Mieten oder Kaufen: So fahren Sie langfristig günstiger

Baufinanzierung Mieten oder Kaufen: So fahren Sie langfristig günstiger

Max Geißler
von Max Geißler
04.08.2017
Auf einen Blick
  • Angesichts extrem niedriger Zinsen fragen sich viele Leute, ob sie ihre Mietwohnung gegen Eigentum tauschen sollen.

  • Die Frage "mieten oder kaufen" lässt sich nicht generell für alle Regionen beantworten.

  • Wo die Kauf-Immobilien besonders teuer sind, sind die Mieten auch besonders hoch.
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Das Berliner empirica-Institut wollte wissen, ob Mieter oder Käufer langfristig besser fahren und hat anhand von Daten des Statistischen Bundesamtes die Belastung von Miet- und Eigentümerhaushalten mit einem Nettoeinkommen zwischen 2.000 und 3.000 Euro untersucht. Bei den Mietern floss die Bruttowarmmiete in die Rechnung ein, bei den Eigentümern die Kreditkosten sowie die Wohnnebenkosten.

Das Ergebnis ist eindeutig

Eigentümer haben anfangs höhere Ausgaben als Mieter, doch mit der Zeit wendet sich das Blatt. "Während Mieter in jungen Jahren rund ein Viertel ihres Einkommens für eine warme Wohnung ausgeben, müssen Selbstnutzer jeden dritten Euro fürs Wohnen aufwenden und sich beim Konsum einschränken", sagt Empirica-Chef Reiner Braun. In der Familienphase zwischen 40 und 54 Jahren gleiche sich die Belastung des Käufers der des Mieters an. Beide Gruppen geben dann etwa ein Viertel ihres Einkommens fürs Wohnen aus. In den Folgejahren neigt sich die Waage zugunsten der Eigentümer. "Schuldenfreie Selbstnutzer geben im Ruhestand nur 16 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen aus, Mieterhaushalte benötigen hingegen fast ein Drittel ihres Haushaltsbudgets", so Braun. Im Alter stünden Eigentümerhaushalten dann rund 300 Euro monatlich mehr zur Verfügung.

Die Vermögenswaage neigt zu Eigentum

Auch die Vermögensentwicklung spricht für Wohneigentum. Während Mieter Jahr für Jahr Tausende Euro an ihren Vermieter zahlen, wächst mit jeder Kreditrate das Vermögen des Immobilienkäufers. Zwar belasten Kaufkosten und Kreditschulden die Vermögensrechnung. Doch nach Schuldentilgung profitieren Eigentümer von Objektwert und Grundstück.

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Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln rechnet vor

Ein Käufer mit 90.000 Euro Eigenkapital erwirbt mithilfe eines Baukredits über 210.000 Euro ein Objekt zu 300.000 Euro. Nach Abzug aller Kosten - auch für die Instandhaltung - und einer angenommenen Wertsteigerung von 0,5 Prozent pro Jahr summiert sich das Vermögen nach 25 Jahren auf 244.000 Euro. Legt ein Mieter die gleichen 90.000 Euro in einen Rentenfonds an und spart weitere 50 Euro jeden Monat hinzu, kommt er bei gleicher Monatsbelastung nur auf 163.000 Euro.

Unser Tipp

Mit besonders günstigen Krediten z.B. von AllianzHypovereinsbank oder 1822 sind sogar über 300 Euro Ersparnis drin.

Eigenheime bleiben weiterhin erschwinglich

Seit 2010 sind die Immobilienpreise rasant gestiegen, die finanzielle Belastung der Käufer blieb aber auf bezahlbarem Niveau. Wie eine Untersuchung von Deutsche Bank Research zeigt, wurden Immobilien in den letzten Jahren vielerorts erschwinglicher. Zuletzt ging der Erschwinglichkeitsindex aber leicht zurück. „Steigende Hauspreise wurden durch Einkommenszuwächse und fallende Bauzinsen praktisch ausgeglichen“, sagt Christoph Zschätzsch, Leiter Banking- und Kreditprodukte bei der Deutschen Bank. Allerdings gebe es regionale Unterschiede. Teure Quadratmeterpreise wie in München würden oft nur durch Abstriche bei der Wohnungsgröße erschwinglich.

Das Zinstief entlastet Käufer

Das aktuelle Zinsniveau begünstigt den Immobilienkauf. Kosteten fünfzehnjährige Baukredite vor fünf Jahren rund 3,5 Prozent Zinsen, so sind sie heute im Schnitt für 1,8 Prozent zu haben. Ein Darlehen über 200.000 Euro kostet dadurch rund 280 Euro weniger im Monat. Einen Teil der Ersparnis davon sollten Kreditnehmer für eine hohe Tilgung nutzen.

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Das "Thema der Woche" ist ein Service der Verbraucher-Redaktion Biallo & Team GmbH. Dieser Beitrag steht Ihnen auch als PDF-Download zur Verfügung: "Mieten oder Kaufen: So fahren Sie langfristig günstiger".

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de