Festgeld aus Deutschland

Die besten Festgeldangebote aus Deutschland

Update: 27.03.2020
Björn König
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Unser Surf-Tipp!
Auf einen Blick
  • Ab sofort bietet die SWK Bank für ein- und zweijähriges Festgeld 0,70 Prozent pro Jahr. Bei der Grenke Bank gibt es aktuell 0,80 Prozent Zinsen für zwei Jahre.

  • Bei vielen deutschen Anbietern greift neben der gesetzlichen Einlagensicherung zusätzlich der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken.

  • Über diesen Einlagensicherungsfonds sind Spargelder in Millionenhöhe abgesichert. 
Festgeld aus Deutschland: Heimische Zinsen bei höchster Sicherheit.
Andrzej Rostek / Shutterstock.com

Zwei deutsche Anbieter haben jüngst ihre Zinsen deutlich nach oben geschraubt: So bietet die SWK Bank aus Bingen am Rhein aktuell bei einer Laufzeit von sechs Monaten 0,60 statt 0,50 Prozent pro Jahr. Bei ein- und zweijährigem Festgeld erhalten Sparer jeweils 0,70 statt der bisherigen 0,60 Prozent pro Jahr.

Doch das ist noch nicht alles: Das Geldhaus hat auf die herrschende Corona-Pandemie reagiert und ihren Eröffnungsprozess deutlich verschlankt. Unter dem Motto "#WirBleibenZuhause" können Verbraucher ab sofort bequem vom heimischen Computer, Smartphone oder Tablet aus, den neuen unterschriftslosen Festgeld-Antrag nutzen. Die Legitimation erfolgt im Anschluss durch das sogenannte Video-Ident-Verfahren.

Lesen Sie auch: Das Festgeld der SWK Bank im Test

Die Grenke Bank hat die Festgeldzinsen innerhalb einer Woche gleich zweimal angehoben, beispielsweise bei einjähriger Laufzeit von zuvor 0,20 auf jetzt 0,65 Prozent und bei zwei zweijähriger Laufzeit von 0,40 auf 0,80 Prozent pro Jahr.

Wie sicher ist Festgeld in Deutschland?

Deutschland zählt im Hinblick auf seine Bonität zu den Triple A-Staaten, womit auch hier eine nahezu 100-prozentige Ausfallsicherung für Schuldner gegeben ist. Die Haushaltsführung ist traditionell konservativ und weist Überschüsse auf. Es besteht aber zumindest die Befürchtung, dass es mittelfristig zu einem Abschwung kommen kann.

So bewerten die Ratingagenturen die Bonität

Die drei weltweit einflussreichsten Agenturen sind Standard & Poor's (S&P), Moody's und Fitch. Um die Bonität eines Staates, einer Bank oder eines Unternehmens zu bewerten, nutzen die Agenturen Buchstabencodes.

Agentur Beste Bonität Sichere Anlage Durchschnittlich spekulativ Höchst spekulativ Risikohaft Zahlungsausfall
S&P AAA A- BBB B- CCC D
Moody's Aaa A3 Baa1 B3 Caa1 C
Fitch AAA A- BBB B- CCC D

Diese Anbieter aus Deutschland finden Sie auf biallo.de

Mit über 50 Anbietern bilden deutsche Kreditinstitute die umfangreichste Gruppe im Festgeld Vergleich von biallo.de – sowohl Sparkassen, Genossenschaftsbanken als auch Privatbanken sind mit dabei. Die Bonität der einzelnen Anbieter ist hier weitestgehend vorbildlich. Doch in erster Linie ist die Zahlungsfähigkeit des Staates für die Qualität der Einlagensicherung verantwortlich und nicht die Bonität des einzelnen Finanzdienstleisters.

  • Biallo-Tipp: Welche Rolle das jeweilige Einlagensicherungssystem für die Bewertung spielt, können Sie unter Festgeld-Test nachlesen.

Ausgewählte deutsche Anbieter mit zwei Jahren Laufzeit

Anbieter
Zinsertrag  
Zinssatz
Bewertung Produktdetails Zum Anbieter
 192,92
0,96%
4,9 /5
  • -100% Einlagensich. 
  • -Onlineangebot
Produktdetails
Grenke Bank
142,00
0,71%
5,0 /5
  • -100% Einlagensich. 
  • -Onlineangebot
 140,49
0,70%
4,9 /5
  • -100% Einlagensich. 
140,49
0,70%
4,9 /5
  • -100% Einlagensich. 
  • -Onlineangebot
Produktdetails
SWK Süd-West-Kreditbank
120,36
0,60%
4,9 /5
  • -100% Einlagensich. 
  • -Onlineangebot
Anlage 10.000 €; Laufzeit 24 Monate; Stand: 06.04.2020.

