Was macht das beste Girokonto aus?

Ratgeber Was macht das beste Girokonto aus?

Ines Baur
von Ines Baur
29.03.2018
Auf einen Blick
  • Bei der Suche nach dem besten Girokonto sollten Sie auf einige Aspekte achten. Je genauer Sie die Konditionen vergleichen, desto besser wird das Konto zu Ihnen passen.
  • Mit dem Girokonto-Vergleich von biallo.de ist Ihr ideales Konto nur wenige Mausklicks entfernt.
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Das beste Girokonto

Es ist das Bankprodukt, das wirklich jeder braucht und ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken – das Girokonto. Doch bei der enormen Fülle an Angeboten, fällt es vielen Verbrauchern nicht leicht, das passende Konto zu finden.  

Für die meisten Verbraucher bedeutet bestes Girokonto = kostenloses Girokonto. Doch eine fehlende Kontoführungsgebühr sollte nicht das einzige Kriterium sein, worauf Verbraucher achten sollten. Die Wahl des besten Kontos hängt noch von mehr Faktoren ab. 


Girokonto nicht gleich Girokonto

Die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kunden machen es unmöglich, den Stempel „Bestes Girokonto“  auf genau ein Kontomodell einer Bank zu drücken. Denn was für den einen perfekt passt, kann für den anderen ein Nachteil sein. Je nach Kunden spielen Merkmale wie Dispozins und Guthabenzins, kostenlose Ausgabe von EC- und Kreditkarte, Kontoführungsgebühren oder kostenloses Abheben von Bargeld im In- und Ausland eine Rolle. Für manche Kunden sind Sonderleistungen wichtig. Diese können bei einem gebührenfreien Konto extra abgerechnet werden und einiges kosten. Hier fährt der Kunde mit einem Girokonto plus Grundgebühr besser. Andere, besonders junge Kunden, wollen vielleicht ein Girokonto mit Prämie.

Checken Sie Ihr eigenes Verhalten und entscheiden Sie sich dann. Suchen Sie individuell für sich das beste Girokonto, lassen Sie sich nicht von Werbung beeinflussen! Machen Sie sich die Wahl leicht und gehen Sie Schritt für Schritt vor. Prüfen Sie die wichtigsten Elemente auf Ihre Bedürfnisse. Getreu dem Motto: Habe ich, brauche ich, will ich.

     

Auf diese Leistungen sollte man achten, um das beste Girokonto zu finden

Gehaltseingang:

Sie sind Arbeitnehmer und haben einen regelmäßigen Gehaltseingang. Dann haben Sie von vornherein eine größere Auswahl an "guten" Konten. Viele Banken bieten Girokonten ohne Grundgebühr unter der Bedingung eines regelmäßigen Gehalt- oder Renteneingangs an. Das gilt beispielsweise für die Commerzbank oder alle Sparda-Banken.

Während letztere keinen bestimmten Betrag im Monat fordern, verlangen die Commerzbanker immerhin 1.200 Euro im Monat. Sonst werden 9,90 Euro pro Monat fällig. Schauen Sie sich also um und entscheiden Sie sich zwischen kostenlosem Girokonto ohne und mit Bedingung. Bei manchen Kreditinstituten können Sie Prämien als Bonus für die Gehaltseingänge bekommen. Aber meist nur einmal bei der Kontoeröffnung.

Karten:

Für alle Karten sollte gelten: Keine Kosten und Gebühren für die Ausgabe von EC-, Visa- oder Mastercard. Manchmal sind die kostenfreien Karten an Bedingungen geknüpft – und damit gar nicht kostenlos. Manchmal geben Banken die Karte beispielsweise nur im ersten Jahr umsonst aus. Im Folgejahr verlangen sie dann eine jährliche Gebühr.

Andere geben die Karte umsonst aus – allerdings erst ab einem Umsatz von 4.000 Euro pro Jahr. Wieder andere geben ihre Karten tatsächlich komplett gebührenfrei aus – leider haben sie aber fast keine Geldautomaten zur kostenfreien Bargeldversorgung aufgestellt. Nutzen Sie unseren Girokonto-Vergleich. Verfügbarkeit und Kosten für Kreditkarten finden Sie unter der Rubrik „Produktdetails“. Erkundigen Sie sich bei Bedarf auch nach einer kostenlosen Partnerkarte.

