Sicherheit und Vielfalt made in Germany

Festgeld aus Deutschland Sicherheit und Vielfalt made in Germany

von Björn König
05.12.2018
Auf einen Blick
  • Wirtschaftswachstum, politische Stabilität und eine hohe Bonität sprechen für Festgeldanlagen in Deutschland.

  • Die deutschen Festgeldanbieter bilden den Großteil im Biallo-Festgeld-Vergleich ab, weshalb sich hier interessante Angebote für verschiedene Anlagedauern finden lassen.
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Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah! Dieses an Goethes "Erinnerung" angelehnte Sprichwort gilt sicher auch für Anleger. Denn Deutschland bietet beim Thema Finanzen Stabilität. Allerdings gibt es auch Risiken, die man nicht aus den Augen verlieren sollte.

Wie sicher ist Festgeld in Deutschland?

Deutschland zählt im Hinblick auf seine Bonität zu den Triple A-Staaten, womit auch hier eine nahezu 100-prozentige Ausfallsicherung für Schuldner gegeben ist. Die Haushaltsführung ist traditionell konservativ und weist Überschüsse auf. Es besteht aber zumindest die Befürchtung, dass es mittelfristig zu einem Abschwung kommen kann.

So bewerten die Ratingagenturen die Bonität

Die drei weltweit einflussreichsten Agenturen sind Standard & Poor's (S&P), Moody's und Fitch. Um die Bonität eines Staates, einer Bank oder eines Unternehmens zu bewerten, nutzen die Agenturen Buchstabencodes.

AgenturBeste BonitätSichere AnlageDurchschnittlich spekulativHöchst spekulativRisikohaftZahlungsausfall
S&PAAAA-BBB+B-CCC+D
Moody'sAaaA3Baa1B3Caa1C
FitchAAAA-BBB+B-CCCD

Diese Anbieter aus Deutschland finden Sie auf biallo.de

Mit über 50 Anbietern bilden deutsche Kreditinstitute die umfangreichste Gruppe im Festgeld-Vergleich von biallo.de – sowohl Sparkassen, Genossenschaftsbanken als auch Privatbanken sind mit dabei. Die Bonität der einzelnen Anbieter ist hier weitestgehend vorbildlich. Doch in erster Linie ist die Zahlungsfähigkeit des Staates für die Qualität der Einlagensicherung verantwortlich und nicht die Bonität des einzelnen Finanzdienstleisters.

Deutsche Banken im Festgeldvergleich

Anbieter
Zinsertrag  
Zinssatz
BewertungProduktdetailsZum Anbieter
 231,32
1,15%
4,8/5
  • -100% Einlagensich. 
  • -Onlineangebot
Produktdetails
Isbank
 231,32
1,15%
4,8/5
  • -100% Einlagensich. 
  • -Onlineangebot
 231,32
1,15%
4,8/5
  • -100% Einlagensich. 
Produktdetails
Ziraat-Bank
221,21
1,10%
5,0/5
  • -100% Einlagensich. 
  • -Onlineangebot
Produktdetails
VTB Direktbank
 190,90
0,95%
4,8/5
  • -100% Einlagensich. 
  • -Onlineangebot
Betrag 10.000 €, Laufzeit 24 Monate

Wie ist die momentane wirtschaftliche Lage und Zins-Situation in Deutschland?

Deutschland galt für lange Zeit als fiskalpolitischer Stabilitätsanker in der Europäischen Union. Das lag vor allem auch an der Regierungsführung unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Die Zahlen sprechen auch nach wie vor für sich: Niedrige Arbeitslosenquote, Wirtschaftswachstum und Haushaltsüberschüsse zeigen, dass die Politik in den wichtigen Kernbereichen nach wie vor solide ist und die Koalition aus CDU/CSU und SPD diesen Weg weiter verfolgt.

Unsicherheiten ergeben sich nicht in Deutschland selbst, sondern eher im europäischen Umfeld. Problematisch sind die Entwicklungen in Griechenland und Italien. Spannend wird zudem für Deutschland sein, wie die EZB-Zinspolitik in den kommenden Jahren unter einem neuen Zentralbankpräsidenten fortgeführt wird.

