• Sie möchten fürs Alter vorsorgen?
  • Nachhaltig investieren?
  • Steuern sparen?
  • Für Ihre Finanzen und Geldanlage einfach nichts mehr verpassen?
Wir versorgen Sie mit den interessantesten Beiträgen und Produkttests aus der Finanzwelt.
Versand zweimal pro Woche
Auf einen Blick
  • Dem Planeten etwas Gutes tun und dabei noch Geld verdienen: Am Megatrend Nachhaltigkeit können Anleger auch bei digitalen Vermögensverwaltern, den sogenannten Robo-Advisor, profitieren.

  • Wer sein Geld mit gutem Gewissen anlegen will, muss allerdings mit vergleichsweise höheren Produktkosten rechnen als bei herkömmlichen Investments.

  • Studien belegen, dass sich nachhaltige Fonds in Sachen Rendite vor ihren konventionellen Pendants nicht zu verstecken brauchen.
12

Nachhaltiges Investieren liegt im Trend: So wurden laut einer im Sommer 2020 veröffentlichten Studie des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG) im Jahr 2019 rund 63 Milliarden Euro in nachhaltigen Investmentfonds verwaltet – gut 40 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Auf diesen Trend springen auch immer mehr Robo-Advisor auf. Setzten 2018 lediglich drei der digitalen Anlage-Assistenten auf nachhaltige Investments, so verfolgen mittlerweile bereits ein Dutzend digitale Vermögensverwalter solche Anlagekonzepte und investieren nach vorgegebenen Regeln am Wertpapiermarkt. 

Der Vorteil für Anleger: Sie können flexibel und kostengünstig auf chancenreiche Investments setzen, die Strategien sind zudem einfach und leicht nachvollziehbar. Hinzu kommt: "Studien belegen, dass nachhaltige Anleger keine Abstriche bei der Rendite machen müssen. Nachhaltige Anlageformen haben in der Vergangenheit eine mindestens genauso gute Rendite erzielt wie konventionelle Sparformen", sagt Alexander Weber, Produktmanager von Visualvest. Der Robo-Advisor aus dem Hause Union Investment setzt mit seinen "GreenFolios" auch auf das Thema Nachhaltigkeit. Dadurch lassen sich bestimmte Risiken ausschließen: "So wird eine nachhaltige Investition beispielsweise nicht von fallenden Börsenkursen durch einen Unfall auf einer Öl-Plattform in Mitleidenschaft gezogen", erklärt Weber.

Wir erklären Ihnen, wie Robo-Advisor funktionieren – und welche nachhaltigen Investitionsstrategien sie aktuell verfolgen.

Was ist ein Robo-Advisor?

Die Bezeichnung Robo-Advisor setzt sich zusammen aus den englischen Wörtern Robot (Roboter) und Advisor (Berater). Konkret handelt es sich um Computerprogramme, die nach vorgegebenen Algorithmen und Regeln selbstständig Geld anlegen und verwalten. Die Einstufung und Beratung der Anleger erfolgt mittels standardisiertem elektronischen Frage- und Hinweisbogen.

Dabei erfasst das Programm zunächst Parameter wie den Anlagewunsch, die Wertpapierkenntnisse, das Renditeziel, die Risikobereitschaft und die Vermögensverhältnisse des Anlegers. Aus den Daten erstellt die Software ein Anlegerprofil und schlägt eine Sparstrategie samt Wertpapierportfolio vor. Zugleich werden Hinweise zu Risiken und zur Volatilität der Geldanlage gegeben.

Hat sich der Anleger für eine Strategie entschieden, investiert der Robo-Advisor das Geld entsprechend in Aktien, Anleihen oder andere Anlageklassen am Kapitalmarkt. Damit Strategie und Rendite auf Kurs bleiben, schichtet der Robo-Advisor bei Bedarf selbstständig Wertpapiere um. Einzelne Anbieter haben auch Programme, die die digitale Verwaltung mit einer Steuerung von Hand kombinieren.

Vorteile der Robo-Advisor

  • Je nach Risikoneigung und Anlageziel stehen einfache, leicht nachvollziehbare Anlagestrategien mit hoher Transparenz zur Wahl.

  • Anleger können mit vergleichsweise geringen Anlagebeträgen investieren.

  • Die Automatisierung der Anlageprozesse ermöglicht geringere Gebühren als bei individueller Beratung und Depotüberwachung – dadurch sind Robo-Advisor sehr kosteneffizient.

  • Computergesteuerte Anlageprozesse verhindern, dass Anleger emotional getrieben handeln und dadurch suboptimale Anlageentscheidungen treffen.

  • Die Laufzeit ist frei wählbar, die Kündigung jederzeit möglich.

Dennoch sind Robo-Advisor nicht für jeden Anleger empfehlenswert. Sparer ohne Börsenkenntnisse beziehungsweise mit hoher Risikoabneigung tun sich häufig schwer, ihr Vermögen einer Software anzuvertrauen. In diesem Fall kann die persönliche Bankberatung oder die individuelle Betreuung durch einen Wertpapierspezialisten die bessere Wahl sein.

Grundsätzlich gilt: Je risikoreicher angelegt wird, desto länger sollte der Sparhorizont sein, denn Aktien-Portfolios unterliegen hohen Schwankungen. Andererseits eröffnen offensiv ausgerichtete Strategien überdurchschnittliche Renditechancen.

Unterschiedliche Investmentansätze

Anlage-Roboter arbeiten nach zwei verschiedenen Ansätzen: Entweder sie bieten dem Anleger ein fixes Portfolio aus Indexfonds (ETFs), bei dem die Gewichtung der Fonds in regelmäßigen Abständen immer wieder auf die gewählte Ausgangsstrategie zurückgeführt wird. Dies wird auch als Rebalancing bezeichnet. Oder sie arbeiten dynamisch, das heißt, sie passen die Anlegerportfolios den jeweiligen Marktbedingungen aktiv an, dabei können neben ETFs auch Aktien oder klassische Investmentfonds zum Einsatz kommen.

Lesen Sie auchRobo-Advisor, wie schnell komme ich an mein Geld?

Egal, ob statisch oder dynamisch: Sämtliche Robo-Advisor stellen jeweils unterschiedliche Anlagestrategien zur Wahl, damit Anleger die für sie passende Strategie wählen können. Hauptunterscheidungskriterien sind dabei die Risikoneigung, der Anlagehorizont und neuerdings verstärkt die Investitionspräferenz, also ob ein Anleger in klassische Wertpapiere oder in ökologische Papiere investieren möchte.

