Auf einen Blick
  • Die Zinsen sind in den vergangenen Monaten kräftig gestiegen. Das macht Anleihen wieder attraktiv.

  • Auch Profi-Anleger setzen deshalb verstärkt auf die festverzinslichen Wertpapiere. So gibt es beim Robo-Advisor Solidvest jetzt ein reines Anleihen-Portfolio.

  • Die Experten der digitalen Vermögensverwaltung investieren in Staats- und Unternehmensanleihen mit guter Bonität. Das Portfolio verspricht höhere Renditen als klassische Zinsanlagen.
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Sie sind bei Anlegerinnen und Anlegern fast schon in Vergessenheit geraten – doch derzeit ändert sich das: Anleihen feiern ein Comeback. Jahrelang hatten die festverzinslichen Wertpapiere unter den Null- und Negativzinsen gelitten. Nachdem die Zinsen in den vergangenen Monaten jedoch kräftig gestiegen sind, sind auch Anleihen für Anleger wieder attraktiv.

Das zeigt sich auch beim Robo-Advisor Solidvest. Er hat jetzt ein neues Zinsprodukt aufgelegt: Erstmals können Anlegerinnen und Anleger bei der Online-Vermögensverwaltung der DJE Kapital AG aus Pullach bei München auf ein Portfolio setzen, das nur aus Staats- und Unternehmensanleihen besteht. Wir sagen Ihnen, was derzeit für Anleihen spricht, wie die festverzinslichen Wertpapiere funktionieren – und wie Sie mit dem Solidvest-Portfolio auf diese Anlageklasse setzen können.

 

Was Anleihen attraktiv macht

Hintergrund für die Renaissance der Anleihen ist die Geldpolitik der internationalen Notenbanken. So hat die Europäische Zentralbank (EZB) seit Juli 2022 zehn Mal hintereinander den Leitzins erhöht. Er steht derzeit bei 4,50 Prozent. Auch die US-Notenbank “Fed” hat ihre Zinsen seit Anfang 2022 mehrmals angehoben: Mit einer Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent ist der US-Leitzins so hoch wie seit 2001 nicht mehr.

Von den steigenden Zinsen profitieren Anleger, die auf klassische Zinsprodukte wie Festgeld oder Tagesgeld setzen. Der Zins-Vergleich von biallo.de zeigt: Banken zahlen für Tagesgeld mit höchster Sicherheit derzeit bis zu 3,80 Prozent, beim einjährigen Festgeld sind es bis zu 4,25 Prozent.

Doch auch Anleihen sind wegen des deutlichen Zinsanstiegs der vergangenen Monate wieder eine attraktive Anlagemöglichkeit. Denn zum einen ist ihr fester Zins – der sogenannte Kupon – gestiegen. Zum anderen bieten die Papiere die Chance auf Kursgewinne und damit auf eine höhere Rendite als bei klassischen Zinsanlagen.

 

Wie Anleihen funktionieren

Mit einer Anleihe beschaffen sich Staaten, Kommunen, Banken oder Unternehmen Kapital. Der Herausgeber des Papiers – der Emittent – leiht sich dabei Geld vom Käufer der Anleihe: Er erhält also von ihm einen Kredit über eine bestimmte Laufzeit. Der Käufer wiederum erhält vom Emittenten den Kupon (siehe Grafik). Der feste Zins wird meist einmal im Jahr ausgezahlt. Am Ende der Laufzeit bekommt der Käufer den ursprünglichen Ausgabepreis der Anleihe zurück – den sogenannten Nennwert.

Die Idee hinter einer Anleihe

So funktionieren Anleihen.

Quelle: Solidvest

Anleihen lassen sich dabei wie Aktien an der Börse kaufen und verkaufen. Sie haben daher auch einen Kurs, der steigen oder fallen kann – je nachdem, wie stark das Papier nachgefragt wird. Steigen in einer Wirtschaft die (Leit-)Zinsen, müssen auch die Herausgeber von Anleihen die Zinskupons erhöhen, damit die Papiere für Käufer attraktiv bleiben. Alte Anleihen sind dagegen wegen ihres geringeren Kupons weniger gefragt: Ihr Kurs fällt (siehe Grafik).

