Auf einen Blick
  • Festgelder mit deutscher Einlagensicherung gehören wieder zu den attraktivsten im Festgeld-Vergleich von biallo.de. 

  • So winken beispielsweise bereits bei einem Jahr Laufzeit bis zu 4,10 Prozent Zinsen, bei fünf Jahren sind es immerhin noch 3,70 Prozent pro Jahr.

  • Bei vielen deutschen Anbietern greift neben der gesetzlichen Einlagensicherung zusätzlich der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken (BdB). 
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Festgeld aus Deutschland ist bei Sparerinnen und Sparern besonders beliebt. Anleger schätzen vor allem die Verlässlichkeit deutscher Anbieter. Schließlich gilt die gesetzliche Einlagensicherung als eine der sichersten weltweit. Dazu ist die Versteuerung der Zinsen bei inländischen Banken oft deutlich einfacher als im Ausland. Auch im Hinblick auf die Zinsen können die deutschen Banken im Festgeld-Vergleich von biallo.de mit der ausländischen Konkurrenz aktuell durchaus mithalten.

 

Die besten Festgeldkonten aus Deutschland im Vergleich

Derzeit gibt es diverse Anbieter mit deutscher Einlagensicherung, die deutlich über drei Prozent aufs Festgeld bieten. Dazu gehört etwa die SBI Frankfurt, die bei einem Jahr Laufzeit 4,10 Prozent Zinsen pro Jahr aufruft, bei zwei Jahren 4,20 Prozent. Bei der maximal möglichen Festgeld-Laufzeit von zehn Jahren bietet die Pbb Direkt einen Top-Zins von 3,75 Prozent an.

Anbieter Zinsen 1 Jahr p. a. Zinsen 2 Jahre p. a.
SBI Frankfurt
(zum Produkttest)
4,10 % 4,20 %
Creditplus
(zum Produkttest)
3,85 % 3,60 %
Volkswagen Bank 3,75 % 3,45 %
DKB
(zum Produkttest)
3,50 % 3,00 % 
Pbb Direkt
(zum Produkttest)
3,50 % 3,50 %

Quelle: Festgeld-Vergleich von biallo.de / Stand 22.1.2024 / Angaben ohne Gewähr

 

Wie sicher ist Festgeld in Deutschland?

Deutschland zählt im Hinblick auf seine Bonität wie Schweden oder die Niederlande zu den sogenannten Triple-A-Staaten. Das bedeutet, dass die Bundesrepublik jeweils die höchste Bonitätseinstufung von den drei wichtigen Ratingagenturen erhält. Damit ist eine nahezu 100-prozentige Ausfallsicherung für Schuldner gegeben. 

Zwar hatte 2023 die Schweizer Rating-Agentur Independent Credit View für Schlagzeilen gesorgt, indem sie Deutschland die Bestnote für seine Bonität entzog. Die drei großen Agenturen, S&P Global, Moody's und Fitch, aber sehen die Zukunft Deutschlands weiterhin positiv. So hatte etwa die US-Ratingagentur Fitch die Bestnote "AAA" und den Ausblick "stabil" für Deutschland noch im September 2023 bestätigt. Das Kreditrating "AAA" spiegele Deutschlands "diversifizierte Wirtschaft mit hoher Wertschöpfung, seine soliden öffentlichen Finanzen und seine starken Institutionen wider", so Fitch.

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So bewerten die Ratingagenturen die Bonität

Die drei weltweit einflussreichsten Agenturen sind S&P Global, Moody's und Fitch. Um die Bonität eines Staates, einer Bank oder eines Unternehmens zu bewerten, nutzen die Agenturen Buchstabencodes.

Agentur Beste Bonität Sichere Anlage Durchschnittlich spekulativ Höchst spekulativ Risikohaft Zahlungsausfall
S&P AAA A- BBB B- CCC D
Moody's Aaa A3 Baa1 B3 Caa1 C
Fitch AAA A- BBB B- CCC D

Quelle: Angaben der Ratingagenturen; Stand 22.1.2024

 

Diese Anbieter aus Deutschland finden Sie auf biallo.de

Mit über 80 bundesweiten Anbietern sowie über 600 Genossenschaftsbanken und über 300 Sparkassen bilden deutsche Kreditinstitute die größte Gruppe im Festgeld-Vergleich von biallo.de. Die Bonität der einzelnen Anbieter ist weitestgehend vorbildlich. Sollte es trotzdem zu einer Pleite eines Finanzdienstleisters kommen, springt die deutsche Einlagensicherung ein. Diese genießt nicht zuletzt wegen der guten Bonität Deutschlands höchstes Vertrauen.

