Bankkonto

Girokonten ohne Schufa: Diese Banken mit kostenlosen Konten gibt es

Mike Belschner
Product Owner
Aktualisiert am: 18.07.2024

Auf einen Blick

  • Die meisten Zahlungsvorgänge laufen über ein Girokonto. Daher ist das Konto ein fester Bestandteil unseres Alltages.
  • Falls Sie jedoch negative Einträge in der Schufa haben, können Banken die Kontoeröffnung verweigern.
  • Wir zeigen Ihnen, wo Sie ohne Schufa-Abfrage oder trotz eines negativen Schufa-Eintrages ein Girokonto eröffnen können.
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Ein Girokonto ist unabdingbar für die Teilnahme am täglichen Leben. Das liegt daran, dass die meisten Zahlungsvorgänge wie Gehalts- und Mietzahlungen unbar erfolgen. Für Kundinnen und Kunden, die jedoch einen negative Schufa-Score haben, kann die Eröffnung eines Girokontos schwierig werden. Begründet ist dies dadurch, dass Banken eher eine Geschäftsverbindung mit bonitätsstarken Kunden eingehen, um ihr eigenes Risiko zu minimieren und lukrative Folgegeschäfte zu tätigen.

Zwar besitzen laut Schufa über 90 Prozent der Deutschen eine gute Bonität aber die finanzielle Belastung vieler Haushalte nimmt zu. Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher, darunter vor allem junge Menschen und Geringverdienende, geraten in Zahlungsverzug, überziehen ihr Konto oder können zeitweise keine Miete zahlen. In der Folge drohen negative Einträge bei der Schufa.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie auch mit schlechter Bonität ein Girokonto eröffnen können, welche Banken keine Schufa-Abfrage durchführen und worauf Sie bei der Kontoauswahl achten sollten.

 

Was ist die Schufa?

Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa) sammelt und speichert Daten über Verbraucherinnen und Verbraucher. Es gibt positive, neutrale und negative Schufa-Merkmale. Auf Grundlage der vorliegenden Daten wird für jede bei der Schufa gemeldete Person eine Bonität ermittelt. Diese Bonität unterstützt etwa Banken bei der Kreditvergabe und soll Verbraucherinnen und Verbraucher vor der Überschuldung schützen. Einige Banken verweigern jedoch die Eröffnung eines Girokontos bei einer schlechten Bonität aufgrund negativer Schufaeinträge. Welche weiteren Auswirkungen die Schufa für Verbraucherinnen und Verbraucher hat und wie lange Daten gespeichert werden, erfahren Sie in unserem Schufa-Ratgeber.

 

Girokonto ohne Schufa eröffnen: Was bedeutet das und ist das sinnvoll?

Bei der Girokontoeröffnung ohne Schufa findet durch die Bank keine Abfrage der Schufa-Daten von potenziellen Neukunden statt. Das bedeutet, dass die kontoführende Bank, meist Fintech-Banken, keine externen Informationen über Ihre Bonität erhält und somit nicht von negativen Einträgen erfährt. Dies hat aber auch zur Folge, dass Sie auf einen Dispositionskredit und eine Kreditkarte mit Kreditrahmen verzichten müssen. Trotzdem war diese Form der Kontoeröffnung besonders für Kunden mit einer negativen Schufa, bis zur Einführung des Basiskontos am 19. Juni 2016, nahezu die einzige Möglichkeit, ein Girokonto zu eröffnen.

Im Rahmen des Zahlungskontengesetzes wurde festgelegt, dass jeder Kunde in Deutschland ein Recht auf ein Bankkonto hat. Dieses Bankkonto wird auch als Basiskonto bezeichnet. Basiskonten sind jedoch nicht immer günstig, sodass es sinnvoll ist, wenn Sie sich nach einem kostenlosen Girokonto umsehen, bei deren Kontoeröffnung die Bank keine Schufa-Anfrage stellt.

 

Kostenloses Girokonto ohne Schufa – Anbieter im Überblick

Nur wenige Anbieter in Deutschland ermöglichen die Eröffnung eines Girokontos ohne Schufa-Abfrage. Noch seltener ist ein solches Konto gleichzeitig kostenlos. Wer ein Konto ohne Bonitätsprüfung sucht, wird vor allem bei Fintechs fündig. Diese setzen auf digitale Kontomodelle, die ohne Kreditfunktionen wie Dispositionskredit oder eine klassische Kreditkarte auskommen.

Stattdessen erhalten Kundinnen und Kunden ein Konto auf Guthabenbasis und eine Debitkarte, die auf das Kontoguthaben zurückgreift.