Guthabenzins:

Ist Ihr Konto öfters im Plus als im Minus? In unserem Vergleich sehen Sie die Zinsen in der Rubrik „Ertrag pro Jahr“. In Deutschland gibt es aktuell nur noch ganz wenige Banken, die ihren Kunden Zinsen für Guthaben auf dem Girokonten zahlen. Sie möchten auf die Zinsen nicht verzichten? Dann empfehlen wir eine Direktbank. Die bieten größtenteils noch annehmbare Zinsen für Tagesgeld- oder Kreditkarten-Guthaben.

Dispozins:

Überziehen Sie Ihr Konto immer wieder? Dann haben Sie unbedingt ein Auge auf den Dispozins. Der liegt gewöhnlich zwischen sieben und 14 Prozent. Entscheiden Sie sich für eine Bank, die einen möglichst niedrigen Soll- und Überziehungszins anbietet. Wahrscheinlich landen Sie bei einer Direktbank. Deren Zinsen fallen für die Überziehung Ihres Girokontos generell deutlich niedriger aus als die Zinsen einer überregionalen Bank oder Sparkasse. Schauen Sie sich die Sätze in unserem Girokonto Vergleich an.  

Filiale oder Direkt:

Bereits vor der Kontosuche sollten Sie überlegen: Filiale oder Direktbank. Was sagt Ihnen mehr zu? Der persönliche Kontakt mit dem Schalterbeamten oder das 24h online Business einer Direktbank? Zur Info: Direktbanken stehen Filialbanken im Service nicht nach. Ein Filial-Konto lässt sich selbstverständlich auch über das Internet führen. Online-Banking ist immer inbegriffen.  

Service:

Eine Filialbank kann mit der Beratung Mensch zu Mensch punkten. Aber: Personal und Service kosten. Und die Kosten werden über Gebühren auf die Kunden übertragen. Bei größeren Geldanlagen, Aktien und Fonds ist eine Beratung wichtig. Für ein Tagesgeld brauchen Sie lediglich die aktuellsten Konditionen in Erfahrung zu bringen. Das geht einfach online über einen Vergleichsrechner. Eine Direktbank kann keinen Vor-Ort-Service anbieten. Dafür aber eine gleichwertige Beratung über das Internet. Teilweise fallen diese sogar noch umfassender aus als die einer Filialbank. Bankmitarbeiter sind oft angehalten, die Produkte des eigenen Instituts bevorzugt anzubieten.

Die persönliche Beratung der Direktbanken erfolgt über eine telefonische Beratungshotline. Vorteil: Diese ist bis zu 24 Stunden besetzt. Sind Sie Arbeitnehmer, kann das besonders interessant sein. Bei einer 40-Stunden-Woche dürfte es dem einen oder anderen schwer fallen, zu den eher starren Öffnungszeiten der Filialbanken ein Zeitfenster zur Beratung zu finden. 

Prämien:

Suchen Sie das beste Girokonto, möchten Sie in der Regel auch länger dabei bleiben. Viele Kreditinstitute werben mit Prämien um Neukunden. Ein Startguthaben ist eine feine Sache. Lassen Sie sich aber nicht von den Prämien blenden! Checken Sie zuerst alle Bedingungen ab: Stimmen die Gebühren, Karten, Dispozinsen und Anzahl der Geldautomaten, schlagen Sie zu und sacken die Girokonto-Prämie on Top ein. Attraktive Prämien bei Girokonten finden Sie in unserem Girokonto-Vergleich unter dem Unterpunkt Produktdetails (hier zum Beispiel von der ING-Diba). 

