ETFs oder klassische Fonds?

Geldanlage ETFs oder klassische Fonds?

Max Geißler
von Max Geißler
27.09.2018
Auf einen Blick
  • ETFs stürmen von Erfolg zu Erfolg: Mehr als 1.000 börsengehandelte Indexfonds sind bereits am Markt und es werden immer mehr.

  • Schaut man auf die Kosten, ist klar: ETFs haben geringere Gebühren als aktiv verwalteten Pendants. Der Vorteil beträgt etwa 1,0 bis 1,5 Prozent pro Jahr.

  • ETFs haben aber auch Nachteile, beispielsweise den starren Indexbezug. Er verhindert, dass ETFs besser laufen als der zugrundeliegende Markt. 
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ETFs sind eine Erfolgsgeschichte: Mehr als 1.000 der börsengehandelten Indexfonds sind bereits am Markt und es werden immer mehr. Dank des leicht verständlichen Aufbaus und geringer Kosten machen ETFs viele Börsenmärkte für private Anleger leicht handelbar.

Angesichts des rasanten Aufstiegs stellt sich die Frage: Sind die computergesteuerten Fonds das Non-Plus-Ultra? Sind sie wirklich besser als herkömmliche, von Spezialisten gemanagte Investmentfonds? Wo liegen Vor- und Nachteile und welche Chancen und Risiken warten auf Anleger?

Wie funktionieren ETFs?

Exchange Traded Funds (ETFs) sind passiv gemangte Indexfonds. ETFs werden in der Regel von Banken oder Investmentgesellschaften herausgegeben und lassen sich wie normale Aktien an der Börse handeln. Das bedeutet, dass sie über eine klassische Wertpapierkennnummer (WKN) bzw. ISIN verfügen – quasi der "Personalausweis" eines Wertpapiers. ETFs können grundsätzlich an jedem Handelstag von Anlegern gekauft oder verkauft werden.

Wertentwicklung
Die Wertentwicklung von ETFs ist leicht nachvollziehbar, weil sie stets einen Index oder einen speziellen Wertpapierkorb eins zu eins abbildet. Das kann ein nationaler oder internationaler Aktienindex, ein Rohstoff-, Immobilien- oder auch Rentenindex sein. Das bedeutet: Mit ETFs können Anleger komplette Märkte, etwa den deutschen Aktienindex Dax oder den deutschen Rentenindex Rex oder den Gold- bzw. Ölmarkt einfach und kostengünstig handeln wie eine Aktie. 
ETFs besitzen keine Laufzeitbegrenzung, Anleger können jederzeit Anteile kaufen und verkaufen. Aktuelle Kurse sorgen für stete Handelbarkeit. Die Aufbewahrung der Fondsanteile erfolgt im privaten Wertpapierdepot.

Unterschiedliche Arten der Index-Nachbildung
Unterschiede gibt es bei der Art und Weise, wie der jeweilige ETF versucht, die möglichst genaue Nachbildung seiner Benchmark, also seines Vergleichsmaßstabs, zu erreichen. Beide Investmentansätze verfolgen dabei das gleiche Ziel: Die exakte Replikation des Benchmark-Index, nur die Ausgestaltung ist anders.

  • Physische Nachbildung: Diese ETFs investieren in die einzelnen Werte der Benchmark, das heißt, der Fonds kauft exakt die gleiche Menge der betreffenden Aktien oder Anleihen. 

  • Synthetische Nachbildung: Andere ETFs bilden die Indexentwicklung durch Swapgeschäfte mit anderen Marktteilnehmern ab, also mittels stellvertretend aufgelegter Börsenpapiere. 

  • Risikoschutz: ETFs werden wie klassische Investmentfonds als Sondervermögen geführt. Das bedeutet, im Insolvenzfall des Anbieters geht der Wert der Anteile nicht verloren, sondern das Vermögen bleibt für Anleger reserviert.

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Vor- und Nachteile von ETFs

Kosten
Betrachtet man die internen Fondskosten, ist die Sache klar: Für ETFs berechnen die Anbieter deutlich geringere Gebühren als ihre aktiv verwalteten Pendants. Während klassische Aktienfonds jährlich etwa ein bis zwei Prozent Gebühren aus dem Fondsvolumen für sich abzweigen, begnügen sich ETFs mit 0,1 bis 0,5 Prozent.