So hängen Leitzinsen und Anleihekurs zusammen

Auswirkung der Leitzinsen auf Anleihen.

Quelle: Solidvest

Der Kursrückgang ist einerseits ein Risiko für Anleger, die die Papiere halten. Auf der anderen Seite können Investoren solche Anleihen unter Umständen unter ihrem Nennwert erwerben. Halten die Käufer das Papier bis zum Laufzeitende, bekommen sie den vollen Ausgabepreis zurück. In einem solchen Fall liegt die Rendite der Anleihe über dem Zinskupon. Denn der Käufer „erzielt zusätzlich zum Zins den Differenzbetrag zwischen seinem Kaufpreis und der Rückzahlung der Anleihe“, sagt Sebastian Hasenack, Leiter von Solidvest. Die Rendite einer Anleihe hängt damit nicht nur vom Zinskupon ab, sondern auch vom Unterschied zwischen dem Kaufpreis der Anleihe und ihrem Nennwert.

Der Zusammenhang zwischen (Leit-)Zinsen und Anleihekursen gilt aber auch umgekehrt: So werden bei fallenden Zinsen aktuelle Anleihen wegen ihres vergleichsweise hohen Zinskupons stärker nachgefragt. Deswegen steigt ihr Kurs. Wer solche Papiere hält, kann bei einem Verkauf vor dem Ende der Laufzeit von möglichen Kursgewinnen profitieren.

 

Wie Anleger in Anleihen investieren können

Grundsätzlich können Privatanleger Anleihen an der Börse kaufen. Allerdings gibt es innerhalb der Europäischen Union zum einen rechtliche Hürden, die den Anleihekauf für private Investoren erschweren. Zum anderen wählen die Emittenten oft eine hohe Stückelung der Papiere von 100.000 Euro oder mehr. Das macht sie für Privatinvestoren praktisch nicht handelbar. Denn um ihre Vermögensanlage in einem solchen Fall breit zu streuen, müssten sie über Beträge von mehreren Millionen Euro verfügen.

Über Anleihenfonds – auch Rentenfonds genannt – oder über Vermögensverwalter können Anlegerinnen und Anleger jedoch auch in kleinere Bruchstücke von Anleihen investieren (= Fractional Bonds). Ein Beispiel dafür ist das neue Zinsportfolio der digitalen Vermögensverwaltung Solidvest. Als professioneller Investor hat das Expertenteam von DJE Kapital dabei Zugang zu Wertpapieren, die Privatinvestoren in der Regel vorenthalten werden.

 

Wie die Solidvest-Experten auf Anleihen setzen

Die Zinsstrategie von Solidvest kombiniert “die Expertise unserer Unternehmensanalysten mit dem aktuellen Zinsniveau und investiert weltweit in ausgewählte Unternehmens- und Staatsanleihen“, sagt Solidvest-Chef Sebastian Hasenack. Der Robo-Advisor setzt dabei aber nicht – wie viele andere Robos – auf ETFs. Stattdessen fließt das Geld der Anlegerinnen und Anleger in einzelne Wertpapiere, also einzelne Aktien – oder eben einzelne Anleihen. Ausgesucht werden sie von einem Expertenteam.

Das Anleihen-Portfolio umfasst dabei bis zu 20 verschiedene Wertpapiere. Davon sind derzeit 22 Prozent Staatsanleihen (siehe Grafik). In der Mehrzahl investiert Solidvest in Anleihen von Unternehmen aus verschiedenen Branchen. Die Gewichtung richtet sich dabei „nach der Marktlage“, heißt es bei dem Robo-Advisor.

