Auf einen Blick
  • Der indische Aktienmarkt notiert derzeit auf Rekordniveau.

  • Die indische Wachstumslokomotive überholt China – nicht nur bei der Bevölkerung.  

  • Anleger können mit Indexfonds (ETFs) auf die größten börsennotierten Unternehmen Indiens setzen.
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Der indische Aktienmarkt steht derzeit verstärkt im Blickpunkt von Anlegern. So markierte der indische Leitindex BSE Sensex am 16. Januar ein neues Allzeithoch bei gut 73.400 Punkten und macht sich aktuell daran, seinen bisherigen Höchstwert zu toppen. Seit Ende Oktober 2023 belaufen sich die Kursgewinne auf gut 20 Prozent. Der BSE Sensex (Bombay Stock Exchange Sensitivity Index) beinhaltet die 30 größten Unternehmen, die an der Börse in Mumbai gelistet sind.

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Wie entwickelt sich Indien?

Indien ist derzeit das Land der Superlative. Laut Schätzungen der Vereinten Nationen (UN) hat Indien Mitte vergangenen Jahres mit 1,43 Milliarden Einwohnern China als bevölkerungsreichstes Land der Welt überholt. Indien steht zudem vor ambitionierten Infrastrukturprojekten und Wirtschaftsreformen. Immer mehr ausländische Investoren konzentrieren sich auf das Land.  

Indien profitiert auch von seiner jungen Bevölkerung. 40 Prozent der Menschen dort sind jünger als 25 Jahre, rund ein Drittel sind im erwerbsfähigen Alter. Der Median liegt bei 29 Jahren, in China sind es 37 Jahre. Hinzu kommt: Indien macht China als Produktionsstandort Konkurrenz. Unternehmen, die günstig in Asien produzieren, wissen, dass die Löhne auf dem Subkontinent deutlich unter dem chinesischen Niveau liegen. So baut Apple seine Smartphone-Produktion inzwischen in Indien aus, auch die Tech-Giganten Amazon und Cisco investieren in Indien Milliardensummen.  

Es gibt allerdings auch Schattenseiten, wie etwa eine hohe Jugendarbeitslosigkeit, ein schwaches Bildungssystem und eine geringe Frauenerwerbsquote. Die Inflation zeigt sich ebenfalls hartnäckig, die Teuerungsrate lag im Januar bei 5,1 Prozent. Laut Reuters gehen Ökonomen nicht davon aus, dass die indische Zentralbank RBI ihren Leitzins in den nächsten Quartalen senken, sondern bei 6,5 Prozent belassen wird.

Die indische Wirtschaft wächst indes kräftig. Die Reserve Bank of India hat ihre Wachstumsprognose für das am 31. März endende Fiskaljahr vor kurzem von 6,5 auf 7,0 Prozent angehoben. Hintergrund: Präsident Narendra Modi, der voraussichtlich bei der im Mai anstehenden Wahl erneut gewinnen wird, treibt die Infrastrukturprojekte im Land voran. Die Analysten von S&P Global erwarten, dass Indien bis 2030 von der aktuell fünftgrößten zur dann drittgrößten Volkswirtschaft aufsteigen wird und sich die Wachstumsraten mittelfristig bei 7,0 Prozent einpendeln werden.

 

Anlegen mit Indien-ETFs

Das Wachstumspotenzial Indiens sollte dem indischen Aktienmarkt mittel- bis langfristig weiteren Auftrieb verleihen. Anlegerinnen und Anleger, die einfach und kostengünstig auf viele verschiedene indische Unternehmen setzen möchten, können dies mit Indexfonds (ETFs) tun. Gleichwohl gilt wie bei Aktieninvestments in anderen Schwellenländern auch: Den höheren Renditechancen stehen höhere Risiken entgegen als bei Investments in bekannte Leitindizes aus Industrieländern wie Deutschland (Dax) und den USA (S&P 500).

 

Ist eine Investition in Indien-ETFs sinnvoll?

Als Depotbeimischung können Indien-ETFs eine sinnvolle Ergänzung zu einem Basisinvestment wie dem MSCI World Index sein. Der große Bruder des MSCI World, der MSCI All Country World Index (ACWI), investiert bereits mit einem kleinen Teil von knapp zwei Prozent in indische Aktien. Auch die sogenannten Emerging Markets-ETFs beinhalten indische Unternehmen. Im MSCI Emerging Markets Index zum Beispiel sind indische Aktien derzeit mit rund 18 Prozent gewichtet.   

Wer Indien als Anlageregion besonders attraktiv findet und das Schwellenland höher gewichten will, für den bieten sich spezielle Indien-Indexfonds an. Damit können Sie Ihr Risiko auf verschiedene Schultern, sprich Aktien, verteilen. Dabei liegt es nahe, sich die Firmen, insbesondere die Schwergewichte des Referenzindex anzusehen. Glauben Sie, dass die Aktien der Unternehmen Aufwärtspotenzial haben? Wenn ja, dann können Sie Ihre Marktmeinung per ETF umsetzen.  

