WG statt Single-Wohnung

Wohngemeinschaft: Gemeinsam günstig wohnen

Update: 25.10.2019
Sabina Hoerder
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Auf einen Blick
  • Wer in eine WG zieht, kann sich oft viel mehr und schöneren Wohnraum leisten, als wenn er alleine leben würde. Vorab sollte geklärt sein, ob die Mitbewohner eine reine Zweck-WG führen möchten, oder ob auch Gemeinschaft groß geschrieben werden soll.

  • Ein Hauptmieter und mehrere Untermieter, mehrere einzelne Hauptmieter oder zu mehreren gemeinsam Hauptmieter sein - bei der Gestaltung des Mietverhältnisses gibt es verschiedene Möglichkeiten mit Vor- und Nachteilen.

  • Gemeinsam Sparen können WG-Bewohner nicht nur bei der Miete, sondern auch bei Telefonanschluss, Rundfunktgebühren und Co.
Gemeinsames Frühstück: Wohngemeinschaften können viel mehr sein als nur eine Möglichkeit Miete zu sparen.
Branislav Nenin/Shutterstock.com

Wohngemeinschaften sind längst nicht mehr nur etwas für Studenten. In Zeiten hoher Mieten und vieler alleinstehender Menschen sind sie in jedem Alter interessant. Wer in eine WG zieht, kann sich oft viel mehr und schöneren Wohnraum leisten, als wenn er alleine leben würde. Statt dem Einzimmerappartement ist vielleicht sogar ein Haus in guter Lage mit einem großen Garten drin – und neue Bekannte gibt es gleich dazu.

Den Mietvertrag richtig gestalten

Die Wohnung kann eine Wohngemeinschaft auf verschiedene Weise anmieten. Ein Hauptmieter kann den Mietvertrag unterzeichnen und Zimmer an andere Bewohner untervermieten. Es kann aber auch mehrere Hauptmieter mit einem gemeinsamen Vertrag oder mit einzelnen Mietverträgen geben. Einen speziellen Mietvertrag für Wohngemeinschaften gibt es nicht. Es sollten jedoch einige wichtige Punkte berücksichtigt werden.

Mehrere gemeinsame Hauptmieter

Bei dieser Variante unterschreiben alle WG-Mitglieder gemeinsam den Mietvertrag. Auch eine Kündigung ist dann nur gemeinsam oder – falls nur einer ausziehen möchte – wenn alle zustimmen, möglich. Zahlt ein Bewohner nicht, haften die anderen gesamtschuldnerisch für ihn. "Der Vermieter hat Anspruch auf die volle Miete und kann jeden einzelnen Mieter auf die volle Miete in Anspruch nehmen", sagt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund.

Wichtig: Im Mietvertrag sollte festgehalten sein, dass an eine Wohngemeinschaft vermietet wird und Mitglieder ein- und ausziehen können. Dann können die WG-Bewohner auch selbst einen neuen Mitbewohner suchen. Sie müssen den Vermieter aber auf jeden Fall darüber informieren.

Ein Hauptmieter mit Untermietern

Ein WG-Mitglied ist Hauptmieter und schließt den Mietvertrag mit dem Vermieter ab. Alle anderen Mitbewohner sind Untermieter. Sie schließen jeweils einen Vertrag zur Untermiete mit dem Hauptmieter ab.

In diesem Fall ist der Hauptmieter für die Mietzahlung verantwortlich. Er muss die Kaution an den Vermieter zahlen und steht dafür ein, dass die Hausordnung befolgt und Schönheitsreparaturen ausgeführt werden. Die Untermieter sind im Gegenzug davon abhängig, dass das Mietverhältnis zwischen Vermieter und Hauptmieter weiter besteht. Der Hauptmieter kann entscheiden, an wen er ein Zimmer untervermietet.

Der Vermieter muss einer Untervermietung zustimmen. "Streng genommen ist diese Vertragsvariante nur zulässig, wenn das Interesse des Hauptmieters an einer späteren Untervermietung erst nach Abschluss des Mietvertrages entsteht", sagt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund. Besteht von Anfang an der Plan, dass der Hauptmieter eine WG gründen möchte, muss er den Vermieter auch von Anfang an darüber informieren.