Die nachhaltige Anlagestrategie setzen die digitalen Vermögensverwalter auf verschiedenen Wegen um: So wird vielfach das sogenannte Ausschlussprinzip mit dem Best-in-Class-Ansatz kombiniert. Ersteres besagt, dass kritische Branchen wie etwa Rüstung oder Alkoholhersteller grundsätzlich außen vor bleiben, letzteres steht für die Auswahl der Klassenbesten unter den Unternehmen einer Branche in puncto Nachhaltigkeit. Dies kann dazu führen, dass mitunter auch in Ölfirmen oder andere Unternehmen aus umstrittenen Branchen investiert wird.

Investitionsstrategien grüner Robo-Advisor

Wir haben für Sie den Markt unter die Lupe genommen und stellen Ihnen nachfolgend eine Auswahl an Robo-Advisor vor, die nachhaltige Anlagestrategien anbieten.

Scalable Capital

Der nach verwaltetem Kundenvermögen größte Robo-Advisor in Deutschland hat im Sommer 2020 seine neuen ESG-Portfolios vorgestellt. "Nachhaltiger Geldanlage gehört die Zukunft", sagt Scalable-Gründer und Geschäftsführer Erik Podzuweit. "Immer mehr Menschen möchten ihr Geld nicht nur gewinnbringend, sondern auch umwelt- und sozialverträglich anlegen. Das merken wir natürlich auch in den Gesprächen mit unseren Kunden."

Investmentansatz: Im Gegensatz zu den konventionellen Portfolios steuert Scalable Capital die ESG-Portfolios nicht mit dem sogenannten Value at Risk (VaR). Das bedeutet, das Rebalancing erfolgt rein passiv beziehungsweise gewichtsbasiert und nicht risikobasiert. Die maßgebliche Größe für die Steuerung des Portfolios ist die Aktienquote. Weicht die Aktienquote um mehr als fünf Prozent von der Anfangsgewichtung ab, werden die Portfolios automatisch umgeschichtet und wieder auf die ursprüngliche Quote zurückgesetzt.

Anlagestrategien: Insgesamt stehen zehn Risikostufen für die ESG-Portfolios zur Verfügung. Dabei wird die Aktienquote schrittweise in Zehnerschritten erhöht: Im Portfolio mit der niedrigsten Risikostufe (ESG 0) werden nur Anleihen-ETFs eingesetzt, das Portfolio mit dem höchsten Risiko (ESG 100) besteht zu 100 Prozent aus Aktien-ETFs. "Optional kann der Kunde die Anlageklasse Gold/Rohstoffe hinzuwählen", erklärt Podzuweit. Dann beträgt zum Beispiel die Aktienquote im risikoreichsten Portfolio 90 Prozent, den Rest macht ein Gold-ETC (6,50 Prozent) und ein Rohstoff-ETF (3,50 Prozent) aus. Die erwartete Rendite für das ESG-Portfolio mit Gold weist Scalable mit 1,2 bis 6,2 Prozent pro Jahr aus – je nach Anlagestrategie. Entsprechend beträgt die Rendite beim ESG ohne Gold 0,8 bis 6,1 Prozent pro Jahr.

ETF-Auswahl: Für die grünen Portfolios setzt Scalable ETFs ein, welche die Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen und meist Zusätze wie "ESG" oder "ESG Screened" im Namen tragen. Eigenen Angaben zufolge präferiert Scalable ETFs mit großem Fondsvolumen, hoher Handelbarkeit, niedrigen Kosten und geringer Indexabweichung (Tracking Difference). Die eingesetzten ETFs sind überwiegend physisch replizierend, denen breit aufgestellte Indizes zugrunde liegen.

Mindestanlage und Kosten: Das Mindest-Startkapital und die Gebühren für die ESG-Portfolios sind identisch mit den konventionellen Portfolios. Anleger können ab 10.000 Euro einsteigen, zusätzlich kann ein monatlicher Sparplan eingerichtet werden. Die Kosten für die Vermögensverwaltung liegen bei 0,75 Prozent pro Jahr. Hinzu kommen Produktkosten von durchschnittlich 0,15 Prozent, die aber bereits von den Fondsanbietern einbehalten werden.

Klimafonds.de

Klimafonds.de ist nach eigenen Angaben der erste nachhaltige Robo-Advisor Deutschlands und investiert in ethische und nachhaltig ausgerichtete Aktien sowie Anleihen. Schwerpunkte sind dabei die Branchen Wasser, Holz und erneuerbare Energien.

Investmentansatz: Der Robo-Advisor verfolgt einen hundertprozentig passiven Ansatz. Das heißt, Investments werden ausschließlich in passiven ETFs getätigt, Kauf und Verkauf von Wertpapieren sowie das Re-Balancing erfolgen automatisch nach vorgegebenen Regeln. Die Asset-Allokation, also die Verteilung des Geldes auf die verschiedenen Anlageklassen beziehungsweise in Cash, geschieht mittels festgelegter Algorithmen. 

Anlagestrategien: Drei Musterportfolios stehen zur Wahl, in die der Anleger je nach Sparziel und Risikoneigung investieren kann. Die Palette reicht von risikoarm über ausgewogen bis hin zu offensiv, also aktienorientierten Depots.

ETF-Auswahl: Die Investitionen in die einzelnen Assetklassen erfolgen über ETFs. Die Auswahl der ETFs geschieht nach verschiedenen Kriterien, zum Beispiel der Erfahrung des Anbieters, der Handelbarkeit des jeweiligen ETFs, der Fondskosten, der Indextreue sowie der Replikationsart, also der Art und Weise, mit welchen Wertpapieren der ETF den zugrundeliegenden Index nachbildet.

Positiv: Klimafonds.de bevorzugt physisch replizierende ETFs, also Fonds, die in die tatsächlichen Wertpapiere des Index investieren und nicht in entsprechende Derivate.

Lesen Sie auchGrüne Geldanlage – wann ein Investment wirklich nachhaltig ist

Musterdepots von Klimafonds.de:

Sicherheit

Aktienquote: 30 Prozent (defensiv)

Balance

Aktienquote: 50 Prozent (ausgewogen)

Wachstum

Aktienquote: 70 Prozent (offensiv)

Empfohlene Mindestanlagedauer: 3 Jahre, täglich kündbar
Renditeerwartung: 2 bis 4 Prozent (langfristig)

Empfohlene Mindestanlagedauer: 5 Jahre, täglich kündbar
Renditeerwartung: 4 bis 6 Prozent (langfristig)

Empfohlene Mindestanlagedauer: 7 Jahre, täglich kündbar
Renditeerwartung: 5 bis 8 Prozent (langfristig)

Aktuelle Investments:

  • 70 % iShares Euro Corp Bond SRI 0-3yr UCITS ETF EUR (Dist) 