Der Kostenvorteil von ETFs beträgt somit etwa ein bis 1,5 Prozent pro Jahr. Um so viel müssten herkömmliche Fonds besser laufen, um nach Abzug der Kosten auf die gleiche Wertsteigerung wie ein vergleichbarer ETF zu kommen. Für Ali Masarwah von der Ratingagentur Morningstar steht daher fest: "Kosten sind der beste Indikator für die künftige Performance." Anders gesagt: Je geringer die Fondsgebühren, desto besser die Gewinnaussichten eines Fonds.

Ursache für die geringeren ETF-Kosten ist die passive Steuerung der Fonds durch Computer. Das Computerprogramm wird so eingestellt, dass es die Fondszusammensetzung immer wieder automatisch kontrolliert und aktualisiert und somit die ETF-Zusammensetzung nah am Index hält. Ein aktiver Fondsmanager mit hohen Gehältern ist somit überflüssig. Anders bei aktiv bewirtschafteten Fonds. Hier beobachten Fondsmanager fortlaufend den Markt, prüfen Einzelwerte und tauschen schlecht laufende gegen aussichtsreiche Papiere aus. Das kostet Zeit und Geld.

Transparenz
Auch in Sachen Transparenz und Handelbarkeit punkten ETFs. So können Anleger die Zusammensetzung und die Wertentwicklung von ETFs mit einem Blick auf den zugrundeliegenden Index leicht nachvollziehen. Es gilt die Faustregel: Steigt der Index, steigt auch der Wert des ETFs und umgekehrt. Anders bei aktiv verwalteten Fonds. Da hier zumeist Wertpapiere aus unterschiedlichen Indizes und verschiedene Assetklassen in einem Portfolio enthalten sind, gibt es kaum eine vergleichbare Benchmark.

Wer sich über die Zusammensetzung des Fonds und seine Wertentwicklung informieren will, muss Fondsprospekte studieren, Quartalsberichte lesen und sich auf die aktuellen Rückkaufwerte verlassen. Nur wenn sich der Investmentfonds klar an einem Index orientiert, etwa dem Euro Stoxx 50 oder dem Dow Jones, ist die Wertentwicklung leicht ersichtlich.

Handelbarkeit
Ein großes Plus von ETFs ist ihre gute und schnelle Handelbarkeit. Da Indexfonds ausschließlich über die Börse gehandelt werden, gehen Transaktionen in Sekundenschnelle über die Bühne. Zugleich sichert der Börsenhandel eine verlässliche Kursstellung. Bei aktiv verwalteten Fonds dauert die Orderabwicklung über die Fondsgesellschaft dagegen Tage. Der angegebene Rückkaufswert zum Orderzeitpunkt kann sich dabei noch verändern – nicht selten zum Nachteil des Anlegers.

  • Biallo-Tipp: Berechnet Ihre Depotbank nur geringe Ordergebühren, lohnt sich häufig der Fondskauf über die Börse. Das ist besonders dann der Fall, wenn der Erwerb über die Fondsgesellschaft hohe Ausgabeaufschläge verursacht.

 

Chancen und Risiken

Fondsmanager nutzen Performancechancen zu selten aus
Aktiv verwaltete Fonds versuchen durch geschickte Steuerung ihrer Anlagen einen Mehrertrag gegenüber einer Benchmark oder einem Index zu erzielen. Dazu reduzieren die Fondsmanager in schlechten Marktphasen durch gezielte Anlageentscheidungen Risiken oder erhöhen in Boom-Phasen durch Übergewichtung aussichtsreicher Papiere die Renditechancen des Fonds.

Studien zeigen immer wieder, dass es nur wenigen aktiven Fondsmanagern gelingt, dauerhaft besser abzuschneiden als ihre Benchmark. Denn grundsätzlich haben sie es schwer, langfristig den Kostennachteil gegenüber ETFs durch gute Anlageergebnisse wettzumachen.

