Festgeld aus Deutschland

Die besten Festgeldangebote aus Deutschland

28.07.2020
Auf einen Blick
  • Das beste Festgeldangebot aus Deutschland kommt von der Eurocity Bank. Das Frankfurter Geldhaus bietet derzeit unter anderem 0,80 Prozent für ein Jahr, bei zwei Jahren Laufzeit sind es 0,90 Prozent Festgeldzinsen pro Jahr.

  • Bei der Pbb direkt bekommen Sparer aktuell für zwölf Monate 0,60 Prozent. Die IKB, Merkur Privatbankund SWK bieten jeweils 0,50 Prozent pro Jahr.

  • Bei vielen deutschen Anbietern greift neben der gesetzlichen Einlagensicherung zusätzlich der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken. Über diesen Einlagensicherungsfonds sind Spargelder in Millionenhöhe abgesichert. 
Festgeld aus Deutschland: Heimische Zinsen bei höchster Sicherheit.

In den vergangen Wochen haben einige deutsche Anbieter ihre Festgeldzinsen gesenkt – beispielsweise die SWK Bank bei einer Laufzeit von einem Jahr von 0,66 Prozent auf 0,50 Prozent und die Grenke Bank von 0,60 Prozent auf 0,40 Prozent pro Jahr. Aber es gibt auch erfreuliches von der Zinsfront zu berichten. Jüngst erhöhte die Eurocity Bank deutlich ihre Festgeldkonditionen. So bietert das Geldhaus aus Frankfurt am Main aktuell für ein Jahr 0,80 Prozent (zuvor 0,65 Prozent) und für zwei Jahre 0,90 Prozent pro Jahr (bisher 0,75 Prozent). Damit offeriert die Eurocity Bank derzeit das beste Festgeldangebot aller deutschen Banken. Grundsätzlich lässt sich beobachten, dass das allgemeine Zinsniveau seit März 2020 wieder angezogen hat. Laut dem Biallo-Festgeld-Index liegen die durchschnittlichen Zinsen für einjähriges Festgeld aktuell bei 0,25 Prozent. Anfang März markierte der Index noch bei seinem Allzeittief von 0,17 Prozent.

Lesen Sie auch: Das Festgeld der Eurocity Bank im Test

Wie sicher ist Festgeld in Deutschland?

Deutschland zählt im Hinblick auf seine Bonität zu den Triple A-Staaten, womit auch hier eine nahezu 100-prozentige Ausfallsicherung für Schuldner gegeben ist. Die Haushaltsführung ist traditionell konservativ und weist Überschüsse auf. Es besteht aber zumindest die Befürchtung, dass es mittelfristig zu einem Abschwung kommen kann.

So bewerten die Ratingagenturen die Bonität 


Die drei weltweit einflussreichsten Agenturen sind Standard & Poor's (S&P), Moody's und Fitch. Um die Bonität eines Staates, einer Bank oder eines Unternehmens zu bewerten, nutzen die Agenturen Buchstabencodes.

Agentur Beste Bonität Sichere Anlage Durchschnittlich spekulativ Höchst spekulativ Risikohaft Zahlungsausfall
S&P AAA A- BBB B- CCC D
Moody's Aaa A3 Baa1 B3 Caa1 C
Fitch AAA A- BBB B- CCC D

Diese Anbieter aus Deutschland finden Sie auf biallo.de

Mit über 50 Anbietern bilden deutsche Kreditinstitute die umfangreichste Gruppe im Festgeld Vergleich von biallo.de – sowohl Sparkassen, Genossenschaftsbanken als auch Privatbanken sind mit dabei. Die Bonität der einzelnen Anbieter ist hier weitestgehend vorbildlich. Doch in erster Linie ist die Zahlungsfähigkeit des Staates für die Qualität der Einlagensicherung verantwortlich und nicht die Bonität des einzelnen Finanzdienstleisters.

  • Biallo-Tipp: Welche Rolle das jeweilige Einlagensicherungssystem für die Bewertung spielt, können Sie unter Festgeld-Test nachlesen.

Ausgewählte deutsche Anbieter mit zwei Jahren Laufzeit

Rechner festgeld
Anbieter
Zinsertrag  
Zinssatz
Bewertung Produktdetails Zum Anbieter
180,81
0,90%
4,9 /5
  • -100% Einlagensich. 
  • -Onlineangebot
 172,74
0,86%
4,9 /5
  • -100% Einlagensich. 
  • -Onlineangebot
151,08
0,75%
4,9 /5
  • -100% Einlagensich. 
  • -Onlineangebot
Mehr Informationen
Pbb direkt
 130,42
0,65%
4,9 /5
  • -100% Einlagensich. 
  • -Onlineangebot
Mehr Informationen
IKB Deutsche Industriebank
120,36
0,60%
4,9 /5
  • -100% Einlagensich. 
  • -Onlineangebot
Anlage 10.000 €; Laufzeit 24 Monate; Stand: 23.07.2020.