  • 10 % UBS - MSCI World Socially Responsible UCITS ETF (USD) A-dis

  • 6,7 % iShares Global Clean Energy UCITS ETF

  • 6,6 % iShares Global Timber & Forestry UCITS ETF

  • 6,7 % iShares Global Water UCITS ETF

Aktuelle Investments:

  • 50% iShares Euro Corp Bond SRI 0-3yr UCITS ETF EUR (Dist)

  • 20% UBS - MSCI World Socially Responsible UCITS ETF (USD) A-dis

  • 10% iShares Global Clean Energy UCITS ETF

  • 10% iShares Global Timber & Forestry UCITS ETF

  • 10% iShares Global Water UCITS ETF


Aktuelle Investments:

  • 25% iShares Euro Corp Bond SRI 0-3yr UCITS ETF EUR (Dist)

  • 30% UBS - MSCI World Socially Responsible UCITS ETF (USA) A-dis

  • 15% iShares Global Clean Energy UCITS ETF

  • 15% iShares Global Timber & Forestry UCITS ETF

  • 15% iShares Global Water UCITS ETF


Performance im Jahr 2020: 11,15 Prozent

Performance im Jahr 2020: 17,02 Prozent

Performance im Jahr 2020: 25,36 Prozent

Kosten: monatlich 0,08 Prozent zzgl. MwSt. auf den durchschnittlichen Depotwert

Mindestanlage: ab 5.000 Euro oder Sparplan ab 25 Euro/Monat

Quelle: Angaben des Anbieters; Stand: März 2021.

Lesen Sie auch: Nachhaltige Geldanlagen liegen im Trend

Visualvest

Visualvest ist der Robo-Advisor der Fondsgesellschaft Union Investment und bietet klassische und nachhaltige Anlagestrategien an. Für umweltfreundliches Investieren stehen seit dem 18. März 2021 mittlerweile sieben sogenannte GreenFolios zur Wahl – vier mehr als bisher. Dabei handelt es sich um öko-sozial ausgerichtete Investments, die sich an strengen Nachhaltigkeitskriterien orientieren. Auch bei "MeinInvest", der White-Label-Lösung von Union Investment für die Genossenschaftsbanken, werden nachhaltige Strategien mittlerweile angeboten.

Fonds-Auswahl: Es werden ausschließlich nachhaltige Fonds in die grünen Portfolios aufgenommen, die die sogenannten ESG-Kriterien anwenden. Das heißt, die Unternehmen müssen Güter nachhaltig nutzen, die Menschenwürde schützen und vor allem Verantwortung für die Gesellschaft zeigen. Die Fonds durchlaufen zunächst einen dreistufigen Auswahlprozess nach Umweltgesichtspunkten und anschließend eine finanzielle Prüfung.

Anlagemodule: Sieben Green-Folio-Depots stehen zur Wahl, die sich hinsichtlich des Risikos unterscheiden. Je nach Risikobereitschaft ist der Aktienanteil höher oder niedriger als der Anleiheanteil.

Mindestanlage und Kosten: Mit einem Betrag ab 500 Euro kann in GreenFolios investiert werden – Spärplane können ab 25 Euro im Monat gestartet werden. Die Servicegebühren betragen jährlich 0,6 Prozent auf den durchschnittlichen Depotwert.

Positiv: Dass es Visualvest mit den ökologischen Kriterien ernst nimmt, zeigt der sogenannte CO2-Fußabdruck der grünen Anlagemodule, der im Vergleich zu den klassischen Anlagemodulen auf der Internetseite des Anbieters veröffentlicht wird. Gegenüber vergleichbaren Portfolios beträgt die CO2-Einsparung je nach GreenFolio-Variante bis zu 50,5 Prozent. Zudem kooperiert Visualvest mit der Initiative "Plant for the Planet": Für jedes neu eröffnete Depot wird ein Baum gepflanzt.

Musterdepots von Visualvest:

Greenfolio 1
Geldmarkt:
  ● UBS Lux Money Market-EUR-P
Anleihen:
  ● DPAM L Bonds Government
  ● Xtrackers II – ESG EUR Corp. Bd. UCITS ETF, EUR (Dis)
  ● Allianz Euro Credit SRI
  ● iShares Euro High Yield Corp Bond ESG UCITS ETF
Aktien:
  ● JSS OekoSar Equity – Global P EUR acc
  ● iShares MSCI World SRI UCITS ETF EUR (Acc)

Greenfolio 2
Geldmarkt:
  ● UBS Lux Money Market-EUR-P
Anleihen:
  ● DPAM L Bonds Government
  ● Allianz Euro Credit SRI
  ● Xtrackers II – ESG EUR Corp. Bd. UCITS ETF, EUR (Dis)
  ● iShares Euro High Yield Corp Bond ESG UCITS ETF
Aktien:
  ● JSS OekoSar Equity – Global P EUR acc
  ● iShares MSCI Emerging Markets SRI UCITS ETF USD

Greenfolio 3
Geldmarkt:
  ● UBS Lux Money Market-EUR-P
Anleihen:
  ● DPAM L Bonds Government
  ● Allianz Euro Credit SRI
  ● Xtrackers II – ESG EUR Corp. Bd. UCITS ETF, EUR (Dis)
  ● iShares Euro High Yield Corp Bond ESG UCITS ETF
Aktien:
  ● JSS OekoSar Equity – Global P EUR acc
  ● iShares MSCI World SRI UCITS ETF EUR (Acc)
  ● iShares MSCI Emerging Markets SRI UCITS ETF USD

Greenfolio 4
Geldmarkt:
  ● UBS Lux Money Market-EUR-P
Anleihen:
  ● DPAM L Bonds Government
  ● Allianz Euro Credit SRI
  ● Xtrackers II – ESG EUR Corp. Bd. UCITS ETF, EUR (Dis)
  ● iShares Euro High Yield Corp Bond ESG UCITS ETF
Aktien:
  ● JSS OekoSar Equity – Global P EUR acc
  ● iShares MSCI World SRI UCITS ETF EUR (Acc)
  ● iShares MSCI Emerging Markets SRI UCITS ETF USD

Greenfolio 5
Geldmarkt:
  ● UBS Lux Money Market-EUR-P
Anleihen:
  ● DPAM L Bonds Government
  ● Allianz Euro Credit SRI
  ● Xtrackers II – ESG EUR Corp. Bd. UCITS ETF, EUR (Dis)
  ● iShares Euro High Yield Corp Bond ESG UCITS ETF
Aktien:
  ● JSS OekoSar Equity – Global P EUR acc
  ● iShares MSCI World SRI UCITS ETF EUR (Acc)
  ● iShares MSCI Emerging Markets SRI UCITS ETF USD

Greenfolio 6
Anleihen:
  ● DPAM L Bonds Government
  ● Allianz Euro Credit SRI
  ● Xtrackers II – ESG EUR Corp. Bd. UCITS ETF, EUR (Dis)
  ● iShares Euro High Yield Corp Bond ESG UCITS ETF
Aktien:
  ● JSS OekoSar Equity – Global P EUR acc
  ● iShares MSCI World SRI UCITS ETF EUR (Acc)
  ● iShares MSCI Emerging Markets SRI UCITS ETF USD

Greenfolio 7
Geldmarkt:
  ● UBS Lux Money Market-EUR-P
Anleihen:
  ● DPAM L Bonds Government
Aktien:
  ● JSS OekoSar Equity – Global P EUR acc
  ● iShares MSCI World SRI UCITS ETF EUR (Acc)
  ● iShares MSCI Emerging Markets SRI UCITS ETF USD

Quelle: Angaben des Anbieters; Stand: März 2021.

