Produktcheck Ratenkredit Barclaycard

Thomas Brummer
von Thomas Brummer
01.07.2016
Auf einen Blick
100 Prozent digital. Diesen unbürokratischen Antragsprozess verspricht Barclaycard Neukunden, wenn sie sich für den "Express-Kredit" entscheiden. Der Test:
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Merkmale

Barclays ist ein britisches Bankhaus. Das Londoner Institut kam 1966 mit einer Neuheit auf den europäischen Bankenmarkt: die Kreditkarte, „Barclaycard“ genannt. Heute ist Barclaycard ein Unternehmensbestandteil von Barclays und bietet deutschen Kunden unter anderem Ratenkredite an, etwa den "Express-Kredit". Vor einiger Zeit noch unterschied das Geldhaus: Kunden mit guter Bonität erhielten einen niedrigen Zinssatz, wohingegen Kunden, deren Bonität als mäßig eingeschätzt wurde, einen Aufschlag hinnehmen mussten. Damit ist jetzt Schluss - zumindest für Neukunden. Wer den Zuschlag erhält, zahlt zum Betrachtungszeitpunkt pauschal effektive 3,79 Prozent Zinsen im Jahr. Dabei spielt auch die Laufzeit keine Rolle. Bestandskunden erhalten Ratenkredit-Konditionen weiterhin in Abhängigkeit ihrer Bonität. In Bezug auf den Darlehensbetrag reicht die Bandbreite in jedem Fall von 1.000 bis 35.000 Euro.

Stärken

Mit dem Pauschalzins für Neukunden, der relativ attraktiv ist, ist der Ratenkredit von Barclaycard wesentlich transparenter. Das Geldhaus wirbt also nicht mit einem Lockzins, den die meisten Bürger ohnehin nicht bekommen würden. Für viele Kreditnehmer wird die monatliche Belastung dadurch sogar niedriger. Denn bei schlechter Bonität wurden vor wenigen Monaten noch knapp

sieben Prozent fällig. Aber auch mit den bonitätsabhängigen Zinssätzen für Bestandskunden zählt Barclaycard zu den Spitzenanbietern. Außerdem verspricht das Institut einen unbürokratischen Ablauf. Der komplette Vorgang wird in einem Rutsch über das Internet und per Video-Telefonat abgewickelt, also komplett digital. Die Bank räumt eine Widerrufsfrist von acht Wochen ein. Sondertilgungen sind jederzeit kostenlos möglich.

Schwächen

Die Zinspolitik für Neukunden ist zwar fairer, Verbraucher mit sehr guter Bonität kommen damit aber gleichzeitig bei anderen Anbietern vereinzelt günstiger weg. Selbstständige und Freiberufler erhalten keinen "Express-Kredit".

Wettbewerber

Die Oyak Anker Bank bietet ebenfalls einen bonitätsunabhängigen Ratenkredit zu vergleichbaren Konditionen an. Aber Vorsicht: Bei 96-monatiger Laufzeit wird der Zins sprunghaft teurer.

 

Fazit

 

Wer als Neukunde ein transparentes, unbürokratisches Kreditangebot sucht, wird bei Barclaycard fündig. Bestandskunden erhalten bei solider Bonität ebenfalls Spitzenzinsen.

Bewertung
Ratenkredit Barclaycard
Zinsen (70 Prozent) Zinshöhe (80%) 5 Zinsstabilität (20%) 4 4.8
Nebenbedingungen (20 Prozent) Nettokreditbetrag (50%) 3 Vorfälligkeitsentschädigung/Sondertilgung (50%) 5 4.0
Service (10 Prozent) Kreditvergabe-Prozess (100%) 4 4.0
Gesamtbewertung (Bestnote: 5 Sterne) 4.6
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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de