Geldautomaten:

Alle Kunden nutzen Geldautomaten zur Bargeldversorgung. Möchten Sie hier die teils unverschämt hohen Gebühren vermeiden, wählen Sie auf der Suche nach dem besten Girokonto unbedingt eine Bank, die ausreichend Geldautomaten zur Verfügung stellt. In unserem Vergleich finden Sie Infos zu Geldautomaten unter dem Punkt „kostenlose Bargeldversorgung“. 

Das beste Girokonto von allen finden Sie, wenn Sie:

  • auf moderate Dispozinsen achten,
  • ein Konto mit kostenloser EC und Kreditkarte (Visa oder Mastercard) wählen,
  • auf eine ausreichende Anzahl von Geldautomaten zur kostenlosen Bargeldversorgung achten. Und zwar im Inland wie auch im Ausland!
  • Lassen Sie sich aufklären. Was kosten Überweisungen, Lastschriften, Daueraufträge… 
  • Und: Das beste Girokonto hat einen freundlichen, kostenlosen, kompetenten und gut erreichbaren Kundenservice.

Das beste Girokonto für jede Zielgruppe

Arbeitnehmer, Student, Selbstständiger, Rentner …welcher Art Ihr Girokonto ist, hängt nicht zuletzt von Ihrem Status ab. Es gibt für jede Gruppe passende Konten. So braucht ein Freiberufler sicher ein Konto mit anderen Bewegungen als ein Rentner, der einen monatlichen Geldeingang und relativ regelmäßige Ausgaben hat.  Ein Berufsanfänger oder Student braucht wahrscheinlich ein Konto mit mehr Spielraum nach unten und einem günstigen Dispo. Anders ein Arbeitnehmer, dessen Konto sich im Vergleich zum Studenten-Konto mehr im Plus als im Minus bewegt.

Das beste Konto für Studenten

Banken – sowohl Direkt- als auch Filialbanken – wetteifern um die Studenten. Vor allem in den Universitätsstädten. Denn immerhin sind die Studenten von heute die Kunden von morgen. So ist ein Girokonto für einen Studenten oder Schüler meist kostenlos oder arg vergünstigt. Die Geldinstitute verlangen in der Regel bis zum 25. Lebensjahr keine Grundgebühr. Voraussetzung  ist ein Schüler- oder Studentenausweis.

Als Kreditkarte gibt es oft Prepaid-Karten, da diese nur auf Guthabenbasis geführt werden. Achtung: Studenten, die ein Auslandssemester einlegen möchten, sollten auf eine kostenfreie Bargeldversorgung im Ausland achten! Die Kreditkarte oder Visa Card sollte zum einen kostenfrei sein. Zum anderen ist es wichtig, ausreichend Geldautomaten zur kostenlosen Bargeldversorgung im Ausland zu haben. Beim Biallo Girokonto-Vergleich sehen Sie, welche Banken Kreditkarten umsonst ausgeben und wie viele Geldautomaten zur Verfügung stehen.

Girokonten für Rentner

Das klassische Girokonto ist gemacht für Arbeitnehmer und Rentner. Denn hier fließen monatlich die Gelder ein, entweder als Gehaltseingang oder als Rente. Direktbanken bieten diese Girokonten nach wie vor kostengünstig oder kostenlos an. Zum Konto sollte es eine gebührenfreie EC-Karte und eine Kreditkarte geben. Oft bieten Banken die Partnerkarte kostenlos im Paket mit an.

Weiteres Element eines Girokontos ist der Disporahmen. Mit dem haben Sie die Möglichkeit, flexibel Zahlungen vorzunehmen – selbst wenn das Konto mal im Soll sein sollte. Die Höhe des Dispos orientiert sich an den monatlichen Geldeingängen. Senioren, die ein Girokonto suchen, sollten darauf achten, dass keine Kontoführungsgebühren anfallen. Denkt man an die mageren Renten, ist dies ein wichtiger Punkt bei der Wahl des besten Girokontos. So sparen Sie sich einige hundert Euro pro Jahr!

Noch sind vielen Senioren Internet- und Online-Banking suspekt. Sie bevorzugen den persönlichen Service. Doch die Anzahl an Senioren und Rentnern, die online Banking nutzen, wird ansteigen.