Investify

Wer sein Geld gezielt in bestimmten Umweltbereichen anlegen möchte, der wird beim Luxemburger Robo-Advisor Investify fündig. Neben Anlagethemen wie Gold oder Robotics, stehen umweltbezogene Portfolios wie zum Beispiel "Ethisches Investieren", "Wasser" oder "Zukunftsenergie" zur Auswahl.

Seit September 2018 kooperiert Investify auch mit der kirchlichen Genossenschaftsbank Pax-Bank. Unter www.pax-investify.de erhalten Anleger eine rein ethisch-nachhaltige digitale Vermögensverwaltung.

Fonds-Auswahl: In den thematischen Anlagestrategien fließt das Geld sowohl in ETFs als auch in klassische Fonds. Die Auswahl und Gewichtung der Fonds erfolgt anhand der gewählten Thematik. Neben qualitativen Kriterien werden dabei auch quantitative Faktoren berücksichtigt. Hier wird beispielsweise gemessen, wie teuer der Fonds im Vergleich zu anderen Produkten ist und wie umfangreich Risiken gestreut werden.

Mindestanlage und Kosten: Der Mindestanlagebetrag bei Investify beträgt 500 Euro, für Sparpläne gelten 50 Euro monatlich. Als Servicegebühr fallen jährlich 1,0 Prozent des Depotvolumens an. Ab 100.000 Euro Einlage sinkt die Gebühr auf 0,8 Prozent.

Beispiele nachhaltiger Anlagemodule von Investify:

  • Ethisches Investieren: Für Anleger, die ethisch und nachhaltig anlegen möchten, eignet sich dieses Modul. Investify orientiert sich hier an den weltweit anerkannten ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) und kombiniert das  Ausschlussprinzip mit dem Best-in-Class-Ansatz. Im Zeitraum Februar 2020 bis Februar 2021 erzielte dieses Anlagethema insgesamt 15,4 Prozent Wertsteigerung.

  • Wasser: Sauberes Wasser wird zunehmend knapp. Studien beziffern die Wachstumsraten der Wasserbranche auf jährlich 15 bis 25 Prozent und den jährlichen Investitionsbedarf in Sachen "blauem Gold" auf 400 bis 500 Milliarden Euro. Anleger können sich mit diesem Modul an dieser Entwicklung beteiligen. Dies geschieht über Aktien von Unternehmen, die Technologien zur Ressourcen schonenden Bewässerung, zur Entsalzung von Meerwasser oder zur Filterreinigung entwickeln. Im Zeitraum Februar 2020 bis Februar 2021 erzielte dieses Anlagethema insgesamt 14,3 Prozent Wertsteigerung.

  • Zukunftsenergie: Der Klimaveränderung wird immer stärker spürbar, und das hat vor allem mit dem Verbrennen fossiler Energieträger wie Öl, Gas, Kohle und Holz zu tun. Wichtig ist eine Energiewende, hin zu erneuerbaren Energien. Das Anlagemodul Zukunftsenergie investiert weltweit in Aktien von Unternehmen, die im Bereich der erneuerbaren Energien tätig sind. Die Investition in das Thema ist über den ganzen Sektor erneuerbare Energien diversifiziert. Seit Februar 2020 bis Februar 2021 erzielte dieses Anlagethema insgesamt 47,6 Prozent Wertsteigerung.

Quelle: Angaben des Anbieters; Stand: März 2021.

Oskar

Die digitale Vermögensverwaltung Oskar hat sich zum Ziel gesetzt, ausschließlich in nachhaltige ETFs zu investieren. Derzeit umfasst die Anlagestrategie zehn Indexfonds, von denen fünf nach ESG-Kriterien verwaltet werden. Die noch nicht nachhaltigen ETFs sollen schrittweise ausgetauscht werden, sobald es geeignete Alternativen gibt, teilt das Unternehmen mit. 

Investmentansatz: Die Anlagestrategie sieht unterschiedliche Gewichtungen der Anlageklassen Aktien und Anleihen vor. Dabei wird das Aktienportfolio zu 26 Prozent auf die USA, zu 21 Prozent auf Europa, zu jeweils 16 Prozent auf die Schwellenländer und Asien, zu 15 Prozent auf globale Nebenwerte und zu sechs Porzent in Japan investiert. Das Anleiheportfolio wird zu 85 Prozent auf weltweite Rentenpapiere und 15 Prozent Schwellenländer-Papiere verteilt. Je nach Depot wird die Strategie um einen Anteil inflationsgeschützter Anlagen ergänzt, deren Gewichtung zwischen fünf und 15 Prozent liegt. Diese Portfoliokomponente deckt der Robo Advisor derzeit je zur Hälfte über den Euwax Gold II und den Xtrackers Global Inflation Linked-Bond UCITS ETF 1c EUR hedged.

Fonds-Auswahl: Derzeit setzt sich das Anlageuniversum aus zehn ETFs zusammen, von denen fünf eine nachhaltige Strategie umsetzen. Dazu gehören der Invesco S&P ESG UCITS ETF (Acc), der L&G Asia Pacific ex Japan Equity UCITS ETF sowie drei Fonds des ETF-Anbieters iShares, die jeweils die MSCI ESG Screened-Indizes für die Regionen Japan, Europa und die Schwellenländer nachbilden.

Mindestanlage und Kosten: Die Mindestanlage beträgt 1.000 Euro und ab 25 Euro Sparrate kann mit ETFs angespart werden. Gebühren fallen jährlich in Höhe von 1,0 Prozent des Depotvolumens an. Ab 10.000 Euro Einlage sinkt die Gebühr auf 0,8 Prozent.

