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Auf einen Blick
  • Deutschlands größte Direktbank ING ist vor allem für ihr Girokonto ohne Kontoführungsgebühr bekannt.

  • Aber auch die Baufinanzierung kann durch interessante Zinsen und ein gutes Angebot überzeugen.

  • Besonders positiv fallen die Zinsrabatte und verbraucherfreundlichen Rahmenbedingungen ins Auge.

Fazit: Durchschnittliche Zinsen, sehr gute Rahmenbedingungen

 

Bewertung: Baugeld ING Diba

Zinsen
(80 Prozent)
 
3.50
3.50
Laufzeiten
(5 Prozent)
 
4.00
4.00
Sondertilgung
(5 Prozent)
 
5.00
5.00
Nebenbedingungen
(10 Prozent)
Bereitstellung ab
(50%)
Bereitstellungszinsen
(50%)
5.00
4.00
4.50

Vorteile

  • gute Zinssätze
  • kulante Sondertilgungsmöglichkeit
  • Tilgungssatzwechsel möglich
  • regionale Zinsrabatte 
  • Zinsrabatte bei Darlehensbeträgen ab 300.000 Euro
  • moderne Beratungsmöglichkeiten

Nachteile

  • Konkurrenz mit teilweise niedrigeren Bauzinsen

Das Jahr 2021 war für angehende Bauherren so interessant wie nie - Kundinnen und Kunden wurden mit niedrigen Zinsen und interessante Angeboten überhäuft. Aktuell schnellen die Bauzinsen jedoch wieder rapide nach oben. Wie sich der komplette Markt entwickeln wird und wo es genau hingeht, ist im Moment noch schwer einzuschätzen. Mit dem Baufinanzierungs-Vergleich von biallo.de behalten Sie die Zinsentwicklungen immer im Blick und können nach interessanten Angeboten suchen.

 

Die ING im Porträt

Die ING wurde 1965 als „Bank für Sparanlagen und Vermögensbildung – BSV" durch die Gewerkschaft Bau, Steine, Erden gegründet. Sie war die erste deutsche Direktbank, also eine Bank ohne Filialen. Der direkte Kontakt zwischen Kunden und Bank wurde damals mit Briefen gehalten.

Anfang der 1990er-Jahre erfolgte die Umbenennung in „Allgemeine Deutsche Direktbank" – kurz Diba. Bekanntheit erlangte die Diba mit ihrem „Extra-Konto" genannten Tagesgeldkonto. Seit 1998 ist die niederländische Großbank ING an der Diba beteiligt. Seit Herbst 2018 tritt die Direktbank nur noch unter der Marke ING auf.

Mit mehr als neun Millionen Kunden ist die ING mit Abstand Deutschlands größte Direktbank. Ihre Kerngeschäftsfelder sind unter anderem Spareinlagen, Baufinanzierungen, Ratenkredite und Girokonten.

Diese Produkte der ING haben wir bereits getestet

 

Personenkreis

Um das Baugeld der ING zu erhalten, müssen Verbraucher – neben einer ausreichenden Bonität – über ein regelmäßiges „stabiles" Einkommen verfügen, etwa als Angestellter, Arbeiter oder Rentner. Auch Selbstständige mit Einkünften aus freiberuflicher Tätigkeit können den Kredit erhalten, nicht jedoch Personen mit Einkünften aus Gewerbebetrieb, Land-/Forstwirtschaft oder Existenzgründungen.

 

Was wird finanziert?

Es werden Ein- und Zweifamilienhäuser beziehungsweise Eigentumswohnungen in Deutschland finanziert. Das gilt natürlich sowohl für Bestands- als auch Neubauten. „Objektfinanzierungen im Ausland sind zurzeit grundsätzlich nicht möglich, es sei denn, es gibt eine Absicherung im Inland", heißt es von Seiten der ING.