Wichtig: Im Mietvertrag sollte vereinbart sein, dass im Falle einer Kündigung durch den Hauptmieter einer der Untermieter nachrutschen kann. Andernfalls kann der Vermieter einen neuen Hauptmieter suchen. Für die Untermieter kann dies bedeuten, dass sie aus ihrer Wohngemeinschaft ausziehen müssen.

Lesen Sie auch: Woran Mieter und Vermieter bei der Untermiete denken sollten.

Mehrere einzelne Hauptmieter

In diesem Fall schließt jeder Mitbewohner einen eigenen Vertrag mit dem Vermieter ab. So haftet jeder nur für sich selbst. Der Mietvertrag gilt für den privaten Wohnraum des WG-Bewohners und gewährt ein Mitbenutzungsrecht für die Gemeinschaftsräume, also das gemeinsame Bad, die Küche und vielleicht einen Garten.

Für den Vermieter bedeutet diese Variante allerdings mehr Aufwand. Er entscheidet auch, wer als neuer Mitbewohner einzieht.

Regelungen zu Kaution und Schönheitsreparaturen 

Wer den Mietvertrag unterschreibt, muss auch die Kaution zahlen – bei einem gemeinsamen Mietvertrag also alle, bei nur einem Hauptmieter ist dieser dafür verantwortlich. Wie die Mitglieder die Kautionszahlung untereinander regeln, ist ihre Sache. Bei Kündigung des Mietverhältnisses zahlt der Vermieter die Kaution an den Mieter zurück. Ziehen zwischenzeitlich Untermieter aus, muss die Wohngemeinschaft intern klären, was mit der Kaution geschieht.

In vielen Mietverträgen ist geregelt, dass der Mieter nach einer bestimmten Frist Schönheitsreparaturen durchzuführen hat, er also beispielsweise die Wände, Decken und Heizkörper streichen muss. Vor allem bei Beendigung des Mietverhältnisses muss die Wohnung in sachgemäßem Zustand übergeben werden. Sind zwischenzeitig WG-Mitglieder aus- und eingezogen, müssen sie den Aufwand hierfür untereinander ausgleichen.

Wohneigentum als WG

Wer etwas Erspartes auf der hohen Kante hat, kann auch eine WG-geeignete Wohnung kaufen. Die Bauzinsen sind zudem aktuell äußerst niedrig. Der Eigentümer kann dann einzelne Zimmer untervermieten und die WG-Bewohner zahlen so monatlich den Immobilienkredit mit ab.

Lesen Sie auch: So viel Eigenkapital brauchen Sie für eine Baufinanzierung

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Eine Wohngemeinschaft finden

Eine Wohnung finden

Klassisch lassen sich freie WG-Zimmer oder Wohnungen zur WG-Gründung über das schwarze Brett der Uni oder auch eine Anzeige in der Tageszeitung finden. Warum nicht selbst inserieren, dass man eine Wohnung sucht? Auch im Internet finden sich Anlaufstellen – beispielsweise die Internetseite der Uni, Immobilienportale oder das Portal wg-gesucht.de.

Nicht jede Wohnung eignet sich als Wohngemeinschaft. Für ein Durchgangszimmer, das auf dem Weg in Bad oder Küche passiert werden muss, lässt sich wohl kaum ein Mitbewohner finden. Soll viel gemeinsames WG-Leben stattfinden, empfiehlt sich eine große gemeinsame Küche oder ein großes Wohnzimmer. Sind die Zimmer der einzelnen Bewohner unterschiedlich groß, kann das über einen entsprechend höheren oder niedrigeren Mietzins ausgeglichen werden.

Geeignete Mitbewohner finden

Auch wer auf der Suche nach Mitbewohnern ist, kann eine Annonce aufgeben oder einen Aushang machen. Gerade in Universitätsstädten mit knappem Wohnraum gibt es mittlerweile regelrechte Auswahl-Wettbewerbe, wenn ein Zimmer vergeben werden soll. Auf jeden Fall ist es wichtig, sich vorher etwas besser kennenzulernen. Geklärt sein sollte beispielsweise die Frage, ob es sich um eine Zweck-WG handeln soll oder ein ausgeprägtes Sozialleben – beispielsweise mit gemeinsamen Kochabenden – gewünscht ist.