 

Wie geht es mit den Festgeldzinsen weiter

Im September 2023 hatte die Europäische Zentralbank (EZB) zum zehnten Mal in Folge die Leitzinsen erhöht. Aktuell liegt der sogenannte Hauptrefinanzierungssatz bei 4,50 Prozent – so hoch wie August 2001 nicht mehr. Damit stiegen auch die Sparzinsen auf Rekordniveau. Seither ist die EZB aber zu einer Zinspause übergegangen. Auch bei ihrem letzten Zinsentscheid am 14. Dezember blieben die Sätze unverändert. Statt von weiteren Zinserhöhungen spricht die Zentralbank davon, dass das aktuelle Niveau nur noch "lange genug aufrechterhalten" werden müsse, um den Preisanstieg in der Eurozone zu begrenzen.

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Worst-Case-Szenario: Was mache ich bei einer Bankenpleite?

Grundsätzlich gilt: Bankeinlagen sind innerhalb der Europäischen Union (EU) bis zu einer maximalen Anlagesumme von 100.000 Euro gesetzlich geschützt, so will es die EU-Richtlinie zur Einlagensicherung. Es gibt allerdings noch kein gemeinsames europäisches Einlagensicherungssystem. Die Einlagensicherung ist national organisiert. Direkter Ansprechpartner im Falle einer Bankeninsolvenz ist die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB).

Bei öffentlich-rechtlichen Sparkassen, Landesbanken, Landesbausparkassen und Genossenschaftsbanken sind Anleger durch die jeweiligen institutsbezogenen Sicherungssysteme geschützt. Bei Sparkassen ist das der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV), bei Genossenschaftsbanken der Bundesverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

So verläuft das Entschädigungsverfahren

Kommt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) zu dem Ergebnis, dass eine Bank ihre Geschäfte nicht mehr erfolgreich fortführen kann, oder dauert das von der Bafin verhängte Moratorium (Ein- und Auszahlungsverbot) bereits sechs Wochen an, stellt sie den sogenannten Entschädigungsfall fest. Die EdB informiert im Anschluss unverzüglich die betroffenen Anlegerinnen und Anleger und hat sieben Tage Zeit, sie zu entschädigen. Wichtig: Ein Antrag auf Entschädigung seitens der Geschädigten ist nicht erforderlich.

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Freiwillige Einlagensicherung

Neben der gesetzlichen gibt es auch eine oft zusätzlich genutzte freiwillige Einlagensicherung. Der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) schützt die Spareinlagen von Verbrauchern bei privaten Banken in Deutschland, und zwar bis zu einer Höhe von 15 Prozent der haftenden Eigenmittel der jeweiligen Bank – mindestens 750.000 Euro bis maximal fünf Millionen Euro pro Privateinleger. Diese Sicherungsgrenze soll allerdings schrittweise bis zum Jahr 2030 auf eine Million Euro pro Sparer abgesenkt werden.

  • Biallo-Tipp: Welche Bank dem Einlagensicherungsfonds angeschlossen ist und wie hoch die jeweiligen Garantiesummen ausfallen, können Anleger ganz einfach unter einlagensicherungsfonds.de nachvollziehen.

Seltener genutzt wird der Einlagen­sicherungsfonds des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands. An diesen ist beispielsweise die DKB angeschlossen. Zur Höhe der Sicherungsgrenze macht der Fonds selbt keine Angaben, die Entschädigung erfolge auf "freiwilliger Basis nach der Leistungsfähigkeit des Fonds".

Wichtig: Im Gegensatz zur gesetzlichen besteht bei der freiwilligen Einlagensicherung kein rechtlicher Anspruch auf Entschädigung. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte daher nicht mehr als 100.000 Euro bei einem einzelnen Institut anlegen.

 

Was ist steuerlich bei einer Festgeldanlage aus Deutschland zu beachten?

In Deutschland fällt die reguläre Abgeltungsteuer in Höhe von 25 Prozent an. Anleger zahlen aus ihren Kapitalerträgen den Solidaritätszuschlag und je nach konfessioneller Zugehörigkeit gegebenenfalls die Kirchensteuer.

  • Biallo-Lesetipp: Einkünfte auf Kapitalerträge müssen versteuert werden. Doch es gibt legale Möglichkeiten, um die Abgaben zu drücken. Wie genau, das lesen Sie in unserem Ratgeber zum Thema "Kapitalertragsteuer".
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Über den Autor Kevin Schwarzinger
Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit 2016 ist er Mitglied der Redaktion und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.
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