Auf einen Blick

  • Festgelder mit deutscher Einlagensicherung gehören wieder zu den Bestplatzierten im Festgeld-Vergleich von biallo.de. 

  • So winken beispielsweise bereits bei einem Jahr Laufzeit 1,00 Prozent Zinsen. Bei zwei Jahren sind sogar mehr als 1,30 Prozent pro Jahr drin.

  • Bei vielen deutschen Anbietern greift neben der gesetzlichen Einlagensicherung zusätzlich der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken. Über diesen Einlagensicherungsfonds sind Spargelder in Millionenhöhe abgesichert.

Wer überdurchschnittliche Festgeldzinsen einstreichen wollte, musste sich in der Vergangenheit meist an ausländische Banken wenden. Doch damit ist es erstmal vorbei: Denn zahlreiche deutsche Geldhäuser haben ihre Festgeldzinsen nach oben geschraubt. So erhöhte unter anderem die SWK Bank zum 20. Juli ihre Festgeldzinsen. Auch die Creditplus, sowie die ABC Bank haben Anfang Juli ihre Konditionen angehoben. Doch das ist noch nicht alles: In einer großen Auswertung von über 360 Sparkassen haben wir herausgefunden, dass einige lokale Sparkassen teils hohe Festgeldzinsen bieten. Ein Blick kann sich auf jeden Fall lohnen – vielleicht ist auch eine Bank aus Ihrer Nähe vertreten. Aber auch dieVR-Banken haben wieder Zinsen für Festgeldanlagen eingeführt – alles weitere erfahren Sie in unserem auführlichen Artikel zum Thema.

 

Wie sicher ist Festgeld in Deutschland?

Deutschland zählt im Hinblick auf seine Bonität wie die Niederlande oder Schweden zu den sogenannten Triple A-Staaten. Das bedeutet, dass die Bundesrepublik jeweils die höchste Bonitätseinstufung von den wichtigen US-Ratingagenturen erhält. Damit ist eine nahezu 100-prozentige Ausfallsicherung für Schuldner gegeben. 

Die Haushaltsführung ist traditionell konservativ und weist Überschüsse auf. Es besteht aber zumindest die Befürchtung, dass es kurz- bis mittelfristig zu einem wirtschaftlichen Abschwung kommen könnte, wodurch auch die Verschuldungsquote deutlicher steigen würde.

So bewerten die Ratingagenturen die Bonität 

Die drei weltweit einflussreichsten Agenturen sind Standard & Poor's (S&P), Moody's und Fitch. Um die Bonität eines Staates, einer Bank oder eines Unternehmens zu bewerten, nutzen die Agenturen Buchstabencodes.

Agentur Beste Bonität Sichere Anlage Durchschnittlich spekulativ Höchst spekulativ Risikohaft Zahlungsausfall
S&P AAA A- BBB B- CCC D
Moody's Aaa A3 Baa1 B3 Caa1 C
Fitch AAA A- BBB B- CCC D

Quelle: Angaben der Ratingagenturen.

 

Diese Anbieter aus Deutschland finden Sie auf biallo.de

Mit rund 25 Anbietern bilden deutsche Kreditinstitute die umfangreichste Gruppe im Festgeld-Vergleich von biallo.de – sowohl SparkassenGenossenschaftsbanken als auch Privatbanken sind mit dabei. Die Bonität der einzelnen Anbieter ist hier weitestgehend vorbildlich. Doch in erster Linie ist die Zahlungsfähigkeit des Staates für die Qualität der Einlagensicherung verantwortlich und nicht die Bonität des einzelnen Finanzdienstleisters.

 

Ausgewählte deutsche Anbieter mit einem Jahr Laufzeit

Geldhaus Zinsen p.a. Anlagebetrag
IKB Bank
(zum Produkttest)
1,00 % 5.000 bis 250.000 Euro
SWK Bank
(zum Produkttest)
1,00 %
10.000 bis 250.000 Euro
Creditplus Bank
(zum Produkttest)
0,80 %
5.000 bis 1. Mio Euro
PBB Direkt
(zum Produkttest)
0,75 % ab 5.000 Euro
Procredit Bank
0,60 % ab 5.000 Euro
Merkur Privatbank
(zum Produkttest)
0,60 %
ab 10.000 Euro
ABC Bank
(zum Produkttest)
0,55 % 5.000 bis 1. Mio. Euro

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Ausgewählte deutsche Anbieter mit zwei Jahren Laufzeit

Geldhaus Zinsen p.a. Anlagebetrag
IKB
(zum Produkttest)
1,40 % 5.000 bis 250.000 Euro
SWK Bank
(zum Produkttest)
1,33 % 10.000 bis 250.000 Euro
Creditplus Bank
(zum Produkttest)
1,30 %
5.000 bis 1 Mio. Euro
Pbb Direkt
(zum Produkttest)
1,25 %
ab 5.000 Euro
Ford Money
(zum Produkttest)
1,15 %
500 bis 1. Mio Euro
Varengold 1,05 %
ab 5.000 Euro

Quelle: Festgeld-Vergleich von biallo.de / Stand 28. Juli 2022 / Angaben ohne Gewähr.