 

Welche Indien-ETFs gibt es?

Anlegerinnen und Anleger können mit verschiedenen ETFs auf den weiteren Aufwärtstrend des indischen Aktienmarkts setzen. Laut ETF-Vergleichsportal JustETF stehen Ihnen hierzulande drei Indien-Indizes mit insgesamt acht ETFs zur Auswahl. Im Folgenden stellen wir Ihnen beispielhaft drei ETFs vor, die jeweils einen der drei Aktienindizes abbilden.  

Wichtig dabei: Die aufgeführten ETFs dienen lediglich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten eines bestimmten Finanzinstruments dar!

ETF auf den MSCI India

Erstes Beispiel ist der iShares MSCI India ETF (ISIN: IE00BZCQB185). Der Referenzindex MSCI India zählt zu den bekanntesten Indizes auf indische Aktien und enthält die 131 größten und umsatzstärksten Unternehmen des indischen Aktienmarktes. Die drei Schwergewichte des MSCI India sind derzeit der Mischkonzern Reliance Industries, das IT-Unternehmen Infosys sowie die ICICI Bank. In den vergangenen drei Jahren legte der ETF in Euro gerechnet um gut 50 Prozent zu (Stand 22. Februar 2024). Die laufenden Kosten liegen bei 0,73 Prozent pro Jahr.

ETF auf den FTSE India 30/18

Das zweite Beispiel ist der Franklin FTSE India-ETF (ISIN: IE00BHZRQZ17). Dieser Indexfonds bildet den FTSE India 30/18 Capped Index nach, der insgesamt mehr als 200 indische Aktien enthält. Das größte Unternehmen wird dabei auf maximal 30 Prozent der Index-Kapitalisierung begrenzt, alle anderen Index-Komponenten auf maximal 18 Prozent. Das heißt, neben den Unternehmen mit sehr hohem Börsenwert (Large Caps) sind auch mittelgroße Unternehmen (Mid Caps) enthalten. Die drei Werte mit der aktuell größten Gewichtung sind Reliance Industries, die HDFC Bank und Infosys. Auf Dreijahressicht weist der Franklin FTSE India ETF in Euro gerechnet ein Plus von rund 55 Prozent aus (Stand: 16. Februar). Mit laufenden Kosten von nur 0,19 Prozent pro Jahr ist er der mit Abstand günstigste Indien-ETF, der hierzulande verfügbar ist.

ETF auf den Nifty 50

Das dritte ETF-Beispiel ist der Xtrackers Nifty 50 (ISIN: LU0292109690). Der Bezugsindex, der Nifty 50, bietet Zugang zu den 50 größten und liquidesten Aktien Indiens. Aktuelle Schwergewichte sind die HDFC Bank, Reliance Industries und ICICI Bank. Die laufenden Kosten betragen 0,85 Prozent pro Jahr und die Dreijahresperformance liegt zum Betrachtungszeitpunkt bei rund 43 Prozent.

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Wie haben sich die ETF-Indizes auf Indien entwickelt?

Mit Indien-ETFs konnten Anleger in den vergangenen Jahrzehnten eine stattliche Rendite einfahren. Der MSCI India zum Beispiel hat in den vergangenen 30 Jahren (Ende Januar 1994 bis Ende Januar 2004) eine sogenannte Outperformance (Überrendite) von mehr als 100 Prozent gegenüber dem klassischen MSCI World Index erzielt. Allerdings gab es in diesem Betrachtungszeitraum auch Phasen, in denen Anleger mit einem MSCI World ETF besser gefahren wären, wie die folgende Grafik zeigt:

Die Wertentwicklung hängt natürlich immer auch vom hinterlegten Index ab, wie folgende Tabelle zeigt. Dabei sollten Sie beachten, dass historische Werte keine verlässliche Indikation für die künftige Wertentwicklung sind.  

Ausgewählte Indien-ETFs im Vergleich

ETF / ISIN Performance 1 Jahr Performance 3 Jahre Performance 5 Jahre
Laufende Kosten (TER) pro Jahr
Replikation
Fondsvolumen in Euro
iShares MSCI India UCITS ETF USD (Acc) / IE00BZCQB185
29,98 %
50,86 %
90,77 %
0,73 %
Sampling
3,57 Mrd.
Franklin FTSE India UCITS ETF USD (Acc) / IE00BHZRQZ17
31,23 %
54,59 %
-
0,19 %
vollständig
490 Mio.
Xtrackers Nifty 50 Swap UCITS ETF
21,40 %
43,32 %
79,15 %
0,85 %
Swap-basiert
175 Mio.

Quelle: JustETF, eigene Recherche; kumulierte Performance in Euro laut Fondsweb.com zum Stand 22. Februar 2024.

 

Welcher ETF auf Indien ist der beste?

