einmalanlage: 100 Aktions-ETFs von Amundi und Lyxor bis 31.12.2021 mit reduziertem Orderentgelt von 3,49 Euro (Kauf über Baader Bank ab 1.000 Euro Ordervolumen je ETF); sonst 10,00 Euro bis zu einer Orderhöhe von 10.000 Euro.
  • Besonderheit: 112 ETF-Sparpläne von Amundi, Lyxor und Vanguard mit reduziertem Ausführungsentgelt von 0,49 Euro (bis 31.12.2021).

Comdirect: Junior-Depot

  • Depotführung: im ersten Halbjahr kostenlos. Danach bleibt das Depot kostenlos bei Ausführung eines Wertpapiersparplans (mind. eine Ausführung pro Quartal) oder zwei Trades pro Quartal; ansonsten 1,95 Euro pro Monat.
  • Reguläre Kosten pro Sparplankauf: 1,50 Prozent des Ordervolumens.
  • Mindestsparrate: 25 Euro.
  • Kosten für Einmalanlage: 140 Aktions-ETFs mit reduziertem Orderentgelt von 3,90 Euro bis 31.12.2021 (ab 1.000 Euro Ordervolumen je ETF); sonst 4,90 Euro Grundgebühr plus 0,25 Prozent vom Kurswert (mind. 9,90 Euro, max. 59,90 Euro)
  • Besonderheit: 140 ETF-Sparpläne von Amundi, Franklin Templeton, iShares, Lyxor, VanEck und Xtrackers gebührenfrei erhältlich (bis 31.12.2021).

Consorsbank: Junior-Depot

  • Depotführung: kostenlos.
  • Reguläre Kosten pro Sparplankauf: 1,50 Prozent des Ordervolumens.
  • Mindestsparrate: 25 Euro.
  • Kosten für Einmalanlage: 60 nachhaltige Aktions-ETFs von Amundi, BNP Paribas, iShares, Lyxor und Vanguard ohne Ordergebühr (bis 30.12.2021); sonst 4,95 € Grundgebühr plus 0,25 Prozent vom Kurswert (mind. 9,95 Euro, max. 69 Euro)
  • Prämie: 20 Euro für ersten Sparplan.
  • Besonderheit: 270 ETF-Sparpläne von Amundi, BNP Paribas, Lyxor und Xtrackers gebührenfrei erhältlich (bis 31.12.2022).

Flatex: Depot für Minderjährige

  • Depotführung: kostenlos.
  • Reguläre Kosten pro Sparplankauf: 1,50 Euro.
  • Mindestsparrate: i.d.R. 50 Euro.
  • Kosten für Einmalanlage: 160 Aktions-ETFs von Amundi, iShares, VanEck, Vanguard, WisdomTree und Xtrackers ohne Ordergebühr (Aktionsdauer abhängig vom Partner); sonst 5,90 Euro.
  • Besonderheit: 250 ETF-Sparpläne von Amundi, VanEck, Vanguard und Xtrackers ohne Ordergebühr (Aktionsdauer abhängig vom Partner).

ING: Direkt-Depot Junior

  • Depotführung: kostenlos.
  • Reguläre Kosten pro Sparplankauf: 1,75 Prozent des Ordervolumens.
  • Mindestsparrate: 1 Euro.
  • Kosten für Einmalanlage: 180 Aktions-ETFs ohne Kaufgebühr bis 31.12.2021 (ab Ordervolumen 1.000 Euro je ETF); sonst 4,90 Euro Grundgebühr plus 0,25 Prozent vom Kurswert, maximal 69,90 Euro.
  • Prämie: 50 Euro Wunschgutschein bei Depoteröffnung bis 28.02.2021.
  • Besonderheit: Derzeit 150 ETF-Sparpläne von Amundi, Franklin Templeton, Invesco und Lyxor ohne Ausführungsgebühr; ab 1. April 2021 alle rund 800 ETF-Sparpläne zum Nulltarif.

Onvista Bank: Festpreis-Depot

  • Depotführung: kostenlos.
  • Reguläre Kosten pro Sparplankauf: 131 ETF-Sparpläne von iShares, Legal & General, Lyxor, VanEck, Vanguard und WidomTree für 1,00 Euro Odergebühr.
  • Mindestsparrate: 50 Euro, max. 500 Euro.
  • Prämie: 50 Euro Tradeguthaben bei Depoteröffnung bis 28.02.2021.
  • Kosten für Einmalanlage: 5,00 Euro je Ausführung.

