Warum Altersvorsorge für Frauen besonders wichtig ist
Frauen verdienen im Durchschnitt weniger als Männer und unterbrechen ihre Erwerbstätigkeit häufiger für Kindererziehung oder Pflege. Dadurch entstehen oft niedrigere Rentenansprüche und ein höheres Risiko für finanzielle Lücken im Alter. Umso wichtiger ist es, frühzeitig Vermögen aufzubauen und zusätzliche Altersvorsorge zu betreiben.
Finanzielle Unabhängigkeit in Partnerschaften
Eine Ehe bietet zwar rechtliche Absicherungen, etwa durch Rentenausgleich im Scheidungsfall oder Witwenrenten. Dennoch ersetzt sie keine eigene Altersvorsorge.
Finanzexpertinnen betonen seit Jahren, wie wichtig finanzielle Unabhängigkeit ist. Wer dauerhaft weniger verdient oder längere Zeit aus dem Beruf aussteigt, muss auch mit niedrigeren Rentenansprüchen rechnen. Der bekannte Satz „Ein Mann ist keine Altersvorsorge“ bringt dieses Risiko auf den Punkt.
Biallo-Lesetipp: Immer mehr Frauen setzen sich aktiv mit ihren Finanzen und dem Thema Rente auseinander. Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) beobachtet ein verstärktes Interesse an der eigenen Altersvorsorge, bei Frauen und Männern gleichermaßen.
Frauen sollten finanzielle Unabhängigkeit anstreben
Wer die Erwerbstätigkeit längere Zeit für Familie oder Pflege unterbricht, kann später finanziell unter Druck geraten – etwa nach einer Scheidung oder im Alter.
Seit der Unterhaltsreform von 2008 gilt stärker das Prinzip der Eigenverantwortung. Geschiedene Partner sollen möglichst selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen.
Deshalb ist es sinnvoll, frühzeitig über finanzielle Fragen in der Partnerschaft zu sprechen. Dazu gehört etwa, wie Erwerbszeiten, Kinderbetreuung und Einkommen aufgeteilt werden und wie mögliche Auszeiten finanziell ausgeglichen werden können.
Drei-Konten-Modell für Paare
Das sogenannte Drei-Konten-Modell hilft Paaren, gemeinsame Ausgaben und individuelle Finanzen besser zu organisieren.
Die Idee: Jeder Partner behält ein eigenes Konto für persönliche Ausgaben. Zusätzlich gibt es ein gemeinsames Konto für Miete, Versicherungen oder Lebensmittel.
Variante 1
Beide Partner behalten jeweils ein eigenes Girokonto. Zusätzlich gibt es ein Gemeinschaftskonto, auf das beide monatlich Geld für gemeinsame Ausgaben überweisen.
Variante 2
Wenn ein Partner zeitweise weniger arbeitet, etwa wegen Kindererziehung, können sämtliche Einnahmen zunächst auf ein Gemeinschaftskonto fließen. Überschüsse werden anschließend gleichmäßig auf zwei private Konten verteilt.
Biallo-Lesetipp: Wie Sie Schritt für Schritt ein Vermögen aufbauen können, lesen Sie in unserem Ratgeber zur Geldanlage für Einsteiger.