Wie ist die momentane wirtschaftliche Lage und Zins-Situation in Deutschland?

Deutschland galt für lange Zeit als fiskalpolitischer Stabilitätsanker in der Europäischen Union. Das lag vor allem auch an der Regierungsführung unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Die Zahlen sprechen auch nach wie vor für sich: Niedrige Arbeitslosenquoten und Haushaltsüberschüsse zeigen, dass die Politik in den wichtigen Kernbereichen nach wie vor solide ist. 

Allerdings belastet die Corona-Pandemie nach wie vor die deutsche Wirtschaft. Die Bundesregierung hat zwar milliardenschwere Hilfspakete auf den Weg gebracht, doch Experten gehen davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft nicht so schnell erholen wird. Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, erklärte gegenüber der "Augsburger Allgemeinen", er gehe davon aus, dass 2022 "das Leisungsniveau der Zeit vor Corona", erreicht sei. 

Worst-Case-Szenario: Was mache ich bei einer Bankenpleite?

Grundsätzlich gilt: Bankeinlagen sind innerhalb der Europäischen Union (EU) bis zu einer maximalen Anlagesumme von 100.000 Euro gesetzlich geschützt, so will es die EU-Richtlinie zur Einlagensicherung. Bislang gibt es allerdings noch kein gemeinsames europäisches Einlagensicherungssystem. Die Einlagensicherung ist nach wie vor national organisiert. Direkter Ansprechpartner im Falle einer Bankeninsolvenz ist die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB).

Bei öffentlich-rechtlichen Sparkassen, Landesbanken, Landesbausparkassen und Genossenschaftsbanken sind Anleger durch die institutsbezogenen Sicherungssysteme geschützt. Bei Sparkassen ist das der Deutsche Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), bei Genossenschaftsbanken der Bundesverbandes der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

So verläuft das Entschädigungsverfahren

Kommt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) zu dem Ergebnis, dass eine Bank ihre Geschäfte nicht mehr erfolgreich fortführen kann, oder dauert das von der Bafin verhängte Moratorium (Ein- und Auszahlungsverbot) bereits sechs Wochen an, stellt sie den sogenannten Entschädigungsfall fest. Die EdB informiert im Anschluss unverzüglich die betroffenen Anleger und hat sieben Tage Zeit sie zu entschädigen.

Wichtig: Ein Antrag auf Entschädigung seitens des Anlegers ist nicht erforderlich.

Der Einlagensicherungfonds des BdB

Neben der gesetzlichen gibt es auch eine freiwillige Einlagensicherung. Der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) schützt die Spareinlagen von Verbrauchern bei privaten Banken in Deutschland und zwar bis zu einer Höhe von 20 Prozent der haftenden Eigenmittel der jeweiligen Bank.

Dies bedeutet einen Einlagenschutz von mindestens einer Million Euro je Anleger. So sind beispielsweise bei der IKB Kundengelder bis zu einer maximalen Summe von mehr als 270 Millionen Euro pro Anleger abgesichert – zumindest in der Theorie. Bei der SWK Bank sind es gut 107 Millionen Euro pro Anleger, bei der Pbb direkt circa 465 Millionen, bei der Grenke Bank gut 43 Millionen Euro und bei der Merkur Bank knapp 30 Millionen Euro.

  • Biallo-Tipp: Welche Bank dem Einlagensicherungsfonds angeschlossen ist und wie hoch die jeweiligen Garantiesummen ausfallen, können Anleger ganz einfach unter einlagensicherungsfonds.de nachvollziehen.

Wichtig: Im Gegensatz zur der gesetzlichen besteht bei der freiwilligen Einlagensicherung kein rechtlicher Anspruch auf Entschädigung. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte nicht mehr als 100.000 Euro bei einem einzelnen Institut anlegen.

Was ist steuerlich bei einer Festgeldanlage aus Deutschland zu beachten?

In Deutschland fällt die reguläre Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent an. Anleger zahlen aus ihren Kapitalerträgen den Solidaritätszuschlag und je nach konfessioneller Zugehörigkeit gegebenenfalls die Kirchensteuer.




  Björn König


 
 
 
 
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