Auf einen Blick
  • Die durchschnittlichen Festgeldzinsen sind zuletzt leich gesunken: Aktuell zahlen laut Biallo-Index Banken im Schnitt noch rund 2,26 Prozent für drei Jahre Laufzeit (Stand 25.1.2024). In der Spitze sind allerdings mehr als vier Prozent pro Jahr möglich. 

  • Dabei hat jede mehrjährige Festgeldanlage auch einen Nachteil: Sie kommen in dieser Zeit nicht an Ihr Erspartes heran. 

  • Wir zeigen Ihnen, wo es derzeit die höchsten Zinsen bei drei Jahren Laufzeit gibt und ob es sich aktuell überhaupt lohnt, sich so lange an ein Geldhaus zu binden. 
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Die Sparzinsen sind im vergangenen Jahr rasant gestiegen und liegen auch 2024 noch auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Allerdings hat es seit dem Jahreswechsel bereits wieder einige Zinssenkungen gegeben. Viele Sparerinnen und Sparer fragen sich daher, für welche Laufzeit sie sich aktuell entscheiden sollen. Lieber auf kurzfristiges Festgeld setzen oder sich doch die hohen Zinsen über einen längeren Zeitraum sichern? 

Eine Festgeld-Anlage ist immer auch eine Wette auf die künftige Zinsentwicklung. Bei steigendem Zinsniveau sind kurz laufende Festgelder interessant. Zeichnet sich ab, dass die Zinsen stagnieren beziehungsweise sinken könnten, lohnt sich eher eine längere Laufzeit. Eine Möglichkeit, die Vorzüge langer und kurzer Laufzeiten miteinander zu kombinieren, bietet die sogenannte Treppenstrategie.

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Die höchsten Festgeldzinsen für drei Jahre

In der folgenden Tabelle sehen Sie die aktuell höchsten Festgeldzinsen bei drei Jahren Laufzeit. Beachten Sie: Gerade bei mehrjährigen Laufzeiten kommt es auch auf die Zinszahlung an. So gibt es Anbieter, die Ihnen die Zinsen jährlich oder zum Laufzeitende auf das Referenzkonto (in der Regel ein Girokonto) gutschreiben. Andere Banken schreiben die Zinsen jährlich dem Festgeldkonto gut. Der Zinsertrag wird dann bei der nächsten Auszahlung wieder mit verzinst. Dadurch entsteht ein Zinseszinseffekt. Es ist also möglich, dass der Zinsertrag bei einem Anbieter höher ausfällt, obwohl er nicht mit den höchsten Zinsen aufwarten kann.

Anbieter Zinssatz p. a. Land / S&P-Rating
CA Auto Bank
(zum Produkttest)
4,20 % Italien / BBB
J&T Direktbank
(zum Produkttest)
4,00 % Tschechien / AA-
Bigbank
(zum Produkttest)
3,85 % Estland / AA-
Klarna
(zum Produkttest)
3,75 % Schweden / AAA
Fürstlich Castell’sche Bank
(zum Produkttest)
3,66 % Deutschland / AAA

Quelle: Festgeld-Vergleich von biallo.de / Stand 25.1.2024 / Angaben ohne Gewähr

 

Zinseszinseffekt mitnehmen

Gerade bei Festgeld mit mehrjähriger Laufzeit ist der Zinseszinseffekt nicht zu unterschätzen. Ein Beispiel: Angenommen, Sie legen 10.000 Euro drei Jahre lang zu 4,00 Prozent pro Jahr an. Die Zinsen werden dabei jährlich Ihrem unverzinsten Referenzkonto gutgeschrieben. Zum Laufzeitende steht dann ein Ertrag von 1.200 Euro zu Buche. Entscheiden Sie sich aber für eine Bank, die 3,90 Prozent bezahlt, aber die Zinsen jährlich dem Festgeldkonto gutschreibt, liegt der Zinsertrag bei 1.216,22 Euro. 

 

Laufzeitende nicht verpassen

Schon beim Abschluss eines Festgeldes sollten Sie darauf achten, was mit dem Anlagebetrag am Laufzeitende geschieht. Manches Geldhaus verlängert die Festgeldanlage dann automatisch zu den dann gültigen Konditionen, sofern Sie nicht rechtzeitig kündigen. Andere Anbieter agieren wiederum verbraucherfreundlich, beenden die Festgeldanlage und schreiben den Betrag inklusive aufgelaufener Zinsen dem Referenzkonto gut.

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Auf die Einlagensicherung achten

Neben Zinshöhe und Zinszahlung sollten Sie immer auch einen kritischen Blick auf die Einlagensicherung werfen. Zwar sind Sparguthaben bei Banken innerhalb der Europäischen Union (EU) immer mindestens bis zu einer Summe von 100.000 Euro pro Anleger und Bank abgesichert. Aber die Sicherungssysteme sind national organisiert. Im Klartext: Sollten in einem Land gleich mehrere Geldhäuser in Schieflage geraten und der jeweilige Einlagensicherungsfonds nicht in der Lage sein, alle Anleger zu entschädigen, kann in letzter Instanz noch der jeweilige Staat einspringen. Dieser müsste dafür aber auch über die entsprechenden Mittel verfügen. Daher sehen Sie im Festgeld-Vergleich von biallo.de immer auch das Länderrating von S&P Global Ratings. Dieses gibt einen guten Anhaltspunkt, wie sicher die Festgeld-Anlage ist.

 

Flexibles Festgeld als Alternative

Eine Alternative zu festen Laufzeiten bietet Ihnen sogenanntes flexibles Festgeld. Hierbei liegt ähnlich wie beim klassischen Festgeld der Zinssatz über die gesamte Laufzeit fest, ein Teil oder das gesamte Anlagekapital kann aber vorzeitig abgerufen werden. So zahlt beispielsweise die CA Auto Bank einen Festzins von 4,20 Prozent für drei Jahre (Stand 25. Januar 2023). Dabei lässt sich das Konto innerhalb einer Frist von 32 Tagen ohne Angabe von Gründen kündigen. 

Die Pbb direkt zahlt derzeit bei drei Jahren Laufzeit 3,35 Prozent Festzinsen auf das "Festgeldplus", einem speziellen Festgeldkonto, bei dem nur 80 Prozent des Anlagebetrags fest angelegt sind. Die restlichen 20 Prozent bleiben flexibel (Stand 25. Januar 2023).

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