Revolut

Ein kostenloses Girokonto mit deutscher IBAN bietet das britische Unternehmen Revolut an. Das Fintech hat laut eigenen Angaben mehr als 65 Millionen Kunden weltweit.

Vorteile

  • gebührenfreies Standard-Konto
  • deutsche IBAN
  • Handel mit Aktien und ETFs möglich
  • einfacher Umtausch von Währungen und kostenlose Währungskonten
  • kann auch als Gemeinschaftskonto geführt werden

Nachteile

  • Debitkarte wird nicht kostenlos versendet (7,99 Euro Versandgebühr bei kostenlosem Konto).
  • schwache Bargeldversorgung, im Tarif Standard und Plus nur 200 Euro oder fünf Bargeldabhebungen pro Monat
  • Kundensupport erfolgt oft in Englisch

Trade Republic

Trade Republic ist eine deutsche Neobank mit Sitz in Berlin, die ursprünglich als mobiler Broker bekannt wurde. Inzwischen bietet das Unternehmen auch ein kostenloses Girokonto mit deutscher IBAN an.

Vorteile

  • begingungslos kostenfrei
  • deutsche IBAN
  • Kostenfreie Debitkarte inklusive
  • 2 Prozent Guthabenverzinsung
  • Weltweit kostenlos Bargeld abheben ab 100 Euro je Abhebung
  • Keine Fremdwährungsgebühren bei Kartenzahlungen
  • Konto und Depot in einer App gebündelt

Nachteile

  • kein Gemeinschaftskonto möglich
  • Bargeldverfügungen unter 100,00 Euro kosten 1,00 Euro pro Vorgang
  • kaum Kundensupport möglich

Monese

Monese ist ein britisches Fintech, das seit 2015 mobile Konten als flexible Alternative zu klassischen Banken anbietet. Auch deutsche Verbraucherinnen und Verbraucher können dort problemlos ein Girokonto ganz ohne Schufa-Abfrage eröffnen. Allerdings wird keine deutsche IBAN vergeben.

Vorteile

  • bedingungslos kostenfrei (Kontomodell Pay As You Go (Zuvor Simple))
  • Kostenfreie virtuelle Debitkarte inklusive
  • Keine Fremdwährungsgebühren bei Kartenzahlungen
  • Gemeinschaftskonto möglich

Nachteile

  • keine deutsche IBAN
  • Inlandsüberweisungen kosten 1,29 € pro Überweisung
  • Debitkarte wird nicht kostenlos versendet (4,95 Euro Versandgebühr bei kostenlosem Konto)
  • keine Bargeldeinzahlungen möglich
  • Bargeldverfügungen kosten weltweit 2 Prozent

Bunq

Bunq wurde im Jahre 2012 von Ali Niknam in Amsterdam als Start-up im Bankensektor gegründet. Seit 2014 verfügt die Neobank über eine offizielle Banklizenz der niederländischen Zentralbank. Eine Besonderheit der Girokonten von Bunq ist, dass für deutsche Kundinnen und Kunden auch eine deutsche IBAN angeboten wird. 

Vorteile

  • bedingungslos kostenfrei (Kontomodell bunq Free)
  • wöchentliche Zinsen von bis zu 2,01 Prozent
  • deutsche IBAN
  • kostenfreie Debitkarte
  • Bargeldeinzahlungen an circa 10.000 Standorten
  • Apple Pay und Google Pay verfügbar

Nachteile

  • Bargeldabhebungen kosten 2,99 Euro pro Vorgang
  • kaum Kundensupport möglich

BforBank

Die BforBank wurde 2009 gegründet und ist eine Tochtergesellschaft der genossenschaftlich organisierten Crédit-Agricole-Gruppe, zu der auch die Crédit Agricole SA, eine der größten Banken Europas, gehört. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Online-Kundinnen und -Kunden. Seit 2025 bietet BforBank erstmals auch ein Girokonto an.