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Je höher die Laufzeit, desto höher die Zinsen

Auffällig ist, dass die Zinsen für lange Laufzeiten zuletzt deutlich schneller gestiegen sind als bei den kürzeren Laufzeiten. So bietet die Pbb Direkt (Deutsche Pfandbriefbank) für zehn Jahre 2,00 Prozent pro Jahr. Bei der SWK Bank sind aktuell sogar 2,05 Prozent drin. Das mag zwar auf den ersten Blick verlockend erscheinen. Wir sehen aber angesichts der jüngsten Inflationsentwicklungen und weiteren Leitzinsanhebungen derzeit noch keinen Handlungsbedarf. 

Wir empfehlen stattdessen zum jetzigen Zeitpunkt, Festgeld maximal für drei Jahre anzulegen und das Geld auf unterschiedliche Laufzeiten zu verteilen. So bleiben Sie flexibel und können den stets freiwerdenden Betrag zu dann wahrscheinlich noch höheren Zinsen anlegen, wenn die EZB die Leitzinsen wie angekündigt weiter anhebt.

Neue finanzielle Freiheit starten, nicht warten!

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Worst-Case-Szenario: Was mache ich bei einer Bankenpleite?

Grundsätzlich gilt: Bankeinlagen sind innerhalb der Europäischen Union (EU) bis zu einer maximalen Anlagesumme von 100.000 Euro gesetzlich geschützt, so will es die EU-Richtlinie zur Einlagensicherung. Bislang gibt es allerdings noch kein gemeinsames europäisches Einlagensicherungssystem. Die Einlagensicherung ist nach wie vor national organisiert. Direkter Ansprechpartner im Falle einer Bankeninsolvenz ist die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB).

Bei öffentlich-rechtlichen Sparkassen, Landesbanken, Landesbausparkassen und Genossenschaftsbanken sind Anleger durch die institutsbezogenen Sicherungssysteme geschützt. Bei Sparkassen ist das der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV), bei Genossenschaftsbanken der Bundesverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

So verläuft das Entschädigungsverfahren

Kommt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) zu dem Ergebnis, dass eine Bank ihre Geschäfte nicht mehr erfolgreich fortführen kann, oder dauert das von der Bafin verhängte Moratorium (Ein- und Auszahlungsverbot) bereits sechs Wochen an, stellt sie den sogenannten Entschädigungsfall fest. Die EdB informiert im Anschluss unverzüglich die betroffenen Anlegerinen und Anleger und hat sieben Tage Zeit, sie zu entschädigen. Wichtig: Ein Antrag auf Entschädigung seitens der Geschädigten ist nicht erforderlich.

Biallo-Tipp

In einem ausführlichen Artikel haben wir drei verschiedene Musterportfolios für Sie erstellt und erklären, worauf Sie bei Ihrer Geldanlage achten sollten. Die Anlagestrategien reichen dabei von "vorsichtig" bis "mutig".

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Der Einlagensicherungfonds des BdB

Neben der gesetzlichen gibt es auch eine freiwillige Einlagensicherung. Der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) schützt die Spareinlagen von Verbrauchern bei privaten Banken in Deutschland, und zwar bis zu einer Höhe von 15 Prozent der haftenden Eigenmittel der jeweiligen Bank – mindestens 750.000 Euro.

  • Biallo-Tipp: Welche Bank dem Einlagensicherungsfonds angeschlossen ist und wie hoch die jeweiligen Garantiesummen ausfallen, können Anleger ganz einfach unter einlagensicherungsfonds.de nachvollziehen.

Wichtig: Im Gegensatz zur gesetzlichen besteht bei der freiwilligen Einlagensicherung kein rechtlicher Anspruch auf Entschädigung. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte nicht mehr als 100.000 Euro bei einem einzelnen Institut anlegen.

 

Was ist steuerlich bei einer Festgeldanlage aus Deutschland zu beachten?

In Deutschland fällt die reguläre Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent an. Anleger zahlen aus ihren Kapitalerträgen den Solidaritätszuschlag und je nach konfessioneller Zugehörigkeit gegebenenfalls die Kirchensteuer.

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Über den Autor Kevin Schwarzinger
Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit 2016 ist er Mitglied der Redaktion und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.
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