Anlagedepots bei Oskar:

Oskar 50

Oskar 60

Oskar 70

Oskar 80

Oskar 90

Aktienquote: 50 Prozent
Anleihequote: 35 Prozent
Inflationsschutz: 15 Prozent
Performance der letzten 12 Monate: nicht verfügbar

Aktienquote: 60 Prozent
Anleihequote: 27,5 Prozent
Inflationsschutz: 12,5 Prozent
Performance: Daten nicht verfügbar

Aktienquote: 70 Prozent
Anleihequote: 20 Prozent Inflationsschutz:
10 Prozent
Performance: Daten nicht verfügbar

Aktienquote: 80 Prozent
Anleihequote: 12,5 Prozent
Inflationsschutz: 7,5 Prozent
Performance: Daten nicht verfügbar

Aktienquote: 90 Prozent
Anleihequote: 5 Prozent
Inflationsschutz: 5 Prozent
Performance der letzten 12 Monate: nicht verfügbar

Quelle: Angaben des Anbieters / Stand März 2021         

Vividam

Der Robo-Advisor Vividam investiert ausschließlich in ethische und ökologische Geldanlagen, konventionelle Investments sind nicht möglich. Die Anlage erfolgt in breit gestreuten Portfolios mittels aktiv verwalteter Investmentfonds, individuell nach Risikoneigung zusammengestellt. Als Anlageklassen kommen Aktien, Unternehmens- oder Staatsanleihen infrage.

Investmentansatz: Vividam verfolgt bewusst einen aktiven Anlagestil und setzt keine passiven Anlageformen wie ETFs ein. Das Management ist der festen Überzeugung, dass nur aktives Investieren einen nachhaltigen Mehrwert für Anleger liefert und gleichzeitig eine positive Wirkung auf die Umwelt, die Gesellschaft und die Wirtschaft hat.

Fondsauswahl: Die Produktauswahl orientiert sich an den 17 SDGs, den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen. Vividam ist der Überzeugung, dass eine detaillierte, fundamentale Unternehmensanalyse, die über die klassischen Kennzahlen hinausgeht, einen Mehrwert liefert und die damit einhergehenden höheren Kosten rechtfertigt. Die Einbeziehung von Nachhaltigkeitskriterien führt nicht nur langfristig zu einer Überrendite, sondern ist aktives Risikomanagement. Um die Ernsthaftigkeit der Investmentphilosophie zu unterstreichen, hat Vividam im April 2018 die PRI - die "Principles of Responsible Investment" der Vereinten Nationen unterzeichnet.

Anlagemodule: Bei Vividam können Anleger je nach Risikoneigung zwischen vier verschiedenen Strategien wählen. Sie heißen: Zaghaft, Gelassen, Weitblickend und Klippenspringer.

Anlagestrategien von Vividam:

Zaghaft

Gelassen

Weitblickend

Klippenspringer

Anteil Aktien: 30 %

Anteil Aktien: 50 %

Anteil Aktien: 70 %

Anteil Aktien: 100 %

Empfehlung: Defensives Depot für Vermögenserhalt. Empfohlene Anlagedauer 5 - 7 Jahre

Empfehlung: Ausgewogene Depotmischung, moderate Ertragschancen. Empfohlene Anlagedauer 7 - 10 Jahre

Empfehlung: Renditeorientiertes Depot, überdurchschnittliche Ertragschancen. Empfohlene Anlagedauer 10 - 15 Jahre

Empfehlung: offensives Depot für maximale Renditeerwartung. Empfohlene Anlagedauer sehr langfristig

Rendite: 1. Dez. 2018 bis 15. März 2021: 18,5 %

Rendite: 1. Dez. 2018 bis 15. März 2021: 24,72 %

Rendite: 1. Dez. 2018 bis 15. März 2021: 31,02 %

Rendite: 1. Juli bis 15. März 2021: 34,23 %

Mindestanlage: Ab 2.500 Euro können Anleger mit ihrem nachhaltigen Investment loslegen (Sparpläne ab 50 Euro monatlich). 

Kosten: Die Gebühr beträgt jährlich 1,18% des verwalteten Vermögens.

Quelle: Angaben des Anbieters; Stand: März 2021.

Savity

Der österreichische Vermögensverwalter Savity bietet neben den Anlagestrategien "Grow", "Classic" und "Legends" auch die nachhaltige Anlagelösung "Green". Er wurde nach eigenen Angaben als erster Robo-Advisor in das einflussreiche "Forum Nachhaltige Geldanlagen" (FNG) aufgenommen.

Lesen Sie auch unseren Ratgeber zum Thema nachhaltige Geldanlagen.

Investmentansatz: Die ökologischen Portfolios von Savity Green verfolgen bei der Auswahl der Anlageprodukte den sogenannten ESG-Ansatz. Dabei werden ökologische (Environment), soziale (Social), und unternehmerische (Governance) Aspekte berücksichtigt. Ausgeschlossen sind ausbeuterische oder ressourcenzerstörende Industrien wie Atomtechnologie-, Waffen-, oder Kohleunternehmen. Ebenfalls zum Einsatz kommt der Best-in-Class-Ansatz, der Investments in Unternehmen vorsieht, die anhand von Nachhaltigkeitskriterien zu den Besten ihrer Branchen gehören.

Fondsauswahl: Savity investiert je nach Markt in ETFs aber auch in aktiv verwaltete Fonds. Für Savity-Green kommen vorrangig aktiv gemanagte Fonds zum Einsatz. Um sicherzustellen, dass die Produkte nachhaltig gemanagt werden, achtet Savity unter anderem auf Kriterien wie die Auszeichnung mit dem österreichischen Umweltzeichen oder dem deutschen FNG-Siegel.

Mindestanlage und Kosten: Die Mindestanlage beträgt 10.000 Euro und 100 Euro monatlich mit einem Sparplan. Die Gebühren bei Savity Green betragen 0,99% des Anlagebetrags pro Jahr.

Anlagestrategien: Savity bietet die nachhaltige Strategie in vier Variante mit unterschiedlichen Risiken an. Grundlage hierfür ist  die Kennziffer Value at Risk – kurz: VaR. Mit diesem Begriff wird das Risiko bezeichnet, das bei der Geldanlage eingegangen wird. Ein Beispiel: Angenommen, es werden 10.000 Euro mit einem Risikobudget von 11, 5 Prozent investiert, was bei Savity einem ausgewogenen Ertrags/Risikoniveau entspricht. Dann bedeutet dies, dass der Anlagebetrag ein Jahr später mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent nicht unter 8.850 Euro sinkt. Die vier Strategien im Überblick:

Konservativ

Ausgewogen

Dynamisch

Aggressiv

Mögliches Verlustrisiko (VaR)

9 %

Mögliches Verlustrisiko (VaR)

11,5 %

Mögliches Verlustrisiko (VaR)

16,5 %

Mögliches Verlustrisiko (VaR)

25 %

Rendite: 2019: 9,1 %*; 2020: -2,5 %*

Rendite 2019: 15,3 %*; 2020: 0,4 %*

Rendite: 2019: 18,8 %*; 2020: 2,8%*

Rendite: 2019: 21,9 %*; 2020: 3,3%*

Quelle: Angaben des Anbieters; Stand: März 2021; *nach Abzug aller Kosten, vor Steuern.

