Direktbanken

ING schafft kostenloses Girokonto ab

Update: 06.02.2020
Horst Biallo
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Auf einen Blick
  • Ab 1. Mai dieses Jahres zahlen ING-Kunden, die keinen Mindestgeldeingang von 700 Euro vorweisen können, 4,90 Euro Kontoführungsgebühr pro Monat.

  • Davon ausgenommen sind junge Menschen unter 28 Jahren und Inhaber von Basiskonten.

  • Laut ING seien lediglich ein Viertel der Kunden von der Kontoführungsgebühr betroffen.
Die ING machte das kostenlose Online-Konto in Deutschland einst salonfähig.
nitpicker / Shutterstock.com

Nun unterscheidet Deutschlands größte Direktbank, die ING, genauso wie die Nummer zwei hierzulande, die Deutsche Kreditbank (DKB), zwischen aktiven und nicht-aktiven Kunden. Unter einem aktiven Kunden versteht das Geldhaus eine Privatperson, die einen monatlichen Mindestgeldeingang von 700 Euro vorweisen kann. "Das sind drei Viertel all unserer Kunden", sagt ING-Pressesprecher Alexander Baumgart. Für diese Kunden ändert sich also nichts.

Wer diesen Betrag nicht erreicht, zahlt ab 1. Mai eine Monatspauschale von 4,90 Euro. Nicht betroffen sind Kunden unter 28 Jahren, also vor allem Studenten, sowie Inhaber von Basiskonten – also jenen Konten, bei denen es keinen Dispokredit gibt.

Die DKB hatte bereits 2016 eine ähnliche Regelung in gleicher Höhe eingeführt. Doch bei der Berliner Direktbank zahlen Kunden mit geringerem monatlichem Geldeingang keine Gebühr, sondern werden "nur" etwas schlechter gestellt, als die "aktiven Kunden". Die kostenlose Bargeldversorgung über die Kreditkarte gilt für sie nicht weltweit, sondern nur in der Eurozone. Und der Dispozins liegt mit 7,34 statt 6,74 Prozent pro Jahr etwas höher.

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Hintergrund für diese Entscheidungen dürfte der Umstand sein, dass zu viele Kunden die gebührenfreien Konten der Marktführer nur als Zweitkonten nutzen und nur die gebührenfreie Bargeldversorgung für sich in Anspruch nehmen. Für jede Geldabhebung mit der Visa-Karte zahlen die Banken knapp zwei Euro an Gebühren für ihre Kunden. Daher hatten beide auch einen Mindestabhebebetrag von 50 Euro eingeführt.

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Dass die ING dieses Konto nicht mehr "kostenlos" nennen darf, obwohl es für die meisten Kunden weiterhin kostenlos bleibt, liegt an einer Definition der Verbraucherschützer, die sich in Deutschland allgemein durchgesetzt hat. Noch immer gibt es bald 50 Konten, für die diese Bedingungen gelten:

  • null Euro monatliche Grundgebühr, ohne geforderten Mindestgeldeingang
  • kostenlose Girocard und Überweisungen

Darüber hinaus gibt es noch 49 Banken, die fast kostenlos sind. Sie haben zwar keine monatliche Grundgebühr, knüpfen allerdings daran Bedingungen. Zu diesen Geldhäusern zählt ab 1. Mai auch die ING mit ihrem "fast kostenlosen" Girokonto.

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