ETF-Sparen: Die besten Online-Broker mit Kinderdepots

Vermögensaufbau ETF-Sparen: Die besten Online-Broker mit Kinderdepots

Update: 25.09.2019
Max Geißler
von Max Geißler Kerstin Weinzierl
Update: 25.09.2019
Auf einen Blick
  • Bauen Eltern Startkapital für den Nachwuchs auf, bieten sich günstige Junior-Depots von Direktbanken an, um Kosten- und Steuervorteile zu nutzen.

  • Kinderdepots unterliegen zahlreichen Regeln. So dürfen Eltern das aufgebaute Kapital nur für die Bedürfnisse des Kindes verwenden, nicht aber für eigene Zwecke.

  • Bei der Wahl des Junior-Depots gilt es, nicht nur die Depotkosten und das Wertpapierangebot gut zu vergleichen, sondern auch nach Neueröffnungsprämien Ausschau zu halten.
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Die Einrichtung der ersten eigenen Wohnung oder ein längerer Auslandsaufenthalt während des Studiums – es gibt viele Gelegenheiten, in denen junge Menschen größeren Finanzbedarf haben. Wohl dem, der dann auf ein finanzielles Polster zurückgreifen kann. Damit bei Bedarf Ersparnisse vorhanden sind, legen viele Familien regelmäßig Geld zurück.

Dabei ist es wichtig, auf geeignete Sparformen zu setzen. Zumal in Zeiten der Zinsflaute, Produkte wie das traditionelle Sparbuch völlig unattraktiv sind. Die früher beliebten Bausparverträge bringen aufgrund der niedrigen Hypothekenzinsen ebenfalls kaum noch Vorteile.

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Deutlich aussichtsreicher ist das Sparen mit Wertpapieren: Vor allem Aktienfonds und ETFs spielen hier ihre Stärken aus, denn sie bieten hohe Renditechancen, breite Kapitalstreuung und überschaubare Kosten. Da bis zur Volljährigkeit des Kindes oder bis zum Studienstart 18 Jahre oder mehr ins Land gehen, besteht ein ausreichend langer Sparhorizont, um Kursschwankungen oder Marktschwächen erfolgreich zu überstehen und in späteren Börsen-Boomphasen Gewinne zu realisieren.

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Achtung: Zu hohe Ersparnisse bergen Tücken. Erhält das Kind zum Beispiel staatliche Förderung in Form von Bafög, darf das Vermögen des Studierenden nicht höher als 7.500 Euro sein, andernfalls erlischt die Förderung.

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Biallo-Tipp

Sie wollen wissen, welche Fonds zu Ihrem Vermögen passen könnten? Alles Wichtige dazu finden Sie in unserer Welt der Fonds.

Geringe Kosten und Steuern begünstigen Rendite

Eine Voraussetzung für erfolgreichen Kapitalaufbau sind geringe Kosten, denn die Gebühren beeinflussen unmittelbar den Anlageerfolg. Wenn man, wie bei zahlreichen Filialbanken, ein halbes oder ganzes Prozent Depotgebühren an seine Bank zahlen muss, verliert man schnell etliche hundert Euro pro Jahr.

Bis zum Sparplanende können dadurch mehrere Tausend Euro an Ertrag verloren gehen. Deutlich preiswerter kommen Eltern bei Direktbanken und Onlinebrokern weg. Vor allem wenn regelmäßig gespart wird– zum Beispiel mit Fonds- oder ETF-Sparplänen– verzichten die Internetanbieter in der Regel gänzlich auf Depotgebühren.

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Neben geringen Gebühren sollten auch Steuervorteile genutzt werden. Da der Sparerpauschbetrag von 801 Euro für Ledige und 1.602 Euro für Verheiratete häufig schon durch Sparanlagen und Investments der Eltern aufgebraucht ist, empfiehlt es sich, ein separates Depot auf den Namen des Kindes einzurichten.

In diesem Fall können Steuerfreibeträge, zum Beispiel der Sparerpauschbetrag oder der Grundfreibetrag (9.000 Euro im Jahr 2019), eigens für das Kind genutzt werden. Durch Übertragung größerer Teile des Kapitalvermögens auf die Kinder können Eltern zudem die Gesamtsteuerlast der Familie senken. Steuerfrei geht dies bis zu einem Höchstbetrag von 400.000 Euro je Kind.

  • Biallo-Tipp: Lassen Sie sich vom Finanzamt eine Nichtveranlagungsbescheinigung ausstellen.

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Kinderdepots unterliegen strengen Regeln

Ein Kinderdepot eröffnet Eltern oder Großeltern die Möglichkeit, stellvertretend für Nachwuchs Wertpapiere wie Aktien, Fonds oder ETFs zu kaufen. Da das Depot auf den Namen des Kindes läuft, gehören die Papiere und Fondsanteile rechtlich gesehen dem Kind.

Die Eltern handeln und verwalten das Depot quasi treuhänderisch. Sie dürfen die Erträge und Ersparnisse nur zum Wohle beziehungsweise für die Bedürfnisse des Kindes einsetzen – eine Rückübertragung in das elterliche Vermögen ist nur in Ausnahmefällen möglich.