Demgegenüber haben Anleger bei ETFs keine Chancen auf Überrenditen. Der starre Indexbezug verhindert, dass die passiven Fonds besser laufen als der Index. Im Gegensatz zu aktiv verwalteten Fonds ist also keine Outperformance gegenüber der Benchmark möglich. Was wie ein Nachteil klingt, kann aber auch ein Vorteil sein. Denn Indexfonds schneiden andererseits nur selten schlechter ab als der Markt.

Geringe Diversifikation bei ETFs nicht unterschätzen
Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Bremen warnt vor zu marktengen ETFs. Wichtig sei eine ausreichende Streuung der Geldanlage. "Fonds, die nur in einzelne Branchen oder Länder investieren, eignen sich höchstens als Beimischung im Depot." Die Verbraucherschützerin rät unerfahrenen Anlegern, auf ETFs zu setzen, die möglichst weltweit und in verschiedene Branchen entwickelter Volkswirtschaften investieren.

Empfehlenswert sei beispielsweise der MSCI-World Index, der mehr als 1.500 Titel weltweit beinhaltet. Möglich sei auch die Splittung des Anlagebetrags auf verschiedene ETFs mit unterschiedlicher regionaler oder sektoraler Indexausrichtung.

Auf Fondsgröße achten
Wichtig für Anleger ist auch darauf zu achten, dass das Anlagevolumen des Fonds nicht zu klein ist. Dies gilt sowohl für ETFs, als auch für aktive Fonds. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Fonds mangels Masse geschlossen oder mit einem anderen Fonds verschmolzen wird. Die Größe eines Fonds ist ein wichtiger Indikator für dessen Erfolg. Beinhaltet der Fonds wenig Volumen, können die Fondskosten höher sein als der Ertrag.

Da die Fondskosten aber unabhängig von der Menge der verkauften Fondsanteile anfallen, wird der Fonds für die Investmentgesellschaft unrentabel – es droht die Schließung. Damit Anleger davon nicht betroffen sind, sollten Sie auf ein gewisses Mindestvolumen des Fonds achten. Fondsexperten empfehlen wenigstens 30 Millionen Euro, besser sind 40 Millionen Euro.

  • Biallo-Tipp: Wie groß das Volumen eines Fonds ist, erfährt man im Fondsprospekt oder auf der Internetseite der Depotbank.

Risiko: Neue Fonds
Ständig werden neue Fonds und ETFs aufgelegt. Wie ein neuer Fonds am Markt aufgenommen wird, weiß aber zu Beginn niemand. Die Investmentgesellschaften geben dem Fonds daher einige Zeit, um sich zu etablieren. Als Faustregel gilt unter Marktkennern etwa ein Jahr.

Zeichnet sich danach ab, dass der Fonds zum Ladenhüter avanciert, wird die Fondsgesellschaft ihn möglicherweise wieder schließen. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Anleger also besser in Fonds investieren, die schon eine Weile am Markt bestehen und rege gehandelt werden.

Performancevergleich

Die Zeitschrift "Euro am Sonntag" machte vor einiger Zeit einen aufwändigen Performancevergleich zwischen ETFs und klassischen Investmentfonds. Der Fokus lag dabei auf dem langjährigen Abschneiden über fünf Jahre.
Ergebnis: In vier Kategorien schnitten ETFs deutlich besser ab als ihre aktiv verwalteten Pendants:

  • ETF: Aktien-Rohstoffe
  • ETF: Aktien-Global
  • ETF: Aktien-Nordamerika
  • ETF: Renten-Euro

Die Outperformance über fünf Jahre lag jeweils im zweistelligen Bereich (siehe Tabelle). Bei ETFs mit Anlageschwerpunkt Aktien-Deutschland und Aktien-Europa war der Unterschied hingegen gering. Hier hatten Indexfonds nur mit fünf bzw. vier Prozent die Nase vorn.

Aktiv verwaltete Fonds liefen dagegen in Schwellen- und Nischenmärkten besser. Dies war zum Beispiel in folgenden Kategorien der Fall:

  • Emerging Markets
  • China & Hongkong
  • Pharma & Gesundheit
  • Medien & Kommunikation

Die Outperformance von aktiv verwalteten Fonds ist vor allem in exotischen Märkten auffällig.