  • Biallo-Tipp: Eine Checkliste mit vielen wichtigen Punkten, die WG-Bewohner vorab klären sollten, finden Sie am Ende dieses Artikels.

So können WG-Bewohner gemeinsam sparen

Weniger Miete zahlen

Bei kleinen Wohnungen liegt der Quadratmeterpreis in der Regel höher als bei größeren. Zudem können sich WG-Bewohner Bad und Küche teilen. Bei gleichem Budget kann der Wohnraum in einer Wohngemeinschaft entsprechend großzügiger und komfortabler ausfallen als in einer Single-Wohnung.

Zum Vergleich: Der mittlere Preis (Median) für Wohnungen bis 40 Quadratmeter lag 2018 bei 9,50 Euro. Das ergab eine nicht repräsentative Auswertung des Immobilienportals Immowelt.de. Für bis zu 80 beziehungsweise 120 Quadratmeter große Wohnungen waren hingegen nur 7,10 Euro beziehungsweise acht Euro pro Quadratmeter fällig.

Wer 300 Euro für die Kaltmiete zur Verfügung hat, kann sich bei den oben genannten Preisen eine Single-Wohnung mit rund 30 Quadratmetern leisten. Sucht er sich hingegen mit zwei weiteren Personen mit identischem Budget eine gemeinsame Wohnung, kann diese rund 110 Quadratmeter ausfallen – das reicht für drei geräumige Zimmer und eine große Gemeinschaftsküche. Zudem sind in der Gemeinschaftswohnung die Nebenkosten niedriger.

Je nach Stadt und Ausstattung der Wohnung können die Preise natürlich erheblich abweichen. In Ballungsgebieten wie München oder Frankfurt wird es kaum möglich sein, für 300 Euro Kaltmiete überhaupt eine Single-Wohnung zu finden. An der Grundaussage des Rechenbeispiels ändert das aber nichts: Gemeinsam können Sie sich mehr Platz leisten.

Beim Telefon- und Internetanschluss sparen

Die Zeiten, da WG-Bewohner nach dem Telefonieren die verbrauchten Einheiten notieren mussten und am Monatsende die aufwendige Abrechnung folgte, sind zum Glück vorbei. Flatrates sei Dank. Heute muss lediglich der Pauschalpreis durch die Anzahl der Bewohner geteilt werden. Lediglich für Gespräche ins Handynetz und ins Ausland fallen zumeist gesonderte Gebühren an. Ein Einzelnachweis der geführten Telefongespräche ist für die Abrechnung sinnvoll.

Wichtig: Auch hier gilt: Wer den Vertrag abschließt, ist dafür verantwortlich, dass das Geld an die Telefongesellschaft fließt – auch wenn der Anteil des Zimmernachbarn auf sich warten lässt.

Alternative: Wer lieber unabhängig ist, kann in Sachen Telefon und Internet auch ausschließlich auf den eignen Mobilfunkvertrag setzen.

Weniger Rundfunkbeitrag

Wohngemeinschaften profitieren von der Umwandlung der Rundfunkgebühr in den Rundfunkbeitrag. Während bis Ende 2012 jedes WG-Mitglied einzeln für seine Geräte zahlen musste, gilt mittlerweile: eine Wohnung, ein Beitrag. Die WG-Bewohner müssen also zusammen die 17,50 pro Monat aufbringen, gleich wie viele Fernsehgeräte und Radios sich in der Wohnung befinden.

Praktisch sieht dies so aus, dass ein Mitglied der Wohngemeinschaft angemeldet sein und den Beitrag zahlen muss. Alle anderen können sich abmelden. Dieser eine Rundfunkbeitrag deckt auch die Kosten für die Autoradios aller WG-Bewohner.

Ist ein WG-Mitglied vom Rundfunkbeitrag befreit, gilt dies jedoch nicht für die anderen Mitglieder.

Zeitung, Netflix und Co. gemeinsam nutzen

Der eine abonniert die regionale Tageszeitung, der nächste eine überregionale und der Dritte eine Wochenzeitschrift. In einer WG kann eine viel größere Lektüreauswahl finanzierbar sein, als wenn man alleine wohnt.

WG-Bewohner können auch gegenseitig voneinander profitieren, wenn der eine beispielsweise ein Netflix-Abo hat, der andere Amazon-Prime-Mitglied ist.