Mit Vollendung des 18. Lebensjahres ist der bis dato minderjährige Depotinhaber selbst verfügungsberechtigt. Dann besteht die Möglichkeit, das Zugriffsrecht der Eltern auszuschließen, ohne deren Zustimmung einzuholen.

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Damit der langfristige Vermögensaufbau für den Nachwuchs nicht durch komplexe und risikoreiche Anlagen gefährdet wird, schließen etliche Banken – beispielsweise die ING oder Consorsbank – Investments in risikoreiche Produkte aus. Häufig sind davon Discount-, Bonus- und Expresszertifikate oder Knock-Out-Produkte, Optionsscheine und Hedgefonds betroffen.

Diese Unterlagen benötigen Sie zur Eröffnung eines Kinderdepots

Die Eröffnung per Internet ist bei Kinderdepots nur in begrenztem Umfang möglich. Anträge lassen sich zwar online ausfüllen, doch viele Papiere, auf die nur Eltern Zugriff haben, müssen postalisch eingereicht werden. Für die Antragstellung halten Direktbanken und Onlinebroker entsprechende PDFs zum Ausdrucken auf ihren Webseiten bereit.

Um Wertpapieraufträge abwickeln zu können, muss man zusätzlich zum Depot ein Verrechnungskonto eröffnen. In manchen Fällen können Eltern auch ein bestehendes, eigenes Konto nutzen. Ferner wird die Bank die Wertpapiererfahrung der Eltern abfragen.

Welche Dokumente die Bank im Einzelnen anfordert, ist von Geldhaus zu Geldhaus unterschiedlich. In der Regel gehören dazu:

  • Kopie der Geburtsurkunde des Kindes

  • Depotvertrag, jeweils von allen gesetzlichen Vertretern unterschrieben

  • Identitätsfeststellung der Eltern/Großeltern durch Personalausweis und Postident-Verfahren

  • Sorgerechtsbeschluss oder vergleichbare Dokumente bei Alleinerziehenden

  • Sorgeerklärung von unverheirateten Eltern mit gemeinsamem Sorgerecht

Kinderdepots vergleichen und preiswertes Angebot finden

Neben den Depotgebühren, die für Kinderdepots fast immer null betragen, spielen die Breite der Produktangebote und die Transaktionskosten eine entscheidende Rolle. Eltern oder Großeltern sollten diesbezüglich die Angebote verschiedener Banken vergleichen, um ein preisgünstiges Junior-Depot zu finden. Nachfolgend einige Beispiele mit attraktiven Konditionen für Kinderdepots.

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DKB: Broker U18

  • Depotführung: kostenlos
  • Reguläre Kosten pro Sparplankauf: 1,50 Euro
  • Kosten Einmalanlage: zehn Euro bis zu einer Orderhöhe von 10.000 Euro
  • Besonderheit: 160 ETF-Sparpläne gebührenfrei erhältlich

Comdirect: Junior-Depot

  • Depotführung: das erste Halbjahr kostenlos, danach nur bei Ausführung eines Wertpapiersparplans oder zwei Trades pro Quartal; ansonsten 1,95 Euro pro Monat
  • Reguläre Kosten pro Sparplankauf: 1,50 Prozent des Ordervolumens
  • Kosten Einmalanlage: 4,90 Euro Grundgebühr plus 0,25 Prozent vom Kurswert (Minimum: 9,90 Euro - Maximum: 59,90 Euro)
  • Besonderheit: Bis 31. Dezember sind 170 ETF-Sparpläne gebührenfrei erhältlich und in der Einmalanlage für nur 3,90 Euro.

Consorsbank: Junior-Depot

  • Depotführung: kostenlos
  • Reguläre Kosten pro Sparplankauf: 1,50 Prozent des Ordervolumens
  • Kosten Einmalanlage: 4,95 € Grundgebühr plus 0,25 Prozent vom Kurswert (Minimum: 9,95 Euro - Maximum: 69 Euro)
  • Prämie: 20 Euro für ersten Sparplan
  • Besonderheit: mehr als 170 ETF-Sparpläne ohne Ausgabegebühr – von db x-trackers bis zum 31. Dezember 2022 und von Lyxor bis zum 31. Dezember 2020

Flatex: Minderjährigendepot

  • Depotführung: kostenlos
  • Reguläre Kosten pro Sparplankauf: 1,50 Euro
  • Kosten Einmalanlage: Neukunden handeln bei Depoteröffnung bis 30. September sechs Monate lang für 3,80 Euro pro Trade zuzüglich Fremdkosten, sonst 5,90 Euro plus Börsengebühren
  • Besonderheit: mehr als 350 ETF-Sparpläne ohne Ordergebühr

VW Bank: Wertpapierdepot

Hinweis: Dieses Angebot ist kein gesondertes Kinderdepot, kann aber für Kinder eröffnet werden. Dabei gibt es kein Mindestalter.