Renditevergleich: 
ETF versus aktiv verwaltete Fonds

Betrachtungszeitraum 5 Jahre

   Anlagekategorie  ETF Rendite  ETF Anzahl Aktiv verw. Fonds Rendite Aktiv verw. Fonds Anzahl Rendite-unterschied
Aktien-Rohstoffe34,3%9- 9,2%4543,5%
Aktien-Global101,3%2377,8%34223,5%
Aktien-Nordamerika136,9%44116,7%18820,2%
Renten-Euro37,9%6722,0%20015,9%
Aktien-Deutschland88,4%1283,5%594,9%
Aktien-Europa71,0%4067,2%2583,8%
Aktien-Emerging Markets34,1%1538,2%132-4,1%
Aktien-Hongkong China63,0%1079,3%62-16,3

Aktien-Pharma &

Gesundheit
119,4%9137,4%41-18,0%

Aktien-Medien &

Kommunikation
71,0%13105,7%10-34,7%

Quelle: Euro am Sonntag, Edisoft; Stand: 30.09.2016

Keine generellen Vorteile für eine der beiden Fondskategorien

ETFs oder klassischer Investmentfonds – wer hat nun die besseren Argumente auf seiner Seite? Das ist schwer zu sagen. Zwar haben ETFs leichte Performancevorteile – das gilt aber nicht in allen Märkten. Pluspunkte sammeln ETFs vor allem in effizienten, stark nachgefragten Aktienmärkten wie Deutschland, Europa oder Nordamerika. Hier haben es Fondsmanager schwer, einen Mehrwert gegenüber den preiswerten, Computer gesteuerten ETFs zu erzielen.

Anders sieht es hingegen in weniger gängigen Nischenmärkten, bei Spezial-Indizes und im Rentenmarkt aus. Hier können Fondsmanager durchaus durch geschickte Titelwahl und vorausschauende Anlagestrategie Performancevorteile erzielen. Fachleute haben vor allem bei Renten-ETFs Performancevorteile festgestellt. Da viele Renten-ETFs Papiere mit langen Laufzeiten beinhalten, leiden diese Fonds unter einer Zinswende mehr als aktiv gemanagte Rentenfonds, die deutlich zügiger auf kurzlaufende Anleihen umschichten.

ETF-Vorteile in Boomphasen
Fondsexperten sehen ETFs nicht nur in effizienten Märkten leicht im Vorteil, sondern auch in positiven Börsenzeiten. Boomt die Börse, entwickeln sich passive Anlagestile häufig besser als aktive. Das hängt vor allem damit zusammen, dass Fondsmanager nach starken Aufwärtsbewegungen dazu neigen, vorsichtiger zu agieren und Aktienanteile im Fonds zu reduzieren. Hält der Aufwärtstrend dann noch eine Weile an, kann der Fonds die gute Performance nicht mehr halten – der ETF hingegen schon.

Vorteile für aktiv verwaltete Fonds im Bärenmarkt
Geht es an den Börsen bergab, haben aktive Fondsverwalter häufig die Nase vorn. Nicht nur, weil sie vorsorglich auf sichere Papiere umgesattelt haben, sondern weil sie bei weiter fallenden Kursen die Vorsichtsmaßnahmen verstärken. Letzte Aktienpositionen werden zügig gegen Anleihen getauscht. Folge: Der aktive Anlagestil läuft in schwachen Marktphasen besser als der passive.

  • Biallo-Tipp: Auswertungen zeigen, dass aktiv gemanagte Rentenfonds auch langfristig Überrenditen gegenüber marktengen ETFs erzielen können. Das war laut Ratingagentur Morningstar zum Beispiel in den vergangenen zehn Jahren bei US-Anleihe-Fonds mit mittlerer Laufzeit der Fall.
3
 
Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
251,56
1,25%
2.
241,44
1,20%
3.
231,32
1,15%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 2 Jahre

Anlagestrategie entscheidet über Anlageerfolg

Ob ETFs oder klassischer Fonds ist am Ende weniger entscheidend als die gewählte Anlagestrategie. Die Strategie ist der entscheidende Faktor für Erfolg oder Misserfolg einer Investition. Privatanleger schenken ihr aber häufig zu wenig Beachtung. Bei der Anlagestrategie geht es vor allem um die systematische Aufteilung der Anlagegelder auf verschiedene Anlageklassen, Märkte und Branchen. Studien belegen immer wieder, dass die Anlagestrategie langfristig der mit Abstand größte Renditetreiber ist.