S Broker: Depot für Minderjährige

  • Depotführung: kostenlos.
  • Reguläre Kosten pro Sparplankauf: 2,50 Prozent des Ordervolumens.
  • Mindestsparrate: 50 Euro.
  • Kosten für Einmalanlage: 4,99 Euro Grundgebühr plus 0,25 Prozent vom Kurswert zzgl. 0,49 Euro für Direkthandel (min. 8,99 Euro, max. 54,99 Euro)
  • Prämie: 300 Euro Orderguthaben (auf Eröffnungsunterlagen muss Referenzcode "Aktion300" vermerkt sein). 
  • Besonderheit: Fast alle ETF-Sparpläne von Deka sowie 50 ETF-Sparpläne von Xtrackers und 16 ETF-Sparpläne von UBS ohne Ordergebühr (max. 500 Euro Ordervolumen).

1822 Direkt: Wertpapierdepot

  • Depotführung: kostenlos bei einer Order oder einer Sparplanausführung pro Quartal; sonst 3,90 Euro pro Monat.
  • Reguläre Kosten pro Sparplankauf: 1,50 Prozent vom Anlagebetrag (mind. 1,90 Euro, max. 14,90 Euro).
  • Mindestsparrate: 50 Euro.
  • Kosten für Einmalanlage: 9 Aktions-ETFs von Vanguard für 4,95 Euro pro Trade (ab Ordervolumen 1.500 Euro je ETF und bis 30.06.2021); sonst 4,95 Grundgebühr plus 0,25 Prozent vom Kurswert (mind. 9,90 Euro, max. 59,90 Euro).
  • Prämie: 100 Euro Amazon-Gutschein bei Depoteröffnung bis 31.03.2021.
  • Besonderheit: 22 Aktions-ETFs von VanEck zwölf Monate ohne Orderentgelt besparen (bei Depoteröffnung bis 30.04.2021).

Finvesto: Depot U18

  • Depotführung: kostenlos.
  • Reguläre Kosten pro Sparplankauf: 0,2 Prozent des Ordervolumens.
  • Mindestsparrate: 10 Euro.
  • Kosten für Einmalanlage: 0,2 Prozent des Ordervolumens.
  • Besonderheit: Bis 31.03.2021 entfällt das Transaktionsentgelt für alle ETFs, egal ob Sparplan oder Einmalanlage.

Maxblue: Wertpapier-Sparplan

  • Depotführung: kostenlos.
  • Reguläre Kosten pro Sparplankauf: 1,25 Prozent vom Kurswert.
  • Mindestsparrate: 50 Euro.
  • Kosten für die Einmalanlage: 0,25 Prozent vom Kurswert (mind. 8,90 Euro, max. 58,90 Euro).
  • Besonderheiten: 96 ETFs von Amundi, Vanguard und Xtrackers ohne Ordergebühr besparbar (bis max. 250 Euro je Sparrate).

Quelle: biallo.de; Konditionen laut Anbieter / Stand: 10. Feb. 2021 / Angaben ohne Gewähr

Hinweis: Manche Anbieter sind nicht verlinkt, weil sie über biallo.de derzeit keine Neukunden akquirieren wollen. Wie wir uns finanzieren, haben wir in der Rubrik "Über uns" transparent offengelegt.

Lohnen sich Neukundenangebote?

Es kann sinnvoll sein, gezielt nach einem Junior-Depot mit Neueröffnungsprämie zu suchen. Immer wieder werben Banken mit Gutschriften oder Trading-Rabatten um junge Kunden. Schließlich sind sie die Anleger, Kreditnehmer und Kontoinhaber von morgen.

Aktuell zahlt etwa die Consorsbank 20 Euro Geldprämie, wenn Eltern innerhalb der ersten zwölf Monate nach Depoteröffnung einen Wertpapiersparplan von mindestens 25 Euro monatlich einrichten. Die 1822 Direkt spendiert Neukunden einen Amazon-Gutschein von 100 Euro. Prüfen Sie, ob die von Ihnen favorisierte Bank ebenfalls ein Neukundenangebot macht.

Über den Autor Max Geißler
nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de. Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien). Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.
  Max Geißler
  Kerstin Weinzierl
  Andreas Jalsovec
Powered by Telsso Clouds