  • Depotführung: Die Depotführung ist kostenlos, wenn Kunden ein Volkswagen-Girokonto besitzen oder mindestens zwei Transaktionen pro Jahr im Depot durchführen oder ein Depotvolumen von mindestens 10.000 Euro pro Monat halten. Ansonsten betragen die Gebühren 1,95 Euro pro Monat.
  • Reguläre Kosten pro Sparplankauf: 3,50 Euro zuzüglich 0,5 Prozent vom Kurswert
  • Kosten Einmalanlage: Transaktionspreise je nach Ordervolumen zwischen 9,95 Euro und 59,95 Euro
  • Besonderheit: Bis zum 30. September entfällt beim Kauf der aufgeführten Fonds der sonst übliche Ausgabeaufschlag – egal, ob für Neu- oder Altkunden.

ING: Direkt-Depot Junior

  • Depotführung: kostenlos
  • Reguläre Kosten pro Sparplankauf: 1,75 Prozent des Ordervolumens
  • Kosten Einmalanlage: Neukunden handeln bei Depoteröffnung bis 30. September 2019 für die Dauer von sechs Monaten für 2,90 Euro pro Order zzgl. Fremdkosten – sonst 4,90 Euro Grundgebühr plus 0,25 Prozent vom Kurswert, maximal 69,90 Euro.
  • Prämie: Neukunden erhalten im Aktionszeitraum einen Amazon-Gutschein im Wert von 40 Euro.
  • Besonderheit: mehr als 100 Sparpläne mit bis zu 100 Prozent Rabatt auf den Ausgabeaufschlag

Onvista Bank: Festpreis-Depot

  • Depotführung: kostenlos
  • Reguläre Kosten pro Sparplankauf: 154 ETF-Sparpläne für 1,00 Euro Odergebühren
  • Kosten Einmalanlage: pauschal fünf Euro je Einzelorder in Deutschland, zuzüglich 2,00 Euro Handelsplatzgebühr (entfällt bei Fondskauf über Fondsgesellschaft)
  • Besonderheit: bis 30. September 50 Euro Trade-Guthaben für Neukunden und bis 31. Dezember über 600 ausgewählte ETFs für 0,00 Euro Orderprovision kaufen

S Broker: Minderjährigendepot

  • Depotführung: kostenlos
  • Reguläre Kosten pro Sparplankauf: 2,50 Prozent des Ordervolumens
  • Kosten Einmalanlage: 4,99 Euro Grundgebühr plus 0,25 Prozent vom Kurswert, Minimum 8,99 Euro, maximal 54,99 Euro
  • Besonderheit: 40 Deka ETF-Sparpläne ohne Orderentgelt, mehr als 100 Sparpläne von Comstage ohne Ordergentgelt, 19 UBS-ETF-Sparpläne ebenfalls kostenfrei.

1822 Direkt: Wertpapierdepot

  • Depotführung: kostenlos, wenn mindestens ein Trade pro Quartal, ansonsten 3,90 Euro pro Monat
  • Reguläre Kosten pro Sparplankauf: 2,95 Euro
  • Kosten Einmalanlage: 4,95 Grundgebühr plus 0,25 Prozent vom Kurswert, Minimum 9,90 Euro, maximal 59,90 Euro zuzüglich Fremdkosten
  • Besonderheit: Bis zum 30. September erhalten Neukunden innerhalb der ersten zwei Monate für alle Transaktionen 50 Prozent Rabatt auf die Orderprovision. Zudem sind im Sparplanverfahren ausgewählte ETFs von ComStage 24 Monate lang ohne Ordergebühren erhältlich – gültig bei Einrichtung bis 31. Dezember 2019.

Finvesto: Depot U18

  • Depotführung: kostenlos.
  • Kosten Sparplan: Null Euro bei klassischen Investmentfonds; 0,2 Prozent von Ordergröße bei ETFs
  • Kosten Einmalanlage: Finvesto gewährt dauerhaft 75 Prozent Rabatt auf den Ausgabeaufschlag bei klassischen Fonds.
  • Besonderheit: Sparpläne können schon ab zehn Euro pro Rate angelegt werden.

Lesen Sie auch: Fondskosten: Renditekiller Nummer eins

Lohnen sich Neukundenangebote?

Es kann sinnvoll sein, gezielt nach einem Junior-Depot mit Neueröffnungsprämie zu suchen. Immer wieder werben Banken mit Gutschriften oder Trading-Rabatten um junge Kunden. Schließlich sind sie die Anleger, Kreditnehmer und Kontoinhaber von morgen.

Aktuell spendiert zum Beispiel die ING Neukunden einen Amazon-Gutschein im Wert von 40 Euro. Die Consorsbank zahlt 20 Euro Geldprämie, wenn Eltern innerhalb der ersten zwölf Monate nach Depoteröffnung einen Wertpapiersparplan von mindestens 25 Euro monatlich einrichten. Prüfen Sie, ob die von Ihnen favorisierte Bank ebenfalls ein Neukundenangebot macht.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de