Dies lässt sich nicht pauschal beantworten - jedenfalls nicht für die Zukunft. Wer sich die Finanzprodukte genauer ansehen will, kann sich auf Finanzportalen und den Portalen der ETF-Anbieter über die Zusammensetzung der Indexfonds in den Factsheets informieren. Neben den Schwergewichten findet man hier zum Beispiel auch die Branchen, die in den Indizes enthalten sind. Dazu können Sie die oben genannten internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) des jeweiligen ETFs im Suchfenster der Portale eingeben.  

 

Welche Indien ETFs sind zu empfehlen?  

Hierbei gilt das Gleiche wie bei der Frage, welcher ETF der Beste ist. Ein wichtiges Auswahlkriterium könnte die Höhe der jährlichen Nebenkosten sein, die bei den Indexfonds anfallen. Wichtig ist hierbei die „Total Expense Ratio“ (TER) (siehe Tabelle). Diese Kennziffer gibt die jährlichen laufenden Kosten eines ETF an. Diese Kosten werden automatisch vom ETF-Anbieter einbehalten und sind im Kurs und der Wertentwicklung des ETF bereits berücksichtigt.

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Wie kann ich in Indien ETFs investieren?

Um in Indien-ETFs zu investieren, brauchen Sie zunächst einen Broker. Wer noch keinen Onlinebroker hat, wird in unserem Depot-Vergleich fündig. Die meisten Broker haben auch einen ETF-Finder. Dort können Sie das Keyword „Indien“ eingeben und Ihnen werden die verfügbaren ETFs angezeigt. Oder Sie gehen zu den einschlägigen ETF-Vergleichsportalen, kopieren die entsprechende ISIN und geben Sie bei Ihrem Broker in die Wertpapiersuchmaske ein.

Wie hoch ist die Quellensteuer bei Indien-ETFs?

Auf Dividenden und Zinsen fällt im Ausland meist eine sogenannte Quellensteuer an. Indien hat zum 1. April 2023 die Quellensteuer auf Zinseinkünfte und Dividenden von zehn auf 20 Prozent erhöht. Durch das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Indien und Deutschland gilt für deutsche Anleger jedoch weiterhin eine Deckelung auf zehn Prozent. Allerdings: Bei ETFs können Sie generell keine Quellensteuer zurückfordern, da es sich um ein passives Investment handelt. Und: Mit der Einführung der sogenannten Vorabpauschale hat der Gesetzgeber ausländische und inländische Fonds steuerlich gleichgestellt. Um die korrekte Besteuerung müssen Sie sich ohnehin nicht selbst kümmern, denn die Steuern werden von Ihrem Broker oder Ihrer Bank automatisch ans Finanzamt abgeführt. Mit einem Freistellungsauftrag lässt sich die Kapitalertragsteuer reduzieren.   

Risiken bei einer Investition in Indien-ETFs

Bei ETFs handelt es sich um passiv gemanagte Indexfonds. Da ETFs lediglich einen Index nachbilden, können sie auch nicht besser als der Markt laufen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass ETFs in fallenden Märkten oder bei einem Börsencrash auch keine gezielten Umschichtungen auf defensivere Werte vornehmen können, um Verluste abzufedern. Bei Indien-ETFs sollten Sie auch das Währungsrisiko beachten: Wenn die Rupie gegenüber dem Euro abwertet, kann sich das negativ auf Ihre Rendite auswirken. Zudem besteht bei Indien-ETFs immer auch ein politisches Risiko, das Sie nicht aus dem Auge verlieren sollten.  

 

Fazit: Indien bietet Chancen für Anleger

Die indische Wirtschaft dürfte in den nächsten Jahren weiter kräftig wachsen, was für indische Aktien spricht. Mit Indien-ETFs können Anlegerinnen und Anleger gezielt am Wachstumspotenzial Indiens partizipieren und ihr Risiko streuen. Doch auch hier gilt: Nicht alles auf eine Karte beziehungsweise ein Land setzen! Die Gewichtung eines Indien-ETFs im Portfolio sollte nicht mehr als fünf bis maximal zehn Prozent ausmachen. Wichtig für den Vermögensaufbau ist eine globale Streuung über verschiedene Länder und Branchen hinweg. Damit können Sie auch das Währungsrisiko verringern. Wie Sie Sicherheit und Rendite einfach und kostengünstig kombinieren können, zeigen wir Ihnen mit unseren Musterportfolios.

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Über den Autor Gian Hessami

Gian Hessami ist freiberuflicher Finanzjournalist. Er schreibt unter anderem für „Börse Online“, „Euro am Sonntag“, die „Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)“ und das „Handelsblatt“ rund um das Thema Geldanlage. Dabei stehen die Perspektive des Anlegers sowie die Chancen und Risiken der Investments im Vordergrund. Mit den Finanzmärkten beschäftigt sich der gelernte Zeitungsredakteur bereits seit 2004. Bei Investments fokussiert er sich auf Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und Rohstoffe. Darüber hinaus hat er sich auf Derivate wie Zertifikate und Hebelprodukte, beispielsweise Optionsscheine und Knock-out-Papiere, spezialisiert.

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