Liqid

Hinter dem Berliner Robo-Advisor Liqid steht HQ Trust, der Vermögensverwalter der Familie Harald Quandt. Der digitale Vermögensverwalter bietet seinen Kunden neben den Strategien "Global" und "Select" auch die nachhaltige Anlagestrategie "Liqid Impact" an.

Investmentansatz: Bei "Liqid Impact" stehen die Anlageklassen Aktien, Anleihen, Gold und Geldmarkt zur Disposition. Ausgeschlossen sind unter anderem Wertpapiere aus den Branchen Rüstung, Tabak, Spielindustrie und Gentechnik. Es gelten strenge Nachhaltigkeitskriterien aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Corporate Governance. Im Gegensatz zu den meisten anderen digitalen Vermögensverwaltern kommt eine deutlich höhere Anzahl von Einzeltiteln zum Einsatz, was die Diversifikation und die Renditechancen erhöht. 

Fonds-Auswahl: Das Aktienportfolio bestückt Liqid ausschließlich mit ETFs. Auf der Anleiheseite investiert der Robo Advisor derzeit noch ausschließlich in aktive Fonds. Liqid begründet dies mit dem fehlenden Angebot an ETFs, die den Anforderungen genügen. Sobald entsprechende Produkte verfügbar sind, sollen ETFs auch im Anleiheportfolio zum Einsatz kommen.

Mindestanlage und Kosten: Ab 100.000 Euro, keine Sparpläne möglich. Die Verwaltungsgebühr ist gestaffelt und sinkt mit steigenden Anlagebeträgen von 0,50 auf 0,25 Prozent pro Jahr.

2020 erzielte Liqid mit seiner ausgewogenen Nachhaltigkeitsstrategie ein Plus von 7,8 Prozent nach Kosten.  

Bevestor

Bevestor, der Robo-Advisor der Sparkassen, stellt unter dem Namen "Select Nachhaltigkeit" fünf weltweit diversifizierte Portfolios mit unterschiedlicher Risikoausprägung zur Verfügung. Die Portfolios bestehen überwiegend aus passiven Fonds. Hinzu kommen einige aktiv gemanagte Fonds. Die Zusammensetzung der einzelnen Portfolios werde dabei mathematisch so berechnet, dass sie "ein optimales Rendite-Risiko-Profil aufweisen", heißt es auf der Homepage der Dekabank-Tochter.

Investmentansatz: Wer nachhaltig investieren will, kann die unterschiedlichen Portfolios mit individuellen Investmentthemen wie Klimawandel oder Nachhaltigkeit schwerpunktmäßig ausrichten. Es werden dann dem Depot Wertpapiere aus diesen Bereichen beigemischt. Der Anteil nachhaltiger Papiere schwankt dabei zwischen 0 und maximal 27 Prozent. Der Rest wird - je nach Risiko-Ausrichtung - in breit gestreute Aktien- und Anleihenfonds investiert. Hinzu kommt bei vier von fünf Portfolios noch ein Rohstoff-Anteil. 

Fonds-Auswahl: Bei der Auswahl der Fonds greift Bevestor auf die Vorgehensweise der Deka für nachhaltige Fondsselektion zurück. Dabei spielt das ESG-Ratingtool des Indexanbieters MSCI eine zentrale Rolle. Für alle Fonds wird so ein Screening auf der Basis von ESG-Kriterien erreicht. Damit soll sichergestellt werden, dass die Zielfonds bestimmte Ausschlusskriterien berücksichtigen und hinsichtlich der ESG-Kriterien zu den besten Produkten am Markt zählen. Aktuell umfasst das Anlageuniversum vier ETFs auf verschiedene MSCI SRI-Indizes sowie den BGF Sustainable Energy Fund A2 EUR, den Deka Nachhaltigkeit Impact Aktien, den Fidelity Funds - Sustainable Water & Waste Fund A-EUR und den Schroder ISF - Global Climate Change Equity C. Die Rentenportfolios bestückt der Robo Advisor je nach Strategie mit dem BSF - BlackRock ESG Euro Bond Fund A4 EUR, dem iShares US Aggregate Bond ETF USD Dist und dem iShares EUR High Yield Corp Bond ESG UCITS ETF, Geldmarktanlagen werden über den Schroder ISF - EURO Liquidity C sowie den Deka Deutsche Boerse EUROGOV Germany Money Market UCITS ETF abgedeckt.

Mindestanlage und Kosten: 
Ab 1.000 Euro, Sparpläne ab 25 Euro/Monat. Die jährliche Verwaltungsgebühr liegt bei 0,8 bis ein Prozent. Hinzu kommen noch Fremdkosten. Sie sind abhängig vom Portfolio und liegen zwischen 0,20 und 0,51 Prozent.

Lesen Sie auch: Nachhaltige Fonds und ETFs mit hohen Renditen


Quirion

Der Robo Advisor Quirion der Quirin Privatbank bietet fünf Anlagestrategien an, darunter auch eine nachhaltige. Zur Wahl stehen je nach Risikoneigung zehn Strategien, deren Aktienquote zwischen 10 und 100 Prozent liegt. Welches Portfolio für den Anleger infrage kommt, fragt der Robo Advisor anhand verschiedener Kriterien zur Risikoneigung, zur Anlagedauer und zur Vermögenssituation ab.

Investmentansatz: Um zu überprüfen, wie klimafreundlich und ESG-konform das Nachhaltigkeitsportfolio ist, arbeitet Quirion mit MSCI ESG Research zusammen. Hinter dem Research-Team des Indexanbieters MSCI ESG stehen mehr als 200 Analysten. Hersteller von Streumunition, Landminen und Atomwaffen werden konsequent ausgeschlossen.

Fonds-Auswahl: Die mit Hilfe von ESG Research ermittelten Nachhaltigkeitsdaten fließen in den ETF-Auswahlprozess ein. Das Anlageuniversum besteht derzeit aus acht Aktien-ETFs und sechs Renten-ETFs. 

Mindestanlage und Kosten:  Ab 1.000 Euro, Sparpläne sind möglich. Die jährliche Verwaltungsgebühr liegt bei 0,68 Prozent. Hinzu kommen noch Fondskosten in Höhe von 0,23 Prozent. 