Das aktuelle Anleihen-Portfolio von Solidvest

Quelle: Solidvest

Im Mittel haben die Anleihen eine Laufzeit von 2,84 Jahren. Das Rating der Papiere liegt nach der Notenskala der Ratingagentur S&P Global Ratings im Mittel bei „A“ – das steht für eine gute Bonität. Die durchschnittliche Rendite könne bis zu 5,4 Prozent* betragen, so Solidvest. Gemeint ist damit die sogenannte durchschnittliche Ablaufrendite, also die Rendite, die Anleger im Schnitt erhalten, wenn das Portfolio-Management alle Anleihen, die sich derzeit im Portfolio befinden, bis zum Ende der Laufzeit hält. Zieht man davon die Kosten für das Portfolio ab, bleiben Anlegern, die zwischen 10.000 und 100.000 Euro investieren, unterm Strich 4,30 Prozent.

Insgesamt zeigt die Zusammensetzung des Portfolios daher: Mit dem qualitativ hochwertigen Mix aus Unternehmens- und Staatsanleihen lässt sich derzeit im Durchschnitt eine Rendite erzielen, die durchaus über der Rendite klassischer Zinsanlagen mit ähnlicher Sicherheit und Laufzeit liegen kann.

Je nach Marktsituation und Zusammensetzung des Portfolios kann sich die Rendite jedoch verändern. So kann das Portfolio-Management etwa einzelne Anleihen verkaufen und andere dazu kaufen. Das beeinflusst die Gesamtrendite des Anleihe-Korbs.

 

Wie es bei Zinsen und Anleihen weitergehen könnte

Mittlerweile gehen die meisten Experten davon aus, dass die Leitzinserhöhungen der Notenbanken einen vorläufigen Gipfel erreicht haben. So legte die Europäische Zentralbank bei ihrer Sitzung Ende Oktober erstmals seit dem vergangenen Jahr eine Zinspause ein. Die US-Notenbank Fed hat ihre Zinsen sogar bereits zum zweiten Mal hintereinander konstant gehalten.

Wie es mit den Zinsen weitergeht, hängt zum einen davon ab, wie sich die Inflation entwickelt. In der Eurozone fiel sie im Oktober unter die Marke von drei Prozent. In den USA dagegen ist sie zuletzt wieder auf 3,7 Prozent geklettert. Ähnlich wie die EZB hat jedoch auch die US-Notenbank signalisiert, die Zinsen vorerst nicht anheben zu wollen. Grund ist vor allem die Sorge um die schwache Konjunktur.

Insgesamt dürften die Zinsen daher auf dem jetzigen Niveau verharren. Zinssenkungen stehen wegen der aus Sicht der Notenbanken noch immer zu hohen Inflation fürs Erste nicht an. Im Laufe des kommenden Jahres könnte es aber soweit sein. Ein Grund mehr für einen Einstieg ins Anleihen-Investment: Sollten die Zinsen im kommenden Jahr zurückgehen, bedeutet das steigende Anleihekurse – und damit mögliche Zusatzgewinne für die Anleiheanlegerschaft.

*Die durchschnittlichen Ablaufrendite des Anleihen-Portfolios zum Stichtag 31.10.2023 mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 2,84 Jahren ist variabel; ein vorheriger Verkauf einzelner Positionen ist möglich. Die zum Stichtag ausgewiesene Verzinsung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Die Rendite nach Kosten (Nettorendite) beträgt 4,30 Prozent; ab einer Anlagesumme von mehr als 100.000 Euro 4,44 Prozent. Die Kosten wirken sich entsprechend renditemindernd aus. Mindestrating BBB-1 gemäß S&P Global Ratingskala.

Marketing-Anzeige – Alle hier veröffentlichten Angaben dienen ausschließlich Ihrer Information und stellen keine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung dar. Die enthaltenen Aussagen geben die aktuelle Einschätzung der DJE Kapital AG wieder. Diese können sich jederzeit, ohne vorherige Ankündigung, ändern. Alle getroffenen Angaben sind mit Sorgfalt entsprechend dem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung gemacht worden. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann jedoch keine Gewähr und keine Haftung übernommen werden. Alle Angaben dienen Ihrer Information und stellen keine Anlageberatung dar. Langfristige Erfahrungen und Auszeichnungen garantieren keinen Anlageerfolg. Wertpapiere unterliegen marktbedingten Kursschwankungen, sodass auch frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung darstellt. Bitte beachten Sie unseren Risikohinweis unter solidvest.de/risikohinweis.

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