Wichtig: Achten Sie auf sichere Internet-Verbindungen beim Online-Banking und einfache Handhabung! Rentner sind eine wachsende Kundengruppe. Das haben auch die Kreditinstitute erkannt und versuchen die Senioren mit Extras wie Startguthaben und Neukunden-Prämien zu gewinnen. Dagegen spricht generell nichts, solange sowohl Konto als auch Bedingungen zu Ihnen passen. Achten Sie insbesondere auf Kosten und Dispozinsen! Nutzen Sie unseren Girokonten-Vergleich: Hier haben Sie Kontoführungsgebühren, Guthabenverzinsung, Dispozinsen und unseren Produktcheck auf einen Blick und können Ihr bestes Girokonto auswählen.

Konten für Selbstständige und Freiberufler

Filialbanken und Sparkassen vergeben an Selbstständige und Freiberufler extra Geschäfts-Girokonten. Bei den Geschäftsmodellen langen sie dann ordentlich zu. Sie sind fünf bis zehn Mal so teuer wie Privatkonten. Die Konditionen dieser Anbieter sind sehr oft nicht auf den Webseiten zu finden. Daher können wir Ihnen leider auch keinen Vergleich anbieten.

Direktbanken bieten solche Geschäftskonten grundsätzlich nicht an. Andererseits können zumindest Freiberufler, wenn Sie das Konto nicht geschäftlich, sondern privat nutzen, auch bei einigen wenigen Direktbanken unterkommen. Das sind:

  • DKB
  • ING Diba
  • Netbank. 

Diese Banken bieten Freiberuflern übrigens auch günstige Ratenkredite für private Zwecke, die Netbank sogar fürs Geschäft. Lesen sie hierzu auch unseren Ratgeber Kredit für Selbstständige.

Girokonto für Angestellte

Wenn Sie irgendwo fest angestellt sind und ein Netto-Gehalt von über 1,200 Euro im Monat verdienen, stehen Ihnen die meisten Girokonten gratis zur Verfügung. Denn einige Geldhäuser wie die Commerzbank verzichten nur dann auf eine monatliche Grundgebühr, wenn ein bestimmter, regelmäßiger monatlicher Geldeingang da ist. Ist das nicht der Fall, zahlt man satte 9,90 Euro im Monat.

Sie liegen unter dieser Grenze, leben aber mit einem Partner oder einer Partnerin zusammen? In diesem Fall könnten Sie ein Gemeinschaftskonto eröffnen und kommen mit beiden Gehältern vielleicht über diese Grenze. Da jedoch viele Direktbanken, PSD- und Sparda-Banken Konten ohne monatliche Grundgebühr bieten ohne einen bestimmten Geldeingang zu verlangen, müssen Sie sich sie nicht unbedingt verrenken, um bei Commerzbank und Co. Kunde werden zu dürfen.

Girokonten für Geringverdiener, Sozialhilfeempfänger und Flüchtlinge

Früher haben Banken diese Leute ganz ausgesperrt und ihnen kein Konto gegeben. Nur die Sparkassen als öffentlich rechtliche Institute mussten armen Leuten ein Konto anbieten, dass man nicht überziehen konnte. Der Gesetzgeber hat nun alle Banken dazu verpflichtet. Das bietet Ihnen einen großen Vorteil: Da die Sparkassen hier nicht mehr allein tätig sind, hat man die Chance zu einer anderen Bank zu wechseln, wenn deren Basiskonto günstiger ist.

In unserem Vergleich müssen Sie nur den entsprechenden Reiter anklicken. Der Unterschied zur normalen Konto ist "nur", dass Sie keinen Dispo erhalten, also das Konto immer mit Guthaben führen müssen. Sie bekommen auch keine Kreditkarte, dafür eine Girocard, die auch Sparkassen-Card oder Bankcard bei den Volks- und Raiffeisenbanken heißt. Über diese Karte können Sie sich an den Automaten mit Bargeld versorgen. Aber wie gesagt: Ist kein Geld mehr auf dem Konto, spuckt der Automat auch keines aus.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de