Worst-Case-Szenario: Was mache ich bei einer Bankenpleite?

Grundsätzlich gilt: Bankeinlagen sind innerhalb der Europäischen Union (EU) bis zu einer maximalen Anlagesumme von 100.000 Euro gesetzlich geschützt, so will es die EU-Richtlinie zur Einlagensicherung. Bislang gibt es allerdings noch kein gemeinsames europäisches Einlagensicherungssystem. Die Einlagensicherung ist nach wie vor national organisiert. Direkter Ansprechpartner im Falle einer Bankeninsolvenz ist die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB).

Bei öffentlich-rechtlichen Sparkassen, Landesbanken, Landesbausparkassen und Genossenschaftsbanken sind Anleger durch die institutsbezogenen Sicherungssysteme geschützt. Bei Sparkassen ist das der Deutsche Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), bei Genossenschaftsbanken der Bundesverbandes der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

So verläuft das Entschädigungsverfahren

Kommt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) zu dem Ergebnis, dass eine Bank ihre Geschäfte nicht mehr erfolgreich fortführen kann, oder dauert das von der Bafin verhängte Moratorium (Ein- und Auszahlungsverbot) bereits sechs Wochen an, stellt sie den sogenannten Entschädigungsfall fest. Die EdB informiert im Anschluss unverzüglich die betroffenen Anleger und hat sieben Tage Zeit sie zu entschädigen.

Wichtig: Ein Antrag auf Entschädigung seitens des Anlegers ist nicht erforderlich.

Der Einlagensicherungfonds des BdB

Neben der gesetzlichen gibt es auch eine freiwillige Einlagensicherung. Der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) schützt die Spareinlagen von Verbrauchern bei privaten Banken in Deutschland und zwar bis zu einer Höhe von 20 Prozent der haftenden Eigenmittel der jeweiligen Bank. Dies bedeutet einen Einlagenschutz von mindestens einer Million Euro je Anleger. So sind beispielsweise bei der ING Kundengelder bis zu einer maximalen Summe von mehr als 1,5 Milliarden Euro pro Anleger abgesichert - zumindest in der Theorie. Bei der Isbank sind es fast 30 Millionen Euro pro Anleger, bei der Ziraat Bank knapp 40 Millionen und bei der VTB knapp 250 Millionen Euro.

  • Biallo-Tipp: Welche Bank dem Einlagensicherungsfonds angeschlossen ist und wie hoch die jeweiligen Garantiesummen ausfallen, können Anleger ganz einfach unter einlagensicherungsfonds.de nachvollziehen.

Wichtig: Im Gegensatz zur der gesetzlichen besteht bei der freiwilligen Einlagensicherung kein rechtlicher Anspruch auf Entschädigung. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte nicht mehr als 100.000 Euro bei einem einzelnen Institut anlegen.

Was ist steuerlich bei einer Festgeldanlage aus Deutschland zu beachten?

In Deutschland fällt die reguläre Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent an. Anleger zahlen aus ihren Kapitalerträgen den Solidaritätszuschlag und je nach konfessioneller Zugehörigkeit gegebenenfalls die Kirchensteuer.

Biallo-Empfehlung

Deutschland zählt zu den Staaten mit der höchsten Bonität in der EU, hat allerdings aktuell eine instabile Regierung. Ob CDU und SPD weiterhin zusammenarbeiten können und wollen, ist zumindest unsicher. Dass es jedoch zu einer EU- und freihandelskritischen Regierung kommt, ist unwahrscheinlich.

Ein Abschwung wäre aber mittelfristig trotzdem vorstellbar. Dennoch dürfte für die Zukunft nicht mit wesentlichen Abwertungen der Bonität zu rechnen sein, da die Rahmendaten nach wie vor stimmen. Sparer gehen unserer Ansicht nach bei Anlagen in Deutschland kein signifikantes Risiko ein.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de