Warburg Navigator

Bei Warburg Navigator - der digitalen Vermögensverwaltung der Hamburger Privatbank MM Warburg – haben Anleger die Möglichkeit, sich für eine nachhaltige Anlagestrategie zu entscheiden. Je nach Risikoneigung erhalten sie einen Anlagevorschlag, der eine der insgesamt sieben Strategievarianten enthält. Die Spanne reicht von „Konservativ 30“ bis „Offensiv 90“. Investiert wird sowohl in die Anlageklassen Aktien, Staats- und Unternehmensanleihen, Immobilienaktien als auch in Rohstoffe. 

Investmentansatz: Die Strategie zielt auf die Themen Saubere Energie, Globale Wasserwirtschaft, Inklusion & Diversität und niedrige Treibhausgasemissionen ab. Außen vor bleiben die Branchen Atomkraft und Thermalkohle, Alkohol-, Tabak- und Rüstungsindustrie sowie die Glücksspiel- und Pornoindustrie. Kinderarbeit und Korruption – auch in der Zulieferkette – gelten ebenfalls als Ausschlusskriterien.

Fonds-Auswahl: Die Auswahl der Fonds erfolgt in mehreren Stufen: So sieht die erste Filterstufe die Selektion anhand des Sustainability Ratings der Agentur Morningstar vor. Im zweiten Schritt werden diejenigen nachhaltigen Fonds ausgewählt, die das Sustainalytics Institut als überdurchschnittlich nachhaltig bewertet. Ins nachhaltige Fondsportfolio kommen nur solche Fonds, die zudem auch hinsichtlich des Investmentprozesses, der Kosten und der Wertentwicklung überzeugen.

Mindestanlage und Kosten: Ab 20.000 Euro kann investiert werden. Die Vermögensverwaltungsgebühren sind abhängig von der Anlagesumme - bis 50.000 Euro: 1,0 Prozent, ab 100.000 Euro: 0,9 Prozent, ab 250.000 Euro: 0,8 Prozent. Hinzu kommen jeweils durchschnittlich 0,2 Prozent Fonds-Verwaltungskosten.

Ginmon

Der 2014 gegründete digitale Vermögensverwalter Ginmon bietet seit Kurzem die nachhaltige ETF-Strategie apeirongreen an. Bei der Zusammenstellung des Portfolios setzt Ginmon auf ein Fünf-Stufen-System zur Auswahl nachhaltiger ETFs und will so sicherstellen, dass Anleger ihr Vermögen tatsächlich in nachhaltige Unternehmen investieren und kein „Greenwashing“ betrieben wird. Der Auswahlprozess beschränkt sich nicht auf die Ausschlusskriterien Tabak- und Rüstungsindustrie sowie gesellschaftspolitisch kritische Bereiche, sondern wird von einem aktiven Best-in-Class-Ansatz flankiert. Das Ergebnis des Auswahlprozesses: Ein Portfolio, das lediglich die umweltfreundlichsten 25 Prozent der Unternehmen innerhalb der Sub-Kategorie des zugrundeliegenden Index enthält. Über einen „Low Carbon Filter“ schließt das System zudem die 10 Prozent aller fürs Portfolio infrage kommenden Unternehmen aus, die den höchsten CO2-Ausstoß aufweisen.

Fondsauswahl: Bei der Apeiriongreen-Strategie werden die nachhaltigen Aktien-ETFs durch Anleihe-, Rohstoff- und Immobilien-ETFs ergänzt, um Schwankungen an den Börsen abzufedern. Als Rohstoff-Baustein nutzt Ginmon ausschließlich einen seit 2012 existierenden physischen Gold-ETF, da Gold als einziges Edelmetall unter Einhaltung von ESG und SRI-Standards abgebaut wird.

Mindestanlage und Kosten: Die Grundgebühr beläuft sich auf 0,75 Prozent der Anlagesumme pro Jahr plus ETF-Kosten in Höhe von 0,24 Prozent per anno.

Biallo-Tipp: Mit Ginmon läßt sich der Steuerfreibetrag bereits während der Geldanlage automatisch ausschöpfen – ohne dass Sie aktiv werden müssen! Damit profitieren Anleger von einer jährlichen Ersparnis von bis zu 224,24 Euro.

Smavesto

Die Sparkasse Bremen ging Anfang 2019 mit dem Robo-Advisor Smavesto an den Start und nutzt einen Ansatz, der auf künstlicher Intelligenz (KI) basiert. So werden die Portfolios über einen schnell selbstlernenden externen Algorithmus der GET Capital AG berechnet, weshalb der digitale Vermögensverwalter nach eigener Aussage eine größere Anzahl an Portfolios anbieten kann. Für das Nachhaltigkeitsportfolio wendet Smavesto die Methodik der Fondsgesellschaft Blackrock an, wobei die Auswahl an nachhaltigen ETFs anhand der Einstufungen dieses Anbieters erfolgt. Blackrock gilt als eines der führenden Unternehmen der Branche und beschäftigt ein Team von 150 Analysten die regelmäßig Daten von mehr als 6.000 Unternehmen auswerten.

Fondsauswahl: Smavesto nutzt für das Nachhaltigkeitsportfolio ausschließlich ETFs, die im ESG-Rating ein sehr gutes Ergebnis – mindestens die Bewertung A – erzielen. Das Depot setzt sich um Schnitt aus fünf bis sieben ETFs zusammen.

Mindestanlage und Kosten: Smavesto verlangt einen Mindestanlagebetrag von 1.000 Euro, Sparpläne sind ab 50 Euro monatlich möglich. Die Kosten belaufen sich einschließlich Mehrwertsteuer auf 1 Prozent pro Jahr, gerechnet auf das durchschnittlich verwaltete Anlagevermögen.

Solidvest

Der 2017 von der Pullacher DJE Kapital AG gegründete digitale Vermögensverwalter Solidvest setzt nicht auf ETFs oder aktiv gemanagte Fonds, sondern investiert in Aktien und Anleihen. Dabei setzt das Team auf den von DJE-Gründer Jens Ehrhardt entwickelten Anlageprozess, bei dem aus weltweit rund 68.000 Aktien wenige hundert in die engere Wahl genommen werden. Die Zusammensetzung der Portfolios wird anhand der Risikoneigung und des Anlagehorizonts der Anleger vorgenommen. Das Thema Nachhaltigkeit berücksichtigen DJE und Solidvest anhand hauseigener ESG-Analysen, für die auf Daten von MSCI ESG Research zurückgegriffen wird.

Strategien: Solidvest bietet die vier Anlagestrategien Ertrag, Wachstum, Chance und Chance + an, wobei der Aktienanteil von 25, 50, 75 und 100 Prozent sich jeweils aus 30 globalen Einzeltiteln zusammensetzt. Das Anleiheportfolio wird mit bis zu 20 Papieren bestückt. Hinzu kommt eine Cash-Quote, die aktiv je nach Marktlage gesteuert wird. Beim Aktienportfolio können Anleger auf Wunsch zehn Themen wie zum Beispiel „Spezialsituationen“ oder „Demographie & Gesundheit“ gewichten und entsprechende Schwerpunkte im Portfolio setzen.