Vorteile

  • kostenlos bei einer Zahlung oder einer Bargeldabhebung pro Monat mit der physischen oder virtuellen Karte (Kontomodell BFOR BASIC Karte)
  • physische und digitale Visa-Debitkarte
  • drei kostenlose Bargeldabhebungen in der Eurozone 

Nachteile

  • 2,00 Euro monatlich wenn Bedingungen nicht erfüllt werden
  • Kartenzahlungen außerhalb der Eurozone kosten 1,95 Prozent
  • Bargeldverfügungen innerhalb der Eurozone kosten nach den Freiposten 1,00 Euro pro Vorgang 
  • Bargeldverfügungen außerhalb der Eurozone kosten 1,95 Prozent
  • Kontoeröffnung ausschließlich über Smartphone-App möglich
  • kein Dispokredit
  • keine Bargeldeinzahlungen möglich

 

Konto eröffnen, trotz Schufa: So geht es auch mit negativen Einträgen

Für die Eröffnung eines Girokontos trotz negativer Schufa bestehen zwei Varianten:

  1. Sie machen von Ihrem Recht auf ein Basiskonto Gebrauch. Das sogenannte Jedermannkonto wird auf Guthabenbasis geführt und bietet Ihnen grundsätzlich alle Funktionen des klassischen Girokontos. Mit unserem Girokonto-Vergleich finden Sie die Banken, die ein kostenfreies Basiskonto anbieten. Hierzu zählen beispielsweise die ING und unter gewissen Bedingungen die DKB sowie die Consorsbank.
  2. Einige Banken tätigen zwar eine Abfrage bei der Schufa, bieten aber auch trotz negativer Schufa-Merkmale ein Girokonto an. Beispielsweise existieren bei der Norisbank aus unserem Girokonto-Vergleich für das Kontomodell Girokonto plus keine Bonitätsvoraussetzungen. Hier gibt es auf Wunsch sogar einen Dispo und eine Mastercard.

 

Warum stellen Banken bei der Kontoeröffnung eine Schufa-Anfrage?

Bei der Kontoeröffnung gehören die Abfrage der Schufa und die Vereinbarung zur Übermittlung von Daten an die Schufa grundsätzlich zum Standardvorgehen. Das hat drei wesentliche Gründe:

  1. Die meisten Banken und Sparkassen sind Vertragspartner der Schufa. Da das System der Schufa nur funktioniert, wenn Daten bereitgestellt werden, sind alle Vertragspartner gewillt, dass die Daten aktuell sind und ein Austausch stattfindet.
  2. Die Banken sind daran interessiert, die Bonität des potenziellen Kunden einschätzen zu können, da auf den ersten Blick alle weiteren Bankdienstleistungen eher auf bonitätsstarke Kunden ausgelegt sind. Da Banken in der Regel im Bereich der Kontoführung nur kostendeckend arbeiten, ist das Folgegeschäft in Form von Krediten oder der Geldanlage besonders wichtig für die Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
  3. Viele Kunden möchten direkt bei der Girokontoeröffnung oder nach kurzer Zeit der Geschäftsbeziehung einen Dispositionskredit für Notfälle oder eine Kreditkarte. Für diesen Fall ist die Überprüfung der Kreditwürdigkeit des Kunden unabdingbar und daher wird mit einer Schufa-Abfrage bei Kontoeröffnung bereits vorgearbeitet.

 

Konto ohne Schufa-Abfrage eröffnen und einfach wechseln

Der Wechsel des Girokontos schreckt viele Menschen ab. Begründet ist dies dadurch, dass bei einem Kontowechsel alle Zahlungspartner informiert und alle Daueraufträge neu eingerichtet werden müssen. Dabei wissen viele nicht, dass seit dem 18. September 2016 jeder Girokontoanbieter dazu verpflichtet ist, Ihnen beim Kontowechsel zu helfen. Hierzu müssen Sie nur folgende Daten parat haben:

  • IBAN des alten Kontos
  • Ihre Adresse
  • Angabe weitere Kontoinhaber (falls Gemeinschaftskonto)
  • Neue Bankverbindung
  • Wechsel-Datum

Grundsätzlich gibt es zwei Verfahren, wie die neue Bank Ihr altes Konto auf das neue umstellt: entweder per Papier-Formular oder über einen Internet-Service im Onlinebanking. Wie das funktioniert, stellen wir Ihnen in unserem Ratgeber zum Kontowechsel vor.

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Über den Product Owner Mike Belschner

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Mike, Jahrgang 1971, ist Online-Redakteur und bringt seine Expertise bei biallo.de im Bereich Verbraucherthemen sowie in Ratgeber und Anleitungen ein. Er ist erst dann zufrieden, wenn der Leser die Lösung für sein Problem gefunden hat. Als Verkäufer, freier Autor, Unternehmer und erfolgreicher Gründer bringt er viel Erfahrung und “Internet-Geist” mit. 2016 gründete Mike das Verbraucherschutzportal onlinewarnungen.de, später verbraucherschutz.com, welches bereits 3 Jahre später zu den führenden Webseiten im Bereich Verbraucherschutz gehörte. Nach dem Verkauf des Projektes verstärkt Mike das Biallo-Team seit 2020. 

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