Wie ist die momentane wirtschaftliche Lage und Zins-Situation in Deutschland?

Deutschland galt für lange Zeit als fiskalpolitischer Stabilitätsanker in der Europäischen Union. Das lag vor allem auch an der Regierungsführung unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Die Zahlen sprechen auch nach wie vor für sich: Niedrige Arbeitslosenquoten und Haushaltsüberschüsse zeigen, dass die Politik in den wichtigen Kernbereichen nach wie vor solide ist.

Allerdings wird die Corona-Pandemie nicht spurlos an der deutschen Wirtschaft vorübergehen. Die Bundesregierung versucht zwar gegenzusteuern und hat im Eilverfahren ein milliardenschweres Hilfspaket und Gesetzesänderungen auf den Weg gebracht. Doch welche Schäden die hiesige Wirtschaft im Zuge der Pandemie erleiden wird, ist noch ungewiss.

Worst-Case-Szenario: Was mache ich bei einer Bankenpleite?

Grundsätzlich gilt: Bankeinlagen sind innerhalb der Europäischen Union (EU) bis zu einer maximalen Anlagesumme von 100.000 Euro gesetzlich geschützt, so will es die EU-Richtlinie zur Einlagensicherung. Bislang gibt es allerdings noch kein gemeinsames europäisches Einlagensicherungssystem. Die Einlagensicherung ist nach wie vor national organisiert. Direkter Ansprechpartner im Falle einer Bankeninsolvenz ist die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB).

Bei öffentlich-rechtlichen Sparkassen, Landesbanken, Landesbausparkassen und Genossenschaftsbanken sind Anleger durch die institutsbezogenen Sicherungssysteme geschützt. Bei Sparkassen ist das der Deutsche Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), bei Genossenschaftsbanken der Bundesverbandes der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

So verläuft das Entschädigungsverfahren

Kommt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) zu dem Ergebnis, dass eine Bank ihre Geschäfte nicht mehr erfolgreich fortführen kann, oder dauert das von der Bafin verhängte Moratorium (Ein- und Auszahlungsverbot) bereits sechs Wochen an, stellt sie den sogenannten Entschädigungsfall fest. Die EdB informiert im Anschluss unverzüglich die betroffenen Anleger und hat sieben Tage Zeit sie zu entschädigen.

Wichtig: Ein Antrag auf Entschädigung seitens des Anlegers ist nicht erforderlich.

Der Einlagensicherungfonds des BdB

Neben der gesetzlichen gibt es auch eine freiwillige Einlagensicherung. Der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) schützt die Spareinlagen von Verbrauchern bei privaten Banken in Deutschland und zwar bis zu einer Höhe von 20 Prozent der haftenden Eigenmittel der jeweiligen Bank.

Dies bedeutet einen Einlagenschutz von mindestens einer Million Euro je Anleger. So sind beispielsweise bei der ING Kundengelder bis zu einer maximalen Summe von mehr als 1,2 Milliarden Euro pro Anleger abgesichert – zumindest in der Theorie. Bei der Isbank sind es gut 27 Millionen Euro pro Anleger, bei der Ziraat Bank circa 32 Millionen, bei der Grenke Bank knapp 33 Millionen Euro und bei der VTB gut 175 Millionen Euro.

  • Biallo-Tipp: Welche Bank dem Einlagensicherungsfonds angeschlossen ist und wie hoch die jeweiligen Garantiesummen ausfallen, können Anleger ganz einfach unter einlagensicherungsfonds.de nachvollziehen.

Wichtig: Im Gegensatz zur der gesetzlichen besteht bei der freiwilligen Einlagensicherung kein rechtlicher Anspruch auf Entschädigung. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte nicht mehr als 100.000 Euro bei einem einzelnen Institut anlegen.

Was ist steuerlich bei einer Festgeldanlage aus Deutschland zu beachten?

In Deutschland fällt die reguläre Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent an. Anleger zahlen aus ihren Kapitalerträgen den Solidaritätszuschlag und je nach konfessioneller Zugehörigkeit gegebenenfalls die Kirchensteuer.




  Björn König


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