Die passende Strategie festlegen und einhalten
So gehen Sie vor: Verschaffen Sie sich vor einem Investment Klarheit über Ihren persönlichen Anlagehorizont und die eigene Risikofähigkeit. Denn je länger man auf das investierte Geld verzichten und je besser man mit Kursschwankungen umgehen kann, desto größer darf der Aktienanteil und damit die Renditechance sein.

Beantworten Sie folgende Fragen:

  1. Sind größere Anschaffungen geplant? Wenn ja, in welchem Zeitraum?

  2. Brauche ich Erträge aus meinem Vermögen, um einen Teil meiner Lebenshaltungskosten zu finanzieren?

  3. Bin ich bereit, vorübergehende Verluste in Kauf zu nehmen?

Je nach den Antworten bestimmen Sie, welcher Anteil des Vermögens in bestimmte Anlageklassen wie Aktien, Anleihen oder Immobilien investiert werden darf. 

Wichtig: Anleger sollten ihre Strategie regelmäßig überprüfen, sie aber nicht vorschnell aufgrund vorübergehender Entwicklungen an den Börsen aufgeben.

Steht die Anlagestrategie fest, geht es darum, gute Titel auszuwählen. Ein Teil des Vermögens kann in Fonds fließen. Sie ermöglichen, das Geld auf eine große Zahl von Titeln zu verteilen. Ein Teil des Geldes darf aber auch in chancenreiche Einzeltitel fließen. Eine Faustregel besagt, dass der Anteil einer einzelnen Aktie oder Anleihe höchstens fünf Prozent der Gesamtinvestition betragen sollte.

Diversifikation senkt Risiken
Wichtig ist die Verteilung der Anlagen auf mehrere Länder und auf unterschiedliche Sektoren wie die Auto-, Finanz- und Konsumgüterbranche. Deutsche Anleger gewichten deutsche Titel oft zu stark, was zu einem Klumpenrisiko führt. Zusätzliche Diversifizierungsmöglichkeiten bieten Anlagen in Gold, Rohstoffe oder Immobilien.

Die moderne Portfoliotheorie belegt, dass für eine langfristige Reduzierung von Risiken mindestens zehn Titel pro Markt nötig sind. Ab 20 Einzeltiteln nimmt das Gesamtrisiko nur noch geringfügig ab. Ein gut diversifiziertes Portfolio kann sich aus Einzeltiteln und Fonds wie Investmentfonds und ETFs zusammensetzen.Die Kombination von Titeln aus verschiedenen Märkten wirkt sich deutlich auf das Risiko und die Rendite eines Portfolios aus.

Der richtige Einstiegszeitpunkt
Um das Risiko eines ungünstigen Einstiegzeitpunkts zu verringern, empfiehlt sich vor allem bei Aktien ein gestaffelter Einstieg. Denkbar ist ein Einstieg in mindestens drei bis vier gleich großen Aktienpaketen im Abstand von je drei Monaten.

Zusätzliche Käufe kann man zum Beispiel von Kursschwankungen abhängig machen: Sinkt der Wert eines Titels innerhalb von drei Monaten um zehn Prozent, kauft man unabhängig vom Zeitpunkt ein weiteres Aktienpaket hinzu. Ein solches systematisches Vorgehen schaltet Emotionen wie Angst und Gier weitgehend aus.

Biallo-Lesetipp

Während sich die Jahresgebühr bei klassischen Vermögensverwaltern auf bis zu drei Prozent pro Jahr belaufen kann und hier meist auch noch eine Gewinnbeteiligung von zehn bis 20 Prozent anfällt, kostet die Vermögensverwaltung bei den Robos meist weniger als ein Prozent des Anlagevolumens, Konto und Depotführung inklusive. Wie die digitalen Vermögensverwalter genau funktionieren, lesen Sie in unserem Ratgeber Robo-Advisor.

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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de