Mindestanlage und Kosten: Die Mindestanlage bei Solidvest beträgt 10.000 Euro, Sparpläne können ab 100 Euro monatlich vereinbart werden. Die Kosten liegen bei einer Anlagesumme von weniger als 100.000 Euro bei 1,4 Prozent, bei höheren Beträgen berechnet Solidvest 1,1 Prozent.

Fintego

Der 2014 von Ebase gegründete Robo-Advisor Fintego gilt als Pionier unter den digitalen Vermögensverwaltern. Seit Anfang März 2021 bietet er mit fintego green+ fünf nachhaltige Anlagestrategien mit Aktienquoten zwischen 10 und 100 Prozent an. Dabei setzt Fintego ausschließlich solche ETFs ein, die ein überdurchschnittliches ESG-Rating aufweisen und daher hinsichtlich der Nachhaltigkeitsaspekte eine gute bis sehr gute Position einnehmen. Dabei werden auch Themen-ETFs eingesetzt, die eine unmittelbare ökologische Wirkung („Impact“) erzielen. Dazu zählt Fintego unter anderem den Bereich erneuerbare Energien. Auf der Rentenseite wird schwerpunktmäßig in ETFs investiert, die auf so genannte Green Bonds setzen. Diese dienen zur Finanzierung nachhaltiger Projekte und bieten daher ebenfalls einen positiven Impact.

Mindestanlage und Kosten: Bei Fintego sind Anleger ab einer Mindestsumme von 2.500 Euro dabei, Sparpläne sind ab 50 Euro im Monat möglich. Die Gebühren sind je nach Anlagebetrag gestaffelt und liegen bei 0,3 bis 0,9 Prozent. Wer weniger als 10.000 Euro anlegt, zahlt den Höchstbetrag, wer mindestens eine Million Euro einzahlt, muss lediglich 0,3 Prozent an Kosten berücksichtigen.

Growney

Der digitale Vermögensverwalter Growney bietet unter dem Namen Growgreen fünf nachhaltige Anlagestrategien an. Dabei wird auf eine Kombination aus Ausschlusskriterien und Best-in-Class gesetzt, indem ausschließlich ETFs aus Indexfamilien genutzt werden, bei denen diese Aspekte berücksichtigt werden. Kunden können also darauf vertrauen, dass sie beispielsweise nicht in Unternehmen investiert sind, die Atomkraftwerke betreiben oder innerhalb ihrer Branche unter Nachhaltigkeitsaspekten eher schlecht abschneiden. Rohstoffe wie zum Beispiel Gold lässt Growney in den Portfolios komplett außen vor, weil die Gewinnung oft mit nachteiligen Folgen für die Umwelt verbunden ist.

Fondsauswahl: Anleger können bei Growney aus den fünf Strategien Green 20, Green 30, Green 50, Green 70 und Green 100 wählen, wobei die Ziffer für die Aktienquote steht. Insgesamt setzen sich die Nachhaltigkeitsportfolios aus mehr als 550 Aktien aus 42 Ländern zusammen. Die Portfolios setzen sich je nach Strategie aus den nachhaltigen Aktien-ETFs iShares MSCI USA SRI UCITS ETF, iShares MSCI EM SRI UCITS ETF, iShares MSCI Europe SRI UCITS ETF sowie dem UBS MSCI Pacific Socially Responsible UCITS ETF A-dis und dem UBS MSCI EMU Socially Responsible UCITS ETF A-dis zusammen. Auf der Anleiheseite nutzt Growney den XTrackers II Eurozone Government Bond 1-3 UCITS ETF 1D und den UBS – Barclays MSCI Euro Area Liquid Corporates Sustainable UCITS ETF A-dis.

Mindestanlage und Kosten: Die digitale Vermögensverwaltung ist bei Growney ab 500 Euro möglich, ein Sparplan kann ab 25 Euro monatlich eingerichtet werden. Die Kosten liegen bei 0,68 Prozent bei einer Anlagesumme von weniger als 50.000 Euro, bei größeren Beträgen berechnet Growney 0,38 Prozent. Bei den Nachhaltigkeitsstrategien liegen die zusätzlichen Fondskosten je nach Portfolio bei 0,18 bis 0,23 Prozent.

My-Si

Der Name des von Frankfurt Fonds Experts (F-Fex) gegründeten digitalen Vermögensverwalters My-si steht für „My sustainable Impact“ – übersetzt: Mein Nachhaltigkeitsbeitrag. Ein Drittel des mit der Plattform erzielten Umsatzerlöse spendet der Anbieter an zehn gemeinnützige Organisationen, zudem können Kunden einen eigenen Beitrag leisten und eines der zehn Projekte unterstützen.

Der Anbieter nimmt für die fünf nachhaltigen Anlagestrategien ausschließlich Fonds in die engere Wahl, die von der Analyseagentur ISS mit einem Nachhaltigkeitsrating von mindestens vier von fünf Sternen bewertet werden. Aus diesem Anlageuniversum werden im nächsten Schritt anhand des prognoseoptimierten hauseigenen Fondsratings von F-Fex diejenigen Fonds herausgefiltert, die das beste Chance-Risiko-Verhältnis bieten. Das können sowohl ETFs als auch aktiv gemanagte Fonds sein.

Mindestanlage und Kosten: Der Einstieg bei My-si ist ab 1.000 Euro möglich, zusätzlich kann ein Sparplan ab 50 Euro monatlich eingerichtet werden. Die Kosten belaufen sich auf 0,99 Prozent der Anlagesumme.

Über die Autorin Claudia Lindenberg

Hat Volkswirtschaftslehre in Kiel und Hamburg studiert und 1998 bis 1999 ein Volontariat bei einem Wirtschaftsmagazin absolviert. Es folgten rund 15 Jahre als fest angestellte Redakteurin, mittlerweile ist Sie als freie Finanzjournalistin für verschiedene Auftraggeber tätig. Wie funktionieren Investmentfonds? Nachhaltigkeit und Geldanlage – was ist dabei zu beachten? Was zeichnet eine gut durchdachte Baufinanzierung aus? Solche Fragestellungen sowie weitere Verbraucherthemen wie zum Beispiel Erben und Immobilien bearbeite Sie seit mehr als 20 Jahren anschaulich und auch für Laien gut verständlich auf – nachzulesen unter anderem beim Magazin „Verbraucherblick“ und seit Anfang 2019 auch bei Biallo.

  Claudia Lindenberg
  Max Geißler
  Lars Becker
Powered by Telsso Clouds