Hausratversicherung – eine für alle?

Die Hausratversicherung leistet bei Schäden am Wohnungsinventar, beispielsweise durch einen Wohnungsbrand, Einbruch oder Leitungswasser. Anders als die Haftpflicht- und die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört die Hausratversicherung nicht zu den allerwichtigsten Policen. Wer jedoch teuren Hausrat besitzt, den er im Falle eines Verlusts nicht einfach ersetzen kann, für den kann eine Hausratversicherung durchaus sinnvoll sein.

Eine Police kann die gesamte Wohngemeinschaft absichern. Aber: "WG-Mitglieder sollten mit offenen Karten spielen und der Versicherungsgesellschaft mitteilen, dass es sich um eine Wohngemeinschaft handelt", sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten. Ein Bewohner ist dann der Versicherungsnehmer. Er trägt alle Rechte und Pflichten und erhält im Schadensfall das Geld ausgezahlt. Wie dieses dann verteilt wird und dass sich alle Bewohner an der Versicherungsprämie beteiligen, darüber müssen sich die Bewohner untereinander einig werden.

Der Bund der Versicherten rät, den Wert des Hausrats nicht pauschal abzusichern, sondern ihn individuell zu ermitteln. "Das ist natürlich sehr aufwendig, aber meist sicherer", sagt Versicherungsexpertin Boss. Setzt man hingegen einen Pauschalpreis an, so kann es sein, dass der Hausrat überversichert und die Versicherungsprämie unnötig hoch ist. Oder umgekehrt: Die Habseligkeiten sind unterversichert und werden im Schadensfall nicht komplett erstattet.

  • Biallo-Tipp: Studenten und Auszubildende sind häufig noch in der Hausratversicherung ihrer Eltern mitversichert. Das gilt allerdings nur vorübergehend und solange sie keinen eigenen Hausstand gegründet haben. Im Zweifelsfall beim Versicherer nachfragen.

Stromanbieterwechsel

Gemeinsam sparen können WG-Bewohner übrigens oft auch durch einen Strom- und Gasanbieterwechsel. Übers Jahr gerechnet lässt sich so oft schon eine schöne WG-Party finanzieren. Der Anbieterwechsel ist keine große Sache. Im Internet gibt es zahlreiche Vergleiche, die die Suche nach einem passenden Tarif vereinfachen. Auch auf biallo.de finden Sie einen Strompreisvergleich und einen Gaspreisvergleich.

Lesen Sie auch: Geld sparen mit Strom- und Gasanbieterwechsel

Vielfältige Formen von Wohngemeinschaften

In Wohngemeinschaften ziehen nur Studenten, um vorübergehend günstig zu wohnen? Das stimmt nicht. Bei vielen WG-Bewohnern steht vielmehr der Wunsch nach Gemeinschaft im Vordergrund. So vielfältig die Lebensumstände sind, so unterschiedlich sind auch die Formen von Wohngemeinschaften. Einige Beispiele:

Senioren-WG

Wer wünscht sich das nicht – im Alter möglichst lange eigenständig, aber nicht alleine zu wohnen? Senioren-Wohngemeinschaften bieten hierzu eine Möglichkeit. Je nach Wunsch und finanziellem Spielraum können die privaten Räumlichkeiten größer oder kleiner ausfallen. Manche älteren Menschen wünschen sich beispielsweise ein eigenes Badezimmer.

Die Bewohner unterstützen sich gegenseitig. Was der eine nicht mehr kann, fällt einem anderen vielleicht leicht. Zudem können sie gemeinsam eine Haushälterin oder Pflegekraft anstellen, die sie unterstützt.

  • Biallo-Tipp: Wer Wohnraum für eine solche Senioren-WG bauen oder umbauen möchte, kann auf staatliche Fördermittel zählen. So gibt es beispielsweise einen Investitionszuschuss von bis zu 6.250 Euro oder Förderkredite für altersgerechtes Umbauen durch die KfW-Bank. Pflegebedürftige erhalten für Wohnungsanpassungen bis zu 4.000 Euro an Zuschuss von der Pflegekasse.