 

Die Bauzinsen

Die Bauzinsen der ING liegen über alle Laufzeiten hinweg im Moment über dem aktuellen Marktschnitt und können den Spitzenzinsen einiger Wettbewerber leider nicht das Wasser reichen. Vor allem bei längeren Zinsbindungszeiten und höheren Kreditsummen bewegen sich die Konditionen der Frankfurter Direktbank eher im durchschnittlichen Bereich. Beispielsweise kostet derzeit laut Biallo-Index Baugeld mit einer Laufzeit von 20 Jahren im Schnitt 1,49 Prozent, die ING verlangt den gleichen 1,52 Prozent effektiv pro Jahr.

Positiv: Häuslebauer profitieren von einigen Zinsrabatten von bis zu 0,10 Prozentpunkte – etwa für die Prolongation des Darlehens oder als regionaler Rabatt.

Laufzeit Zinsen pro Jahr in Prozent
Biallo.de Bewertung
 5 Jahre
 1,01 %
 3,7 / 5
 10 Jahre
 1,03 %
 3,7 / 5
 15 Jahre
 1,37 %
 3,7 / 5
 20 Jahre
 1,52 %
 3,7 / 5

Quelle: biallo.de / Angaben des Anbieters; Stand 26.01.2022. (Kreditsumme: 300.000, Beleihung: 60 %, Anfangstilgung 3,5 %)

 

Beleihung

Standardmäßig ist eine Beleihung von 60 Prozent vorgesehen, maximal können aber auch bis zu 100 Prozent der Kauf- beziehungsweise der Baukosten finanziert werden.

 

Mögliche Darlehenssumme

Immobilienkäufer müssen sich mindestens 75.000 Euro bei den Frankfurtern borgen.

 

Tilgung

Verbraucherinnen und Verbaucher haben die Möglichkeit, einen Tilgungssatz zwischen einem und maximal zehn Prozent pro Jahr zu wählen. „Nutzen Sie das aktuelle Niedrigzinsniveau und wählen Sie am besten von Anfang an einen Tilgungssatz von mindestens drei Prozent pro Jahr", empfiehlt die ING.

 

Sondertilgung

Sondertilgungen sind bis zu maximal fünf Prozent der Darlehenssumme pro Jahr kostenfrei. Wer den Baukredit vorzeitig komplett zurückzahlen möchte, der muss die gesetzlich festgelegte Vorfälligkeitsentschädigung begleichen.

 

Bereitstellungszinsen

Ab dem achten Monat wird ein Bereitstellungszins von niedrigen 0,15 Prozent pro Monat fällig.

 

Beratung

Da es sich bei einer Baufinanzierung um die wohl größte Investition in einem Arbeitsleben handelt, ist eine gute und kompetente Beratung ein Muss. Obwohl die ING über keinerlei Filialen verfügt, haben Verbraucher trotzdem die Möglichkeit, sich persönlich beraten zu lassen – nämlich über den Baukreditvermittler Interhyp an rund 100 Standorten in Deutschland. Zudem steht auch eine Beratung per E-Mail, Telefon oder auch durch den Chatbot zur Verfügung.

 

Fazit: Durchschnittliche Zinsen, sehr gute Rahmenbedingungen

Ein durchschnittliches Angebot, das auch sonst zu den kundenfreundlichen Angeboten der ING passt. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten besonders auf die regionalen Zinsabschläge einen Blick werfen. Trotz der guten Rahmenbedingungen lassen die Zinssätze bei allen Laufzeiten aktuell leider eher einige Wünsche offen.

Kontakt:

E-Mail: info@ing.de
Telefon: 069 / 50 50 90 69

Anschrift:

ING-DiBa AG
Theodor-Heuss-Allee 2
60486 Frankfurt am Main
Über den Autor Kevin Schwarzinger
Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit 2016 ist er Mitglied der Redaktion und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.
  Kevin Schwarzinger
  David Kotzmann