Lesen Sie auch: Altersgerecht Umbauen

Mehrgenerationen-Haus

Hier wohnen verschiedene Altersgruppen gemeinsam – entweder in einer großen Wohnung, einem Haus oder einem Wohnkomplex. Wichtig ist auch hier die Gemeinschaft. Die älteren Bewohner können die jüngeren bei der Kinderbetreuung unterstützen, und umgekehrt erhalten sie Hilfe beim Einkauf oder bei Arbeiten im Haushalt.

Wohnen für Hilfe

Bei dieser Form des Zusammenlebens erhalten Vermieter statt Geld Hilfe im Alltag. So überlässt beispielsweise eine Hausbesitzerin einem Studenten ein Zimmer, der sich dafür um den Garten kümmert. Wie viel und welche Hilfe geleistet werden soll, ist unterschiedlich.

Lesen Sie auch: Senioren und Studenten helfen sich gegenseitig

Wohngemeinschaften für Alleinerziehende

Ein Babysitter kostet viel Geld. Warum also nicht gegenseitig auf die Kinder aufpassen? Alleinerziehende in Wohngemeinschaften können sich bei der Kinderbetreuung abwechseln. In der Gemeinschaft lässt sich zudem manches Problem leichter lösen, das ansonsten als Paar besprochen würde. Auch auf günstigen Wohnraum sind viele Alleinerziehende angewiesen.

Betreute Wohngemeinschaften

Ein selbstbestimmtes Leben führen, Gemeinschaft erleben und dabei professionelle Unterstützung erfahren – auch das ist in einer Wohngemeinschaft möglich. So gibt es spezielle Angebote für Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung, mit psychischen Erkrankungen oder auch Demenz. Wo Hilfe nötig ist, werden die Bewohner unterstützt – beispielsweise kann regelmäßig ein ambulanter Pflegedienst oder eine pädagogische Betreuung ins Haus kommen.

Streit vermeiden: Checkliste für angehende Wohngemeinschaften

Viele Konflikte lassen sich vermeiden, wenn angehende WG-Bewohner vorab über einige wichtige Punkte sprechen:
  • Mietvertrag: Gibt es einen oder mehrere Hauptmieter?



  • Wohnung: Die Wohnung ist zwar ein Traum, jedoch möchten alle gern in das größte Zimmer einziehen? Über den Preis lässt sich hier vielleicht Einigkeit erzielen. Im Zweifelsfall muss der favorisierte Raum noch teurer werden, als er entsprechend seiner Quadratmeterzahl anteilig kosten würde.



  • Betriebskosten, Strom, Telefon: Wer legt das Geld aus, sammelt es wann und wie ein? Zumeist ist es nicht möglich, hier auf den Cent genau abzurechnen. Während der eine gerne mal das Licht brennen lässt, betreibt der nächste eine stromschluckende Multimedia-Sammlung in seinem Wohnraum und der Dritte liebt ausgiebige Vollbäder – alles auf Kosten der Gemeinschaftskasse. Wer über so etwas nicht hinwegsehen kann, sollte sich ernsthaft überlegen, ob eine Wohngemeinschaft die richtige Wahl ist.



  • Wohnungsinventar: Wem gehört beispielsweise die Waschmaschine und was geschieht mit ihr beim Auszug?



  • Kaution und Co.: Welche Ausgleichsregelungen gibt es beim Auszug für Kaution und Schönheitsreparaturen? Muss das hinterlassene Zimmer in jedem Fall gestrichen werden? Erhält der Ausziehende seinen Kautionsanteil von seinem Nachfolger?



  • Zweck-WG oder ausgeprägtes Sozialleben? Sollen beispielsweise gemeinsame Kochabende, Partys und Ausflüge stattfinden? Wer dies vor dem Einzug klärt, kann manche Enttäuschung vermeiden.



  • Haustiere: Dürfen Wellensittich und Zwergschnauzer miteinziehen? Hier hat nicht nur der Vermieter ein Wörtchen mitzureden, sondern auch die Mitbewohner geht das etwas an.



  • Frühaufsteher oder Nachteule? Chaot oder Pedant? Gut ist, wenn man vorher weiß, mit wem man bald Wand an Wand wohnt.



  • Haushalt: Soll es einen Putzplan geben und wie soll er gestaltet sein? Soll es gemeinsame Getränke und Lebensmittel oder streng getrennte Kühlschrankfächer geben?



  Sabina Hoerder


 

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